Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde - Flüchtlingshilfe

Grundversorgung für Asylwerber und andere nicht abschiebbare Fremde

Hilfe bei Grundversorgungsfragen

Durch die Gewährung von Grundversorgungsleistungen für bestimmte hilfs- und schutzbedürftige Fremde werden vom Land Niederösterreich einerseits europarechtliche  Verpflichtungen erfüllt und andererseits wird ein geordneter Aufenthalt der betroffenen Fremden in Niederösterreich gewährleistet. 
Der gegenständliche Artikel soll für hilfs- und schutzbedürftige Fremde, Betreuungsorganisationen und Behörden eine Unterstützung bei Alltags- und Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Grundversorgung in Niederösterreich darstellen. 


Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten

Die Grundversorgung von hilfs- und schutzbedürftigen Fremden erfolgt im Bundesland Niederösterreich auf Grundlage des  NÖ Grundversorgungsgesetzes

Zuständig für die Vollziehung des Grundversorgungsgesetzes ist die NÖ Landesregierung, die bei dieser Aufgabe  von  der Koordinationsstelle für Ausländerfragen beim Amt der NÖ Landesregierung unterstützt wird. Die Koordinationsstelle für Ausländerfragen entscheidet in diesem Zusammenhang insbesondere über die Gewährung oder Nichtgewährung von Grundversorgungsleistungen. Die Erreichbarkeit der Koordinationsstelle ist aus den weiterführenden Informationen am Ende dieses Artikels ersichtlich.

Kontakt: post.ivw2fluechtlingshilfe@noel.gv.at.



Zielgruppe und Leistungen

Grundversorgung können folgende hilfsbedürftige Fremde bekommen:

  • Asylwerber
  • Fremde mit Aufenthaltsrecht gemäß  § 57 Abs. 1 Z 1 oder Z 2 AsylG oder § 62 AsylG
  • aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht abschiebbare Fremde ohne Aufenthaltsrecht
  • Subsidiär Schutzberechtigte nach § 8 Asylgesetz
  • Asylberechtigte während der ersten vier Monate nach Asylgewährung

Die wichtigsten Grundversorgungsleistungen sind:

  • Unterbringung in geeigneten Unterkünften
  • Verpflegung
  • Krankenversorgung
  • Bekleidungshilfe
  • Schulbedarfshilfe

Hilfsbedürftig ist, wer für sich und seine im selben Haushalt lebenden unterhaltsberechtigten Angehörigen den Lebensbedarf nicht ausreichend beschaffen kann.  Ob tatsächlich Grundversorgungsleistungen gewährt werden, ist  nach den Bestimmungen des NÖ Grundversorgungsgesetzes zu entscheiden.

Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der Grundversorgung sind auf dieser Seite aus der Infobox "Mehr zum Thema" unter dem Link FAQ ersichtlich. Weiters befindet sich am Ende dieses  Artikels zum Herunterladen eine Informationsbroschüre  über die Grundversorgung in Niederösterreich.



Soziale Betreuung durch Caritas und Diakonie

Die Caritas und Diakonie  unterstützen das Land Niederösterreich bei der sozialen Betreuung der hilfs- und schutzbedürftigen Fremden.  Dabei ist die Diakonie für das westliche und die Caritas für das östliche Gebiet von Niederösterreich zuständig.  Von der Caritas wird jeweils eine Betreuungsstelle in Wr. Neustadt und Korneuburg und von der Diakonie eine Betreuungsstelle in St. Pölten und Amstetten geführt. 

Hilfs- und schutzbedürftige Fremde  können sich  bei Fragen  an diese  beiden Betreuungsorganisationen wenden, wobei die Betreuung entweder mobil in den organisierten Unterkünften oder stationär in den jeweiligen Betreuungsstellen erfolgt. Die genauen Zuständigkeiten und Erreichbarkeiten der beiden Betreuungsorganisationen sind aus den weiterführenden Informationen am Ende dieses Artikels (Links und Downloads) ersichtlich.

Kontakt zur Caritas: post-mfb-noe@caritas-wien.at
Kontakt zur Diakonie: noewe@diakonie.at



Quartierangebote

Wie und an wen kann ich Flüchtlingsquartiere zur Verfügung stellen?

Viele Bürger und Bürgerinnen würden bestehende Objekte bzw. Liegenschaften für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen. Hier wollen wir Ihnen kurz darstellen, welche Möglichkeiten in diesem Zusammenhang für Sie bestehen:

Sie als Vermieter schließen direkt mit dem Asylwerber einen Mietvertrag ab. 

Der Asylwerber erhält vom Land Niederösterreich einen monatlichen Mietzuschuss  von € 150,00 (Familien € 300,00) und jede erwachsene Person einen monatlichen  Verpflegungszuschuss von € 215,00 (Kinder € 100,00).  

Zusätzlich erhalten die Asylwerber noch einen Bekleidungsszuschuss von € 150,00  und Kinder einen Schulbedarfszuschuss von € 200,00 pro Jahr. 

Mit diesen Zuwendungen müssen die Asylwerber inklusive Mietverpflichtungen  auskommen. 

Das Land NÖ übernimmt keine Haftungen für ausstehende Mietforderungen oder für  entstandene Schäden. 

Sie wollen ihr Bestandsobjekt weder privat vermieten noch wollen sie das Objekt selbst als Flüchtlingsquartier führen?

In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit Ihr Bestandsobjekt an einen möglichen Vertragspartner des Landes Niederösterreich zu vermieten bzw. zu verpachten, der sich auf die Betreuung und Versorgung von AsylwerberInnen bereits spezialisiert hat.

In diesem Fall wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung und wir werden Sie mit diesen möglichen Vertragspartnern unverzüglich in Verbindung bringen. 

Sie schließen mit dem Land NÖ einen Betreuungsvertrag ab.

Vom Land NÖ werden weder Objekte angekauft noch angemietet und keine notwendigen Sanierungskosten übernommen. Für die Betreuung der Flüchtlinge sind Sie als Betreuer selbst verantwortlich.

Die von Ihnen einzugehenden vertraglichen Verpflichtungen entnehmen Sie bitte unserem Downloadbereich,

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung, die für die Vorbereitung dieser Verträge verantwortlich ist:

Abteilung Staatsbürgerschaft und Wahlen
Tel.: 07242/9005 15672
E-Mail: post.ivw2fluechtlingshilfe@noel.gv.at


Bei allfälligen Fragen können Sie sich jederzeit an die Abteilung Staatsbürgerschaft und Wahlen wenden, die für die Vorbereitung dieser Verträge verantwortlich ist.

E-Mail: post.ivw2fluechtlingshilfe@noel.gv.at, TelNr.02742/9005/15672


Downloads


Muster - Einzel - Vertrag (PDF-Datei, 282kb) 
Muster - Einzel - Vertrag Sonderbetreuung (PDF-Datei, 188kb) 
Asylquartier Bietergemeinschaft Erklärung (PDF-Datei, 792kb) 
Asylquartiere Mindeststandards (PDF-Datei, 750kb) 
Asylquartier Immobilien Stammdatenblatt (PDF-Datei, 473kb) 



Rückkehrberatung

Wenn jemand in sein  Herkunftsland zurückkehren möchte, bieten verschiedene Organisationen ihre Hilfe an.  Im Zusammenhang mit der Grundversorgung in Niederösterreich wurde der Verein Menschenrechte Österreich  mit der  Unterstützung rückkehrwilliger Personen beauftragt. Für interessierte Personen steht der Verein Menschenrechte Österreich jederzeit für Beratungsgespräche  zur Verfügung.

Kontakt: noe@verein-menschenrechte.at.


Kontaktdaten


Asyl und Integration

Anneliese Dörr, MSc
Steinergasse 2a-4/Top7-9
3100 St. Pölten

Mobil: 0676/838 443 10
E-Mail: anneliese.doerr@stpoelten.caritas.at
Website der Caritas St. Pölten

Flüchtlingshilfe

Wiener Straße 56
2700 Wiener Neustadt

Tel.: 02622/830 20
E-Mail: post-mfb-noe@caritas-wien.at
Website der Caritas Wiener Neustadt

Flüchtlingshilfe

Hauptplatz 6
2100 Korneuburg

Tel.: 02262/62355
E-Mail: asylundintegration-noe@caritas-wien.at
Website der Caritas Korneuburg 

Flüchtlingshilfe

Josefstraße 5/4
3100 St. Pölten

Tel.: 02742/21438
Website der Diakonie St. Pölten

Rückkehrberatung

Kremser Gasse 26/3
3100 St. Pölten

Tel.: 02742/266 57
E-Mail: noe@verein-menschenrechte.at
Website des Vereins für Menschenrechte

weiterführende Links
Downloads

Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Staatsbürgerschaft und Wahlen
Landhausplatz 1, Haus 7a 3109 St. Pölten E-Mail: post.ivw2fluechtlingshilfe@noel.gv.at
Tel: 02742/9005/15672
Fax: 02742/9005/15640
Letzte Änderung dieser Seite: 20.7.2020
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