02.08.2021 | 09:22

Niederösterreichs Wirtschaft steht langanhaltende Wachstumsphase bevor

LR Danninger: Setzen auf Digitalisierung, regionale Produkte und umweltbewusstes Wirtschaften

Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, Christian Helmenstein, Vorstand des Economica-Instituts für Wirtschaftsforschung (v.l.n.r.)
Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, Christian Helmenstein, Vorstand des Economica-Instituts für Wirtschaftsforschung (v.l.n.r.) © NLK Filzwieser Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Zahlreiche Indikatoren deuten darauf hin, dass Niederösterreichs Wirtschaft eine langanhaltende Wachstumsphase bevorsteht. So ist die Anzahl der Investitionsprojekte in Tourismus und Wirtschaft auf einem Rekordniveau, die Zahl der ecoplus-betreuten Betriebsansiedlungen und Betriebserweiterungen liegt deutlich über dem Schnitt der Vorjahre und das Economica-Institut prognostiziert für Niederösterreich heuer und im kommenden Jahr ein Wachstum von 4,3 Prozent und auch darüber hinaus soll das Wachstum bis „mindestens 2024“ anhalten.

„Niederösterreich geht aber gestärkt aus der Corona-Krise hervor und wird das Maximum aus diesem Aufschwung herausholen. Um das volle Potenzial dieses Aufschwungs auszuschöpfen, müssen wir jedoch den Wandel der Wirtschaft weiter vorantreiben und konsequent auf Digitalisierung, umweltbewusstes Wirtschaften und regionale Produktion setzen“, ist Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger überzeugt.

Das Wachstum wird aktuell heuer vor allem durch die Industrie getragen, die Herstellung von Waren wird um 8,9 Prozent zulegen, der Handel wird durch die Lockdown-Pause um 6,7 Prozent wachsen. Im kommenden Jahr stechen vor allem die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in Niederösterreich besonders hervor, denen aus heutiger Sicht für 2022 ein starkes Wachstum von 30,3 Prozent vorausgesagt wird. „Wir erwarten, dass diese Wachstumsphase in Niederösterreich mindestens bis 2024 anhalten wird, wenn keine unprognostizierbaren Schocks dazwischenkommen. Wie die Prognose zeigt, ist Niederösterreich ein konjunktureller Schnellstarter mit ausgezeichneten Chancen für einen langanhaltenden Aufschwung“, erklärt Christian Helmenstein, Leiter des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung.

Landesrat Danninger betont: „Die Investitionstätigkeit ist enorm hoch. Das zeigen uns auch die Anträge für Investitionsförderungen. Intelligente und innovative Produkte mit hohem Qualitätsanspruch werden zentraler Treiber der Wettbewerbsfähigkeit sein, daher schaffen wir Vernetzungsplattformen in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Bioökonomie und Luft- und Raumfahrt, um diese Branchen im internationalen Wettbewerb bestmöglich zu unterstützen. Aber auch die fortschreitende Digitalisierung bringt für Betriebe enorme Wachstums- und Geschäftschancen. Mit unserem ‚Haus der Digitalisierung‘ wollen wir die Betriebe unterstützen, den digitalen Wandel aktiv anzugehen.“

Auch Betriebsansiedlungen und Standorterweiterungen sind ein verlässlicher Gradmesser dafür, wie es der heimischen Wirtschaft geht. In diesem Bereich zeigt sich im bisherigen Jahresverlauf eine erfreuliche Bilanz. Obwohl das erste Halbjahr 2021 noch stark von der Pandemie geprägt war, konnte sowohl bei den Betriebsansiedlungen und Standorterweiterungen als auch bei den dadurch neu geschaffenen Arbeitsplätzen das Vor-Corona-Niveau bereits überschritten werden: Von Jänner bis Ende Juli 2021 wurden von ecoplus 62 Projekte erfolgreich betreut, die über 1.000 neue Arbeitsplätze in Niederösterreich schaffen werden.

Die niederösterreichische Exportwirtschaft war 2020 stark von der Corona-Krise geprägt, konnte im vergangenen Jahr aber seinen Platz unter den Top-3 Exportregionen Österreichs nach Oberösterreich und der Steiermark behaupten. Mit einem Rückgang der Exporte von 7,6 Prozent lag Niederösterreich im Bereich des Österreich-Schnitts (-7,5 Prozent). „Mit unserer neuen Export- und Internationalisierungsstrategie und unserer neuen Exportförderung für internationale Messeauftritte, die im Oktober startet, werden wir die exportorientierten Betriebe in Niederösterreich weiter stärken“, informiert Danninger. Bei der neuen Exportförderung werden Messestände von kleineren und mittleren Betrieben im Ausland gefördert. Einreichen können die Betriebe ab Oktober Kosten bis maximal 10.000 Euro. Dafür werden eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt, so können rund 150 niederösterreichische Unternehmen unterstützt werden, um sich erstmals auf internationalen Messen zu positionieren.

„Als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich ist es unsere Aufgabe, Wirtschaftstreibende zu unterstützen und sie auch durch schwierige Zeiten bei all ihren Aktivitäten zu begleiten. Mit viel Engagement arbeiten wir stetig daran, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten. Wir wollen beste Standorte für heimische Unternehmen sowie starke regionale Betriebe und Arbeitsplätze in den Gemeinden schaffen – und das unter Berücksichtigung unserer ökologischen Verantwortung“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Nähere Informationen: Büro LR Danninger, Andreas Csar, Telefon 02742/9005-12253, E-Mail andreas.csar@noel.gv.at, bzw. Wirtschaftsagentur ecoplus, Markus Steinmaßl, Telefon 02742/9000 196 19, E-Mail m.steinmassl@ecoplus.at, https://www.ecoplus.at/

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