02.02.2022 | 12:44

Niederösterreichs Maßnahmen zur Wiener Parkraumbewirtschaftung

LR Schleritzko: Gemeinsam mit Gemeinden bestmöglich vorbereitet

Präsentation der Maßnahmen zur flächendeckenden Wiener Parkraumbewirtschaftung im NÖ Landhaus in St. Pölten: Perchtoldsdorfs Bürgermeisterin Andrea Kö, Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und Schwechats Bürgermeisterin Karin Baier (v.l.n.r.)
Präsentation der Maßnahmen zur flächendeckenden Wiener Parkraumbewirtschaftung im NÖ Landhaus in St. Pölten: Perchtoldsdorfs Bürgermeisterin Andrea Kö, Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und Schwechats Bürgermeisterin Karin Baier (v.l.n.r.)© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Auf die zwischen den Bundesländern nicht abgestimmte und vor allem Pendler aus Niederösterreich vor große Herausforderungen stellende Ausweitung der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung in Wien habe Niederösterreich reagiert und gemeinsam mit den Umlandgemeinden Maßnahmen erarbeitet, sagte Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko am heutigen Mittwoch in St. Pölten, wo er gemeinsam mit der Perchtoldsdorfer Bürgermeisterin Andrea Kö und der Schwechater Bürgermeisterin Karin Baier dieses Maßnahmenpaket vorstellte.

„Niederösterreich hat getan, was ein Land tun kann, und steht den Betroffenen zur Seite, die als Pädagogen, Polizisten, Ärzte, Pfleger etc. wichtige Arbeit in oft kritischen Bereichen verrichten“, betonte Schleritzko und verwies darauf, dass Niederösterreich ein Land der Pendler sei: 200.000 Menschen pendeln täglich von Niederösterreich nach Wien, im Normjahr 2019 fuhren 146.000 davon mit dem Auto.

„Für jene 20.000 von diesen 146.000, die ihren Arbeitsweg nun neu planen müssen, haben wir insgesamt 30 Maßnahmen erarbeitet, davon 25 regionale und fünf große, überregionale – eine Infokampagne, eine Ausweitung der Park & Ride Anlagen, eine Erweiterung des Bahnangebotes, Zusatzleistungen bei den Bussen sowie eine Ausweitung der Kontingente in den Wiener Pendlergaragen“, führte der Landesrat aus.

„Die Infokampagne soll das Bewußtsein für einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel schaffen, diesen einfacher gestalten und Alternativen aufzeigen, nachdem Wien die Situation für die niederösterreichischen Pendler erschwert hat“, sagte Schleritzko. Dafür wird es in den 47 Umlandgemeinden mit konkreten Angeboten maßgeschneiderte Infoblätter in den Amtsblättern etc. sowie zusätzlich rund 250.000 Infofolder als Postwurfsendung an die Haushalte geben. Informationen über Tarife, Tickets und eigenständige Mobilitätstangebote gibt es zudem bei der VOR-Hotline 0800/22324 und unter der neuen, benutzerfreundlichen Homepage www.wienpendeln.at.

„Nachdem es bereits in den letzten Jahren eine Verbesserung der Infrastruktur und eine Angebotsausweitung im öffentlichen Verkehr um 15 Prozent gegeben hat, wobei auf den Hauptachsen mindestens im 15-Minuten-Takt gefahren wird, werden wir die Bahn- und Busangebote weiter ausweiten und haben deshalb zusätzliche 730.000 Buskilometer pro Jahr bestellt“, kündigte der Mobilitätslandesrat an.

Im Bereich der Park & Ride Anlagen sprach Schleritzko von 1.300 befestigten und 700 weiteren provisorischen Pkw-Stellplätzen und 700 überdachten Zweiradstellplätzen, die allein im letzten Jahr errichtet worden seien, sodass derzeit insgesamt 42.000 Pkw-Stellplätze, 32.000 davon im Wiener Umland, zur Verfügung stünden. Bis 2024 sollen weitere 3.000 Pkw- und 1.250 Zweirad-Stellplätze geschaffen werden, sodass es zu diesem Zeitpunkt insgesamt 45.000 Pkw-Stellplätze und 25.500 Zweiradstellplätze geben wird. „Zudem ist es durch das neue Klimaticket sinnvoll, schon möglichst nahe beim eigenen Zuhause in die Öffis einzusteigen“, meinte Schleritzko.

„Das Land Niederösterreich hat sich mit den Gemeinden bestmöglich auf die Situation vorbereitet, die das Pendeln für unsere Landsleute mit 1. März erschwert. Niederösterreich tut alles in seiner Macht Stehende, um diese Herausforderung gemeinsam zu meistern“, sagte der Landesrat abschließend.

Im Hinblick auf die regionalen Maßnahmen kündigte Kö an, die Ketzergasse, die in Perchtoldsdorf die Grenze zwischen Wien und Niederösterreich bildet, für zwei Jahre zu einer gebührenfreien Kurzparkzone mit Ausnahmen für Anrainer, Firmen und Mitarbeiter zu machen. Für Schwechat hob Baier insbesondere die „Tourismusparker“ (Flughafenbenützer, die sich durch Parken in Schwechat oder den Katastralgemeinden die Parkgebühren am Airport sparen) hervor. Mit 1. März wird es zusätzlich zu den blauen auch grüne Zonen geben, für die - auch in den Katastralgemeinden - Tickets zwischen einer halben Stunde oder einem ganzen Tag erworben werden können. Anrainerparkbewilligungen um 95 Euro pro Jahr ermöglichen das Parken in allen grünen Zonen, für Betriebe sind bis zu fünf Ausnahmegenehmigungen vorgesehen.

Nähere Informationen beim Büro LR Schleritzko unter 02742/9005-12345, Jan Teubl, und e-mail jan.teubl@noel.gv.at bzw. www.wienpendeln.at.

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