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12.06.2022 | 08:51

NÖ hilft: In Summe bereits 40 Sattelzüge mit über 1.000 Paletten Hilfsgütern geliefert und knapp 300.000 Euro Spendengelder gesammelt

LH Mikl-Leitner: „Überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher“

Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Rot Kreuz-NÖ-Präsident Josef Schmoll (v.l.n.r.)
Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Rot Kreuz-NÖ-Präsident Josef Schmoll (v.l.n.r.)© NLK PfefferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Initiative „Niederösterreich hilft“ koordiniert seit kurz nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine die niederösterreichischen Hilfsmaßnahmen für die Menschen in der Ukraine. In Summe sind seither 500 Tonnen an Hilfsgütern in die Ukraine beziehungsweise die unmittelbaren Nachbarländer geliefert worden. Darüber hinaus wurden Feuerwehrgerätschaften, medizinische Güter, wie funktionstüchtige aber nicht mehr im Gebrauch befindliche Spitalsbetten, gespendet. Nun konnten Spendengelder in Höhe von knapp 300.000 Euro (exakt € 291.879,-) an das Rote Kreuz und die Caritas übergeben werden, die die Niederösterreichischen Landsleute gesponsert hatten.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dazu: „Ich bin überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher und dankbar für dieses gelebte Miteinander zwischen dem Land, der Zivilgesellschaft, den Gemeinden, dem Bauernstand, der Landesgesundheitsagentur und der gesamten Sicherheitsfamilie Niederösterreich. Wir stehen an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer, die mit dieser Spende dringend benötigte medizinische Hilfsgüter und Arzneimittel erhalten.“ Der Krieg habe aber nicht nur dramatische Auswirkungen auf die ukrainische Bevölkerung, sondern auch auf „Europa, die ganze Welt, auf uns alle“, führte die Landeshauptfrau aus und merkte an, dass sich die Sicherheitskrise zu einer Ernährungskrise auswachse, da vor allem Getreideexporte aus der Ukraine nicht möglich seien.

Die Spendengelder stammen von knapp 1.700 (1.681) Spendern und aus Einnahmen von Charity-Events und werden nach dem Beschluss des Spendengremiums für den Ankauf von Arzneimitteln und Medizinprodukten verwendet. Die Abwicklung erfolgt je zur Hälfte durch das Rote Kreuz NÖ und die Caritas der Diözese St. Pölten. Das Rote Kreuz wird primär Arzneimittel beschaffen, die Caritas wird für die Caritas Ukraine medizinische Produkte und Heilbehelfe im Bereich der Versorgung von pflegebedürftigen Personen finanzieren.

„Die Ukraine steuert auf eine der größten humanitären Krisen Europas zu, 18 Millionen Menschen – ein Drittel der Bevölkerung – werden humanitäre Hilfe brauchen. Hunderttausende Menschen haben kein Wasser, keine Lebensmittel, keinen Strom, keine Heizung, keine medizinische Versorgung. Deshalb dürfen wir nicht aufhören, zu handeln und Hilfe zu leisten“, erklärt Josef Schmoll, Präsident vom Roten Kreuz Niederösterreich. Mit dem zur Verfügung gestellten Geld werden vor allem Arzneimittel und Medizinprodukte eingekauft, die dann in die Ukraine gebracht werden. „Ich bedanke mich bei unserer Landeshauptfrau für Initiierung der Aktion ‚NÖ hilft‘ und den vielen Spenderinnen und Spendern für Ihre Unterstützung. Der Einkauf der Produkte läuft bereits und die Lieferungen werden bald vor Ort eintreffen“, so Schmoll.

Die Caritas ist im Rahmen der Ukrainehilfe an drei Schauplätzen tätig: in der Ukraine, den Nachbarländern und in Österreich. Mehr als 1,2 Millionen Menschen erhalten Hilfe von der Caritas Ukraine. 408.000 Menschen werden durch Nothilfe-Maßnahmen der Caritas Österreich in der Ukraine, 300.000 Menschen in den Nachbarländern erreicht. „Diese Hilfe ist nur möglich, weil es in Österreich und Niederösterreich eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft gibt. Dank der Geld-, Zeit- und Sachspenden konnten wir als Caritas gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort, rasch und unbürokratisch helfen. Mit den Geldmitteln aus der Aktion ‚NÖ hilft‘ finanziert die Caritas gemeinsam mit der Caritas Ukraine dringend benötigtes medizinisches Material, das unter anderem in der Hauskrankenpflege verwendet wird. Denn abseits der Spitäler und stationären Einrichtungen, sind viele alte und kranke Menschen, auf die Versorgung durch Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter angewiesen. Ohne diese Hilfe, wäre ein Überleben in diesen Kriegswirren für viele vermutlich nicht möglich“, beschreibt Hannes Ziselsberger, Caritas-Direktor in der Diözese St. Pölten, die Lage vor Ort. „Die Spendengelder aus der Aktion ‚NÖ hilft‘ ermöglichen es der Caritas Ukraine genau jene Produkte einzukaufen, die aktuell am dringendsten benötigt werden – schnell und ohne Umwege. Ich möchte daher dem Land NÖ und all jenen, die hier eine Spende geleistet haben, sehr herzlich für diese Unterstützung danken“, so Ziselsberger.

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