07.04.2022 | 11:32

Einbindung der Primärversorgungseinrichtungen in die Notfallversorgung

LR Eichtinger: Seit April ist das PVZ St. Pölten in Notfallversorgung eingebunden

Im Bild von links nach rechts: Landesrat Martin Eichtinger, Benjamin Meyer und Sebastian Renner - Notfallsanitäter vom Samariterbund St. Pölten, Christof Constantin Chwojka, Rafael Pichler
Im Bild von links nach rechts: Landesrat Martin Eichtinger, Benjamin Meyer und Sebastian Renner - Notfallsanitäter vom Samariterbund St. Pölten, Christof Constantin Chwojka, Rafael Pichler© NLK Pfeiffer Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Primärversorgungszentren stellen in Niederösterreich mittlerweile einen unverzichtbaren Beitrag neben Kliniken und Ordinationen zur Gesundheitsversorgung dar. Daher war es ein logischer Schritt, dass diese Einrichtungen je nach Leistungsangebot auch in die Notfallversorgungslandschaft von akut erkrankten oder verletzten Personen eingebunden werden. Das heißt, dass zukünftig auch die NÖ Rettungsdienste Patientinnen und Patienten in PVZ’s zur Versorgung einliefern können.

„Dies bringt mehrere Vorteile - unter anderem, dass beispielsweise erkrankte Personen nicht mehr in ein weiter entferntes Klinikum transportiert werden müssen“, meint dazu Landesrat Martin Eichtinger, der auch betont: „Regionale Kliniken werden entlastet, Patientinnen und Patienten werden auch in einem PVZ/PVE optimal versorgt, sofern dieses dafür ausgerüstet und aufnahmebereit ist.“ Mit dem Primärversorgungszentrum St. Pölten sei ein Probebetrieb vereinbart worden, auch Patienten vom Rettungsdienst nach Notfällen zu behandeln. Weitere Primärversorgungszentren würden nach der Auswertung der Erkenntnisse folgen, kündigt er an.

„Durch den mittlerweile etablierten NÖ Akutversorgungsnachweis, das ist die elektronische Zuweisung von Notfallpatienten des Rettungsdienstes in Versorgungseinrichtungen, aufgrund grundsätzlicher und aktueller Versorgungskapazitäten in Abhängigkeit des Notfalls, ist diese Maßnahme problemlos augenblicklich möglich“, erklärt Notruf NÖ Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka.

Rafael Pichler, der medizinische Leiter des PVZ St. Pölten, führt aus: „Die Versorgung und Administration von ungeplanten Patienten gehört in jeder Ordination zum Alltag. Die Abwicklung von Rettungen mit Notfallpatienten in einer Terminordination wie dem PVZ St. Pölten ist eine besondere Herausforderung und der reibungslose Ablauf wird mit entsprechender Aufstockung der Diensträder sichergestellt. Durch diese Einbindung versuchen wir einen weiteren Puzzlestein in der Entlastung der Spitalsambulanzen zu setzen.“

Beim entsprechenden Krankheitsbild oder Verletzungsmuster, das in einem PVZ versorgt werden kann, wird dem Rettungsteam das jeweilige PVZ wie ein Klinikum vorgeschlagen und kann sofort gebucht werden. Aber auch die Anbindung an die elektronische Transportanmeldung für die Rücktransporte nach erfolgter Behandlung ist ein dafür notwendiger Schritt. Eine weitere Notwendigkeit war auch, dass Patiententransporte durch die Sozialversicherung nicht nur in Kliniken abgegolten werden, sondern auch in ein PVZ. Dies wurde mittlerweile umgesetzt.

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