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01.01.2023 | 10:35

Bislang 1,3 Millionen Euro an Förderzusagen im Rahmen der aktuellen NAFES-Periode

LH Mikl-Leitner / WKNÖ-Präsident Ecker: Kräftiger Herzschlag für dynamische Zentren am Puls der Zeit

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker: Erfreuliche Bilanz der laufenden NAFES-Förderperiode.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker: Erfreuliche Bilanz der laufenden NAFES-Förderperiode.© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

1,3 Millionen Euro an Förderzusagen für 96 Projekte mit einem Investitionsvolumen von fast fünf Millionen Euro – das ist die erfreuliche aktuelle Bilanz der laufenden NAFES-Förderperiode. Damit unterstützt die „Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadt- und Ortszentren“ – eine Kooperation des Landes Niederösterreich mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich – auch in der sechsten Förderperiode 2021-2023 erfolgreich Gemeinden, Stadtmarketinggesellschaften und Wirtschaftsvereinigungen bei Infrastruktur- und Marketingmaßnahmen sowie bei der Erhaltung der Nahversorgung.

Die NAFES steht mit ihrem Namen und ihren Förderkriterien für die Belebung der Stadt- und Ortskerne, und das nun schon seit fast 25 Jahren. 1998 ins Leben gerufen, wurde die Förderaktion in Form von drei- bis fünfjährigen Kooperationsvereinbarungen bisher sechsmal verlängert, sodass die aktuelle Förderperiode mit der Laufzeit 1. Jänner 2021 bis 31. Dezember 2023 nun knapp über der Halbzeit steht. Warum das Land Niederösterreich diese Aktion auch nach so vielen Jahren zu 75 Prozent mitfinanziert, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Fast 25 Jahre NAFES stehen keineswegs für mangelnden Erfolg, sondern sind ein Zeichen dafür, dass Stadt- bzw. Ortskernbelebung ein vielseitiges Betätigungsfeld ist, das immer wieder neue Denkansätze zulässt und auch fordert. „Belebung“ steht für „Neues“ ebenso wie für „Dynamik“ und „Bewegung“. Und mit genau dieser dynamischen Bewegung wollen wir gemeinsam unsere Zentren immer wieder neu erschließen, neu kennenlernen und neu genießen – denn sie sind und bleiben die pulsierenden Herzen unserer Gemeinden.“

Mit einem aktuell jährlichen Budget von 1,2 Millionen Euro unterstützt die NAFES niederösterreichische Gemeinden, Stadtmarketinggesellschaften und Wirtschaftsvereinigungen bei deren Projekten bzw. Aktivitäten zur Stärkung des Einkaufs im jeweiligen Orts- und Stadtzentrum, und zwar in den drei Förderschwerpunkten Marketingmaßnahmen, infrastrukturelle Maßnahmen und Erhaltung des letzten Nahversorgers. In der laufenden Förderperiode 2021-2023 wurden bisher Förderungen über ca. 650.000 Euro für Marketingmaßnahmen, ca. 500.000 Euro für Nahversorgerprojekte und knapp 200.000 Euro für Infrastruktur zugesagt. Damit folgt man dem in Niederösterreich bewährten Grundsatz zur Selbsthilfe für lebendige und dynamische Stadt- und Ortskerne.

Dynamisch präsentiert sich die Förderaktion auch auf www.nafes.at mit einem gerade aktualisierten Web-Auftritt, der ab sofort auch eine digitale Einreichung mittels Online-Antragstellung ermöglicht. Damit knüpft die NAFES auch an die Digitalisierungsstrategie des Landes Niederösterreich an, wie Landeshauptfrau Mikl-Leitner positiv anmerkt: „Der Digitalisierung gehört die Zukunft, weshalb wir für Niederösterreich eine eigene Digitalisierungsstrategie erarbeitet haben, die auch darauf abzielt, digital schneller zum Bürger – und umgekehrt auch schneller zur Unterstützung des Landes durch Online-Anträge zu kommen. Die NAFES soll da selbstverständlich keine Ausnahme machen, und es freut mich, dass wir da auch innerhalb des Landes Synergien nutzen konnten.“ Dass die fortschreitende Digitalisierung zudem den Nerv der Gemeinden und Wirtschaftstreibenden trifft, zeigen auch einige geförderte Projekte wie Stadtmarketing-Apps, digitale Kundenbindungssysteme oder Online-Marketingmaßnahmen. Bewegung und Dynamik im Stadt- bzw. Ortskern löst vor allem ein florierender Handel mit guter Frequenz und branchenreichem Angebot aus – daher ist der Name „NÖ Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadt- und Ortszentren“ auch Programm und die Wirtschaftskammer Niederösterreich mit 25 Prozent finanzieller Beteiligung ein verlässlicher Partner in der NAFES, wie Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, bekräftigt: „Ein gut funktionierender Handel ist eine tragende Säule für ein lebendiges Stadt- bzw. Ortszentrum. Die Maßnahmen, die wir im Rahmen der NAFES unterstützen, sorgen dafür, dass unsere Betriebe mit aktuellen Instrumenten oder adäquaten Angeboten die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden ansprechen. Dazu zählt auch die Sicherung der Nahversorgung im Ort – nah an den Menschen. Damit steht die NAFES für Kundennähe und Lebensqualität, und dafür steht auch die Wirtschaftskammer Niederösterreich.“

Mit dem jährlichen Budget von 1,2 Millionen Euro unterstützt die NAFES mit bis zu 40 Prozent bzw. maximal 100.000 Euro pro Förderfall niederösterreichische Gemeinden, Stadtmarketinggesellschaften und Wirtschaftsvereinigungen bei deren Projekten bzw. Aktivitäten zur Stärkung des Einkaufs im jeweiligen Orts- und Stadtzentrum, und zwar in drei Förderschwerpunkten.

Zum Ersten sind das Marketingmaßnahmen zur Verbesserung des Einkaufs in Stadt- und Ortskernen etwa durch Kooperationen der Betriebe, Maßnahmen zur Professionalisierung von Werbegemeinschaften oder Beratungsleistungen und Schulungen von UnternehmerInnen bzw. Wirtschaftstreibenden. In diese Förderkategorie fallen beispielsweise diverse Stadtmarketing-Apps, wie die neue CityApp, die seit diesem Jahr UnternehmerInnen wie KundInnen in den Weinviertler Einkaufsstädten Korneuburg, Stockerau, Mistelbach, Wolkersdorf, Poysdorf und Laa/Thaya durch digitale Informationen und Angebote und ein Bonuspunkte-Programm unterstützt. Melk wurde von der NAFES außerdem beim Aufbau eines professionellen Stadtmarketings unter externer fachlicher Begleitung unterstützt, während Tulln, St. Pölten und Krems auf neue Werbe- und Imagekampagnen für eine Stärkung der Innenstadt setzen.

Zweitens geht es um infrastrukturelle Maßnahmen, die eine innerörtliche Handelsstruktur für mobile KonsumentInnen attraktiver machen. Gefördert werden neben der Errichtung von Parkplätzen, Radabstellplätzen oder Verkehrsleitsystemen auch kombinierte kommunale Maßnahmen zur Verbesserung der Standortqualität eines Orts-oder Stadtteils – wenn dem Handel dabei eine wesentliche Rolle zukommt – etwa Leerflächenprojekte, gestalterische Maßnahmen zur Attraktivierung oder barrierefreien Ausstattung, aber auch Kooperationsprojekte der Gemeinde mit ImmobilieneigentümerInnen (Private-Public-Partnerschaftsmodelle). So wurde etwa in einem leerstehenden Geschäftslokal im Herzen von Wolkersdorf (Bezirk Mistelbach) von der Gemeinde das neue Einkaufs- und Kommunikationszentrum EMMA eingerichtet, das in modernem Design nun 10 Pop-up-Stores mit engagierten UnternehmerInnen Platz bietet. Und Langenlois (Bezirk Krems) arbeitet seit Jahresbeginn im Rahmen eines Stadtkern-Impulsprogramms an konkreten Maßnahmen zur Leerflächenproblematik.

Der dritte Schwerpunkt sind Nahversorgungsprojekte (Erhalt des letzten Nahversorgers) zur nachhaltigen Sicherung der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Gefördert werden investive Maßnahmen der Gemeinde in deren letzten Lebensmittelvollsortimenter, wobei die von der Gemeinde unterstützte Betriebsstätte max. 500 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassen und von einem selbständigen Betreiber mit max. zehn Standorten betrieben werden darf. So eröffnete beispielsweise im Sommer 2022 ein neues Lebensmittelgeschäft in Drösing (Bezirk Gänserndorf), das mit seiner Kaffeeecke auch für rege Kommunikation unter der Kundschaft sorgt. An diesen Erfolg hofft im ersten Halbjahr 2023 das neue Lebensmittelgeschäft in Weitersfeld (Bezirk Horn) anschließen zu können – so wie auch der neue Nahversorger in Krummnußbaum (Bezirk Melk), der in ein multifunktionales Gemeindezentrum mit Veranstaltungssaal, Café und Friseur integriert wird.

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