Geflügelpest („Vogelgrippe“)

Das Europäische Meldesystem für Tierseuchen berichtet wieder vermehrt über Ausbrüche von „Vogelgrippe“ vom Typ H5N8. 

Neben Ausbrüchen bei Wildvögeln sind auch Hausgeflügelbestände in den Niederlanden, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Dänemark, Kroatien und Korsika betroffen.

Grundsätzlich können alle Vogelarten an Geflügelpest erkranken. Nach derzeitigem Wissen ist dieser Stamm für den Menschen ungefährlich.

Angesichts der aktuellen Seuchensituation in Europa, bitte Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelbeständen einhalten. Die Broschüre der Landwirtschaftskammer Niederösterreich enthält alle wichtigen Details dazu.


Die wichtigsten Punkte der Geflügelpest-Verordnung: 

  • Allgemeine Meldepflicht tot aufgefundener Wasser- oder Greifvögel,
    Wer soll melden? -  jeder
    Wann? - unverzüglich
    Wem? - der Bezirksverwaltungsbehörde (Amtstierarzt)
    Kontakte aller Amtstierärzte
    oder über das Bürgerbüro Landhaus St. Pölten unter
    Email: buergerbuero.landhaus@noel.gv.at
    Tel.: 02742/9005 - 9005 (Bürgerservicetelefon)
    Fax: 02742/9005 - 13610 

  • Meldepflicht der Haltung von Geflügel (Hühner, Enten, Truthühner, Gänse, etc.) binnen einer Woche ab Aufnahme der Haltung bei der Bezirksverwaltungsbehörde (auch Hobbyhaltungen).
    Meldeformular auf der Homepage des Landes Niederösterreich

  • Meldepflicht der Haltung von anderen Vögeln (…) zu gewerblichen Zwecken (Tierschauen, Wettkämpfe, Zucht oder Verkauf). - siehe Meldeformular

  • Ausnahmen von der Meldepflicht: nur die Haltung von Heimvögeln, die dauerhaft (das bedeutet ganzjährig) in geschlossenen Räumen, ohne direkten oder indirekten Kontakt zu Wildvögeln und nicht zu gewerblichen Zwecken gehalten werden (z.B. Wellensittiche in der Wohnung).

Wichtig:

Gibt es Hinweise darauf, dass das Risiko eines Ausbruchs in Österreich hoch ist, kann die Behörde für bestimmte Gebiete verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen, so auch die Stallpflicht, vorschreiben.

Beispielsweise wurden von 7.12.2020 bis 28.4.2021 Risikogebiete in Österreich festgelegt. Durch die Schutzmaßnahmen konnte erreicht werden, dass österreichische Betriebe von einem Einschleppen des Virus und den damit verbundenen Ausfällen verschont geblieben sind.


Halter von Geflügel allgemein:

Vorsichtsmaßnahmen, zur Vorbeugung der Einschleppung des Virus: 

  • Trennen Sie strikt zwischen Straßen- und Stallkleidung.
    Betreten Sie den Stall nicht mit Schuhen, die Sie draußen getragen haben und waschen Sie sich vor dem Betreten und nach dem Verlassen des Auslaufs/Stalls die Hände. 

  • Informieren Sie ihren Tierarzt oder Amtstierarzt, wenn Sie ungewöhnlich hohe Verluste bei ihren Tieren feststellen oder die Tiere krank wirken. 
  • Füttern Sie die Tiere unbedingt im Stall bzw. so, dass Wildvögel keinen Zugang zur Futterstelle haben und tränken Sie es mit Leitungswasser. 

  • Bewahren Sie Futter und Einstreu für Wildvögel unzugänglich auf. 

  • Halten Sie Enten und Gänse getrennt von anderem Geflügel. 

Newcastle Disease

Neben der Geflügelpest kann es im Herbst und Winter auch vermehrt zu Auftreten des Paramyxovirus (Newcastle Disease, NCD) bei Wildtauben kommen, das auch in die Hausgeflügelbestände eingetragen werden kann. Heuer wurde das Paramyxovirus bereits bei Wildtauben zuletzt im Bezirk Mödling festgestellt. Auch in diesem Zusammenhang wird auf die Bedeutung der Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen hingewiesen, sowie auf die Möglichkeit, Geflügelbestände und Zuchttauben gegen Newcastle Disease impfen zu lassen.


Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Amtstierärztin/den Amtstierarzt.

  
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Ihre Kontaktstelle des Landes für Tierseuchen

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle
Landhausplatz 1, Haus 12 3109 St. Pölten E-Mail: post.lf5@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13437
Fax: 02742/9005-12801
Letzte Änderung dieser Seite: 27.4.2021
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