10.11.2021 | 14:07

Unwetterschäden behoben: Instandsetzungsarbeiten an den Landesstraßen L 6288 und L 5358 abgeschlossen

LR Schleritzko: Insgesamt wurden 650.000 Euro in eine sichere Verkehrsinfrastruktur investiert

Die heftigen Unwetter im Juli des Jahres führten zu zahlreichen Schäden an Niederösterreichs Straßennetz in den Bezirken Amstetten, Krems Land, Melk, St. Pölten Land und Scheibbs. Landesrat Ludwig Schleritzko hat kürzlich zwei Orte besucht, für die nunmehr die notwendigen Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen werden konnten. „Die Unwetter des vergangenen Sommers haben viele Landsleute vor große Herausforderungen gestellt“, sagte Schleritzko, der betonte: „Auch einige unserer Landesstraßen und Brückenbauwerke wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Straßendienst haben daher sehr rasch nach den Unwettern mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Heute können wir wieder sichere Straßen und Brücken für den Verkehr zur Verfügung stellen."

In der Gemeinde Ferschnitz (Bezirk Amstetten) kam es rund um den 18. Juli zu schweren Schäden an der Landesstraße L 6288 (Ortsteil Truckenstetten) im Bereich einer Brücke über den Ferschnitzbach. Durch die Wassermassen wurden große Teile der Landesstraße bis auf eine Tiefe von fünf Metern weggespült, wodurch es auch zu erheblichen Schäden an der Infrastruktur (Kanal, Wasserleitung, Strom, Telekommunikation usw.) gekommen ist. Bevor mit der Wiederherstellung des Dammkörpers und der Fahrbahn der L 6288 begonnen werden konnte, mussten das Baufeld und die freiliegenden Leitungen gesichert werden. Die Aufrechterhaltung der Infrastruktur hatte dabei, für die ohnehin vom Hochwasser schwer betroffenen Anrainer, oberste Priorität. Nach diesen Sofortmaßnahmen wurde vom Straßendienst mit den Dammschüttungen begonnen. Anschließend konnten die Einbauten wiederhergestellt bzw. in ihre richtige Lage gebracht werden. Danach erfolgte die Herstellung der unbefestigten Tragschichte, nach deren Fertigstellung die L 6288 wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. Die Asphaltarbeiten wurden in der zweiten Oktoberhälfte ausgeführt.

Die Arbeiten erfolgten durch die Straßenmeisterei Amstetten/Süd unter Zuhilfenahme von Bau- und Lieferfirmen, wodurch die regionale Bauwirtschaft gestärkt wurde. Die Gesamtkosten für die Fahrbahnerneuerung von rund 80.000 Euro werden zur Gänze vom Land Niederösterreich getragen. Es waren über 3.200 Tonnen Schotter, hunderte Bagger-, LKW- und Personalstunden erforderlich, um diesen Straßenabschnitt zu sanieren. Die Ufer- und Bachbettsanierung wurde parallel von der Abteilung Wasserbau beim Amt der NÖ Landesregierung durchgeführt.

Die starken Unwetter Mitte des Jahres 2021 verursachten auch an der Landesstraße L 5358 zwischen Kochholz und Kicking zahlreiche Schäden. Unter anderem wurden aufgrund der enormen Wassermengen auf einer Länge von rund 120 Metern großflächige Teile der Fahrbahn weggerissen. Mit Kosten von etwa 570.000 Euro wurde zur Schadensbehebung zunächst die noch verbliebenen Teilbereiche des Straßenaufbaues entfernt. Neben der Verlegung des Baches in seinen ursprünglichen Verlauf wurde der Straßenaufbau mit bachseitigen Wurfsteinen bis zur ursprünglichen Höhenlage aufgebaut. Abschließend wurde noch die bituminöse Tragschichte an der L 5358 eingebaut. Die endgültige Deckschichte wird im Jahre 2022 aufgebracht. Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung erfolgte die Sanierung der zerstörten Böschungen mit Grobsteinschlichtungen in Beton. Insgesamt waren über 2.000 Tonnen Wasserbausteine aus Granit, mehr als 700 Kubikmeter Beton sowie hunderte Bagger-, LKW- und Personalstunden erforderlich, um diesen Straßenabschnitt entsprechend den heutigen Verkehrserfordernissen zu sanieren.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung, NÖ Straßendienst, Gerhard Fichtinger, Telefon 02742/9005-60141, E-Mail gerhard.fichtinger@noel.gv.at

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