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03.08.2021 | 09:17

Studierende aus Niederösterreich in der ganzen Welt gefragt

LH Mikl-Leitner: Wir wollen Studierenden diese Lebenschance ermöglichen

Das Land unterstützt herausragende Studierende aus Niederösterreich mit Sonderstipendien: Im Bild Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Constanze Leeb aus Mödling und Otto Marks aus Pressbaum
Das Land unterstützt herausragende Studierende aus Niederösterreich mit Sonderstipendien: Im Bild Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Constanze Leeb aus Mödling und Otto Marks aus Pressbaum© NLK BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Das Land Niederösterreich möchte seine Studierenden auf ihren Lebens- und Ausbildungswegen bestmöglich unterstützen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die NÖ Landesstipendien. Vor kurzem entschied ein Stipendienbeirat über die Vergabe der diesjährigen Sonderstipendien „Exzellenz für Studium im Ausland“. Diese Sonderstipendien fördern herausragende Studierende aus Niederösterreich, die ihr Erststudium an einer Universität im Ausland mit Exzellenzcharakter absolvieren wollen. „Eine Ausbildung an einer Eliteuniversität ist ohne jeden Zweifel ein Ausbildungs- und Karrieremotor für jeden Studierenden. Auf Grund der hohen Kosten, sei es für die Ausbildung selbst oder für das Leben vor Ort, ist dieser Weg für viele Studierende aber leider nicht realisierbar. Daher haben wir auch unsere Sonderstipendien ins Leben gerufen, damit Studierende diese Chance ergreifen können“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Die Förderhöhe beträgt pro Stipendium bis zu 20.000 Euro pro Jahr. Die Kriterien für die Vergabe dieses Stipendiums sind ein ausgezeichneter Schul- oder Studienerfolg, Referenzen von Fachprofessorinnen und Fachprofessoren und weitere besondere Leistungen. Der Exzellenzcharakter der Universität wird anhand internationaler Hochschulrankings beurteilt. Aus den diesjährigen Anträgen wurden nun vier Personen für den Bezug eines Exzellenz-Stipendiums ausgewählt:

Jarmila Frimlová aus Kirchbach, Marktgemeinde St. Andrä-Wördern, wurde an der ETH Zürich für den Bachelorstudiengang Physik aufgenommen. Bereits während ihrer Schulzeit an der Sir Karl Popper Schule in Wien wirkte die 17-Jährige an einem Forschungsprojekt am IST Austria mit und nahm außerdem an der Science Academy Niederösterreich teil. Ihre vielseitigen Interessen zeigen sich auch darin, dass sie beim Prima La Musica Landeswettbewerb in der Kategorie Blockflöte sehr erfolgreich war (u.a. Gold in den Jahren 2021 und 2019). „Dank dem Stipendium kann mein Traum von einem Physikstudium wahr werden. Es ermöglicht mir die beste Universität für Physik in Kontinentaleuropa, die ETH Zürich, zu besuchen und mich ohne finanzielle Sorge dem Studium voll zu widmen. Darüber hinaus ist für mich dieses Stipendium eine große Motivation, mein Bestes zu geben, und ein Zeichen dessen, dass mich Niederösterreich in meinen Entscheidungen unterstützt“, so Jarmila Frimlova.

Der aus Pressbaum stammende Otto Marks wird an der renommierten University of Oxford sein Bachelorstudium English Language and Literature absolvieren. Neben seiner erfolgreichen literarischen Tätigkeit ist der 18-Jährige auch als Musiker aktiv. 2020 erreichte er mit einer Gedichtesammlung eine Nominierung für den internationalen Erbacce Price for Poetry und war unter den besten 7 aus 8.000 Einreichungen. „Ich würde gerne behaupten können, dass ich die Errungenschaft eines Oxford-Studiums ganz alleine meinen Talenten und Bemühungen zu verdanken habe; Tatsache ist aber, dass ich das Glück hatte, in einer Umgebung aufzuwachsen und ausgebildet zu werden, in der meine angeborene Leidenschaft für Literatur und andere kreative Medien mit Geduld und Zuneigung gefördert wurde. Nun wird mir dank des Exzellenzstipendiums die Möglichkeit geboten, diese Leidenschaft gemeinsam mit den talentiertesten und bahnbrechendsten Denkern meiner Zeit umzusetzen. Eine solche Gelegenheit ist - im wahrsten Sinne des Wortes – unbezahlbar“, freut sich Otto Marks.

Fabian Bubla aus Baden wird für ein Jahr das Masterstudium Digital Media an der Goldsmiths University London belegen. Er schloss seinen Bachelor in Liberal Arts and Sciences an der Erasmus Universität in Rotterdam mit Auszeichnung ab. Das Forschungsinteresse des 24-Jährigen liegt in Funktions- und Wirkungsmechanismen von digitalen Technologien und der Entwicklung von Konzepten, um in diesem Raum Autonomie für Nutzerinnen und Nutzer zurückzugewinnen. „Das Stipendium ermöglicht mir, an einer der besten Fakultäten für Medien & Kommunikationswissenschaften der Welt zu studieren. Damit erlaubt mir das Land Niederösterreich das notwendige Wissen zu erlangen, um unsere digitale Zukunft mitzugestalten. Da meine finanzielle Lebensbasis nun gesichert ist, freue ich mich darauf, mich vollends in die Materie stürzen zu können, um das Meiste aus dem Studium herauszuholen“, so Fabian Bubla.

Für Constanze Leeb aus Mödling geht es auf die University of Cambridge, wo sie ein MRes und PhD Programm im Bereich Sensor Technologies and Application absolvieren wird. Sie studierte Cognitive Science, Physik und Soziologie und war bereits in einigen Forschungsprojekten wie an der Central European University in Wien, der Universität Ljubljana sowie an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften am Stefan Meyer Institute for Subatomic Physics tätig. Der Forschungsfokus der 26-Jährigen liegt auf der Entwicklung neuer Sensortechnologien. „Da durch den Brexit die ohnehin schon hohen Studiengebühren an Top-Unis in England für Österreicherinnen und Österreicher um ein Vielfaches gestiegen sind, wäre ein Doktoratsstudium an der University of Cambridge ohne dieses Stipendium nicht denkbar. Mit der finanziellen Unterstützung des Landes Niederösterreich kann ich mich nun dennoch auf mein Traumstudium freuen“, so Constanze Leeb.

„Natürlich wollen wir unsere Studierenden und Forscherinnen und Forscher im Land halten. Es ist jedoch auch eine enorme Auszeichnung, wenn man an eine Universität mit Exzellenzcharakter berufen wird. Das zeigt auch, welches enorme Potenzial in unseren Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern vorhanden ist und wie sich Niederösterreich als Land des Wissens etablieren konnte“, freut sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

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