Obdachlosenhilfe

Die Obdachlosenhilfe umfasst verschiedene Einrichtungsarten, welche in Folge je nach Betreuungsintensität (vollstationär bis ambulant) gereiht sind. Die Einrichtungen dienen der vorübergehenden Betreuung und Unterkunft.

  • sozial betreutes Wohnen
  • Wohnhäuser
  • Mutter-Kind-Haus
  • betreutes Wohnen
  • Notwohnungen
  • Tageszentren
  • Notschlafstellen

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Leistungen ist, dass der Hauptwohnsitz oder mangels eines solchen der Aufenthalt in Niederösterreich liegt, Obdachlosigkeit bzw. Wohnungslosigkeit gegeben ist und die österreichische Staatsbürgerschaft bzw. eine Gleichstellung besteht. Gleichgestellt sind im Wesentlichen bestimmte EWR-BürgerInnen, asylberechtigte Personen und zum dauernden Aufenthalt berechtigte Drittstaatsangehörige (z.B. Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt-EU“).

Allgemeine Informationen


Sozial betreutes Wohnen

Sozial betreutes Wohnen ist eine stationäre Einrichtung zur befristeten Betreuung von volljährigen Personen, welche das 50. Lebensjahr vollendet haben und von Obdachlosigkeit betroffen sowie nicht selbstständig wohnfähig sind. Ein sozial betreutes Wohnen wird in Baden von der pro mente Ost gemeinnützige GmbH betrieben.

 

Wohnhäuser 

Wohnhäuser sind stationäre Einrichtungen zur vorübergehenden Betreuung von obdachlosen Personen. Diese werden in Melk (Winden, Verein Wohnen und Arbeit), Krems an der Donau (Verein gegen Wohnungslosigkeit), St. Pölten (Emmausgemeinschaft St. Pölten) und Wiener Neustadt (Verein Betreuung Orientierung und Verein für Soziale Betreuung NÖ Süd) angeboten.

 

Mutter-Kind-Haus 

Das Mutter-Kind-Haus bietet volljährigen Schwangeren und Müttern mit Kleinkindern in Notsituationen ein vorübergehendes Zuhause, Unterkunft und Betreuung. Dieses wird in St. Pölten von der Caritas der Diözese St. Pölten angeboten.


Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen bietet vorübergehende Betreuung von obdachlosen Personen in einer Wohnung bzw. Wohngemeinschaft an. Diese wird von einer Trägerorganisation bereitgestellt. Voraussetzung für eine Aufnahme ist ein Mindestmaß an Selbstständigkeit und selbstständiger Wohnfähigkeit. Betreutes Wohnen wird in Hollabrunn und Retz (Caritas der Erzdiözese Wien), Krems an der Donau (Verein gegen Wohnungslosigkeit), Neunkirchen (Verein Soziales Wohnhaus Neunkirchen), St. Pölten (Verein Wohnen), Tulln an der Donau (Verein MÖWE) und Wiener Neustadt (Verein Betreuung Orientierung) angeboten. Das Betreute Wohnen in Wiener Neustadt steht nur Männern zur Verfügung.

 

Notwohnungen 

Notwohnungen bietet vorübergehende Betreuung von grundsätzlich selbstständig wohnfähigen Personen, die durch eine Notsituation von Wohnungslosigkeit betroffen sind, in einer Wohnung bzw. Wohngemeinschaft an. Diese wird von einer Trägerorganisation bereitgestellt. Notwohnungen werden in Amstetten (Frauenhaus Amstetten – Verein zur Hilfe für Frauen und Kinder in Not), Baden (Undine – Frauen für Frauen), Gänserndorf (Frauenforum Gänserndorf), Gmünd (Frauenberatung Waldviertel), Hollabrunn (Verein Frauen für Frauen – Frauenberatungs- und Bildungszentrum), Klosterneuburg, Spillern und Stockerau (Caritas der Erzdiözese Wien) und Krems an der Donau (Lilith Frauenberatung Krems) angeboten. Die Notwohnungen der Caritas der Erzdiözese Wien stehen auch Männern zur Verfügung.

 

Tageszentren 

Tageszentren sind niederschwellige Angebote und dienen dem Aufbau und der Pflege von Sozialkontakten, der Weitervermittlung an andere Betreuungs- und Beratungsangebote und der Schaffung von Perspektiven für die Freizeitgestaltung). Die Tageszentren werden in St. Pölten von der Emmausgemeinschaft St. Pölten angeboten.

 

Notschlafstellen 

Notschlafstellen sind niederschwellige Angebote und dienen als „Notunterkünfte“ für kurzfristige und begrenzte Übernachtungen für akut wohnungslose Menschen. Die Notschlafstellen werden in St. Pölten (Emmausgemeinschaft St. Pölten) und in Wiener Neustadt (Verein für Soziale Betreuung NÖ Süd) angeboten.

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Letzte Änderung dieser Seite: 4.3.2022
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