Weit über 800 Einsätze konnte der Verein Rettungshunde Niederösterreich in den rund zehn Jahren seines Bestehens abwickeln. Die Vielzahl und Vielfältigkeit der Einsätze erfordert es, gerade auch die Ausrüstung laufend zu verbessern. In diesem Zusammenhang erhielten die Rettungshunde Niederösterreich nun ein neues Einsatzleitfahrzeug, das letzte Woche von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner offiziell in Sieghartskirchen (Bezirk Tulln), im Ausbildungszentrum der Rettungshunde Niederösterreich, in Dienst gestellt wurde.
Die Landeshauptfrau sprach von einem Freudentag, denn gerade Rettungshunde würden Großartiges leisten, betonte sie: „Sie sind gemeinsam mit ihren Hundeführern immer da, wenn man sie braucht – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr und egal, um welchen Einsatz es sich handelt. Und das kompetent, professionell und kostenlos.“ Mikl-Leitner sprach den Hundeführerinnen und Hundeführern sowie allen Blaulichtorganisationen der Sicherheitsfamilie Niederösterreich, die im Miteinander Unglaubliches leisten, Respekt, Dank und Anerkennung aus.
Landtagsabgeordneter Anton Erber, Obmann der Rettungshunde Niederösterreich, sagte: „Es ist dann möglich, wirklich Großes zu leisten, wenn es gute Partnerschaften gibt. Die Rettungshunde Niederösterreich wissen es zu schätzen, dass sie auf so großzügige und partnerschaftliche Weise stets unterstützt werden.“
Karin Kuhn, Geschäftsführerin der Rettungshunde Niederösterreich, führte aus: „Mit dieser neuen technischen Ausrüstung können wir die Gebiete, die wir absuchen müssen, deutlich besser und genauer einteilen. Dieses Fahrzeug gibt uns die Sicherheit, für die Vermissten das Bestmögliche zu leisten, und es sorgt zudem für mehr Sicherheit für die Hunde sowie die Hundeführerinnen und Hundeführer.“ Das neue Einsatzleitfahrzeug sei ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte, betonte sie.
Das neue Einsatzleitfahrzeug dient als Steuerzentrale für Personensucheinsätze und koordiniert alle Beteiligten – von Hundeführerinnen und Hundeführern sowie Helferinnen und Helfern bis hin zu anderen Organisationen, insbesondere der Polizei. Als Basisfahrzeug kommt ein Ford Transit L4 H3 mit Allradantrieb zum Einsatz, der über drei Sitzplätze verfügt. Der modern ausgebaute Einsatzleitraum im Auto ist mit zwei Computerarbeitsplätzen samt Internetverbindung ausgestattet und ermöglicht so eine stabile Kommunikation auch in herausfordernden Situationen. Ein klappbarer Besprechungstisch sowie ein ausschwenkbarer Touchscreen für Außenbesprechungen unterstützen die Einsatzkoordination. Zusätzlich steht ein von außen zugänglicher Computerarbeitsplatz für Hundeführerinnen und Hundeführer sowie Helferinnen und Helfer zur Verfügung.
Das Fahrzeug kann autark über Photovoltaik, Batterie und ein Notstromaggregat betrieben werden und verfügt über Digitalfunk inklusive Ersatzgeräten. Für den Transportbereich wurden vier Hundeboxen mit Video- und Temperaturüberwachung eingebaut. Standheizung und Standklimaanlage sorgen sowohl im Leit- als auch im Transportraum für optimale Bedingungen. Zur weiteren Ausstattung gehören ein mobiler, akkubetriebener Lighttower, Feuerlöscher, Brandmelder, Warndreiecke sowie eine erweiterte Erste-Hilfe-Ausrüstung mit Defibrillator. Die Gesamtkosten für das hochmoderne Einsatzleitfahrzeug belaufen sich auf rund 150.000 Euro.
Nähere Informationen: Rettungshunde Niederösterreich, Pressesprecher Stefan Tucek, Telefon 0664/8440110, E-Mail stefan@rettungshunde.eu, www.rettungshunde.eu
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Bei der Indienststellung des neuen Einsatzleitfahrzeuges (v.l.n.r.): Obmann Anton Erber, Geschäftsführerin Karin Kuhn, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Gerald Höchtel, Abgeordneter Johann Höfinger und Pressesprecher Stefan Tucek.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (re.) Geschäftsführerin Karin Kuhn, (li. außen) Samariterbund-Präsident Hans Sauer und zwei Mitarbeitenden des Samariterbundes.

Indienststellung des neuen Einsatzleitfahrzeuges für die Rettungshunde Niederösterreich.
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