17.07.2021 | 11:04

Mariazellerbahn: Innovative Wildwarnanlage liefert Erfolge

LR Schleritzko: Seit Beginn des Testbetriebs keine Wildunfälle mehr

Lokalaugenschein bei der innovativen Wildwarnanlage in Schwadorf (v.l.): Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek, Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und Geschäftsführerin NÖ Jagdverband Sylvia Scherhaufer.
Lokalaugenschein bei der innovativen Wildwarnanlage in Schwadorf (v.l.): Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek, Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und Geschäftsführerin NÖ Jagdverband Sylvia Scherhaufer.© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Seit Jänner 2021 wird zwischen Schwadorf und Völlerndorf eine neue, innovative Wildwarnanlage getestet mit dem Ziel, Wildunfälle zu vermeiden. „Der Erfolg gibt uns recht: Seit Beginn des Testbetriebs Mitte Jänner wurden auf diesem Streckenabschnitt keine Wildunfälle mehr verzeichnet, im Vorjahr im selben Zeitraum hingegen sieben Unfälle mit Rehen“, informiert Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Die Wildtiere sollen dabei die Gleise weiterhin ungehindert queren können und nur vor dem herannahenden Zug gewarnt werden. Möglich wird dies durch eine Kombination aus optisch-akustischen und rein optischen Wildwarngeräten, die entlang der Teststrecke aufgestellt wurden. „Der weitere Testlauf soll zeigen, ob die Unfälle auch im Herbst, einer Zeit mit erhöhter Wildaktivität, im selben Ausmaß wie bisher minimiert werden können. Darüber hinaus wollen wir noch im Sommer auf der Mariazellerbahn drei weitere Abschnitte, nämlich Alpenbahnhof-Schwadorf, Steinklamm-Steinschall/Tradigist und Winterbach-Puchenstuben, untersuchen und bestmöglich mit Wildwarngeräten ausstatten“, ergänzt Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek.

Der Abschnitt zwischen Schwadorf und Völlerndorf wurde als Testbereich ausgewählt, weil es hier viele Wildwechsel gibt und in diesem Bereich die meisten Wildunfälle auf der Mariazellerbahn passieren. Gemeinsam mit der Firma Capreolus wurde ein Konzept für die Wildwarnanlage erarbeitet. Mittels Kamerafallen, Drohnen und 360-Grad-Videoaufnahmen wurden Gebiet und umliegende Vegetation genau analysiert. Je nach Gelände und Bewuchs kommen verschiedene Typen von Wildwarngeräten zum Einsatz. Sie wurden ursprünglich für den Straßenverkehr entwickelt, stellten sich aber im Praxistest auch für die Verwendung entlang der Bahnstrecke als geeignet heraus. So wurden in engen Bögen optisch-akustische Geräte aufgestellt. Geräusche und Scheinwerferlicht eines herannahenden Zuges lösen rot und blau leuchtende LEDs sowie einen Pfeifton aus und aktivieren über Funk weitere Geräte. Dies hält das Wild bereits auf der Böschung zurück und verhindert, dass es trotz Warnung die Gleise quert.

Auf geraden Strecken, aber mit sehr dichtem Pflanzenbewuchs, wurden sowohl optisch-akustische Wildwarngeräte mit rot, blau und grün leuchtenden LEDs und Warnton als auch optische Geräte mit halbrunden Reflektoren in blau und weiß montiert. Sie reagieren auf Scheinwerferlicht. Auf dem Rest des Testabschnitts wurden rein optische Reflektoren angebracht.

Weitere Informationen: Katharina Heider-Fischer, Bakk., Kommunikation, Niederösterreich Bahnen, Telefon: +43/2742 360 990-1311, Mobil: +43/676 566 24 53, Internet: www.niederoesterreichbahnen.at

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