Niederösterreich im 19. Jahrhundert

Band 1: Herrschaft und Wirtschaft. Eine Regionalgeschichte sozialer Macht
Band 2: Gesellschaft und Gemeinschaft. Eine Regionalgeschichte der Moderne 

Hrsg: Oliver Kühschelm, Elisabeth Loinig, Stefan Eminger, Willibald Rosner
Red.: Heidemarie Bachhofer, Tobias E. Hämmerle
(St. Pölten 2021)

Cover der beiden Bände



Das zweibändige Werk, erschienen in der vom NÖ Landesarchiv herausgegebenen Reihe „Geschichte Niederösterreichs“ geht der spannungsreichen Epoche vom späten 18. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs nach. Mehr als 50 Autorinnen und Autoren beschäftigten sich am Stand aktueller Forschungen mit den politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklungen Niederösterreichs, die in ihrer Breite das Bild einer regionalen Gesellschaft auf dem Weg in die Moderne zeichnen.

Der erste Band widmet sich Verwaltung, Militär, Politik, Wirtschaft und Infrastrukturen. Er stellt die Frage nach Formen von Macht: Wie wurde sie aufgebaut, wie um sie gekämpft? Schon Joseph II. wollte einen Staat, der bis in die Dörfer hineinreichen sollte. Dies gelang erst mit neuen Verwaltungsstrukturen, von der Gemeinde bis zur Bezirkshauptmannschaft. Hinzu kamen die Steigerung von Produktion und Handel sowie Eisenbahn, Bildungswesen und Sozialversicherung. In der Revolution 1848 und durch politische, konfessionelle und gewerkschaftliche Organisationen strebten die Menschen nach Mitbestimmung.

Der zweite Band zeigt, wie die Moderne in Land und Stadt Gestalt annahm. Als ihre Akteure traten soziale Großgruppen wie Aristokratie, Bauernstand, Bürgertum oder Arbeiterklasse auf. Zu den alten traten neuartige Beziehungsnetze. Familie und Verwandtschaft blieben zentral, doch die Vorstellungen von Liebe und Ehe kamen in Bewegung. Vereine eröffneten neue Betätigungsfelder oder gaben alten Praktiken wie der Wohltätigkeit eine neue Form. Der Austausch zwischen der Metropole Wien und dem flachen Land nahm zu, von der Nahrungsversorgung bis zur Sommerfrische. Repräsentation und Massenkultur prägten Region und Alltag: Architekturen, Denkmäler und Stadtmuseen, Volksmusik, Kunst, Theater und Kino.

Alle Beiträge mit einem entsprechenden Vermerk haben neben der herausgeberischen Betreuung ein externes Begutachtungsverfahren durchlaufen. Auskunft zum Peer-Review-Verfahren (double blind) unter doi.org/10.52035/noil.2021.19jh.dok.

Die beiden Bände sind das Ergebnis eines mehrjährigen Publikationsprojektes des NÖ Instituts für Landeskunde und bilden nach der 2008 erschienenen Publikation „Niederösterreich im 20. Jahrhundert“ den zweiten Teil der vom NÖ Landesarchiv herausgegebenen „Geschichte Niederösterreichs“. Die beiden Bände werden ab November 2022 unter doi.org/10.52035/noil.2021.19jh01 und doi.org/10.52035/noil.2021.19jh02 open access (grüner Weg) kostenfrei zum Download zur Verfügung stehen.

 

Band 1: 872 Seiten, 104 Abbildungen, 35 Tabellen, 35 Grafiken, Personen- und Ortsregister; Verzeichnis der Tabellen und Grafiken

Band 2: 896 Seiten, 277 Abbildungen, 21 Tabellen, 21 Grafiken; Personen- und Ortsregister; Verzeichnis der Tabellen und Grafiken

Preis: € 69,90 bzw. € 74,90 inklusive Schuber


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Letzte Änderung dieser Seite: 1.7.2021
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