Highlights des Monats

Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen jeden Monat ein neues Objekt aus der NÖ Landesbibliothek.


Kupferstich einer Landschaft mit Burg und Kirche
Kupferstich, 100 x 149 mm (Platte 115 x 153 mm, Blatt 116 x 157 mm, beschnitten).
Aus: Topographia archiducatus Austriae inferioris modernae, 4. Teil, Nr. 118).
Beschriftet: Streitwisen.
[NÖ Landesbibliothek, Topografische Sammlung, Inventar-Nummer 7.414]


In dieser Druckgrafik werden Aufsicht und Fernsicht miteinander kombiniert. Die hier gewählte Abbildungsweise ist in Vischers Niederösterreich-Topografie (Topographia archiducatus Austriae Inferioris modernae, Band 1 und Band 2) singulär, wurde aber auch in jüngeren Epochen nur selten aufgegriffen.

Sofort fällt der im Vordergrund postierte Kirchenbau auf: die Pfarrkirche von Weiten. Die mittlere Zone präsentiert sich als Flusslandschaft, wobei Vischer den betrachtenden Blick am Weitener Kirchberg vorbei ins Tal lenkt. Die Mäander des Weitenbachs zielen, in natura eine Unmöglichkeit, scheinbar direkt auf Streitwiesen.

Dieser Adelssitz, heute als „Jugendburg“ bekannt, war damals teilweise noch eingedeckt; die stattliche Anlage geht auf eine Gründung des 12. Jahrhunderts zurück. Typologisch richtig wiedergegeben erscheint die Weitener Pfarrkirche St. Stephan. Die gotische Staffelhalle, sehr gut erhalten, darf als Wahrzeichen der Region gelten, zumal sie auch eine kostbare Innenausstattung aufweist.

In dieser Doppelansicht, wie man sie nennen könnte, hat Vischer ein ausgeklügeltes, sogar die Komposition anderer Ortsansichten (etwa derjenigen von Spitz/Donau) übertreffendes Konzept verwirklicht. Die sein Schaffen auszeichnende kompositorische Vielfalt erfährt mit diesem Bild einen neuen Höhepunkt.

Georg Matthäus Vischer (1628-1696) wurde in Wenns (Tirol) geboren und wirkte nach einem unsteten Wanderleben als Pfarrgeistlicher sowie „freier“ Kartograf. In dieser Eigenschaft schuf er hauptsächlich Karten einzelner Herrschaften und Länder sowie die bekannten Topografien Niederösterreichs, Oberösterreichs und der Steiermark.

Der in Linz verstorbene Gelehrte ist für uns aufgrund der erwähnten Niederösterreich-Topografie von größter Bedeutung: Nicht nur, dass die nach seinen Zeichnungen angefertigten Kupferstiche in jenem 1672 erschienenen Werk oft die ersten bzw. einzigen Aufnahmen bestimmter Orte oder Bauzustände darstellen, bildet die „Topographia“ als Auftragswerk der Landstände zugleich so etwas wie die Wurzel der an der NÖ Landesbibliothek beheimateten Topografischen Sammlung.

Vorderseite des Postkarten-Vordrucks
Vorderseite des beiliegenden Postkarten-Vordrucks
[NÖ Landesbibliothek AV VIII 185]© Volkspartei Niederösterreich


Bereits ein zeitgeschichtliches Dokument ist ein Bilderdomino, das von der ÖVP-Landesparteileitung Niederösterreich im Vorfeld der Landtagswahl vom 25. März 1979 herausgebracht wurde. In der Schachtel findet sich ein Spielplan mit einer angedeuteten Niederösterreichkarte, um deren Umriss die aus drei Bögen auszuschneidenden 41 Bilderdomino-Plättchen zu legen waren; ein 42. „Domino-Stein“ blieb als überzähliger Gewinnstein übrig und konnte mit der beiliegenden Postkarte eingesandt werden, um am damit verbundenen Preisausschreiben teilzunehmen. Die Spielanleitung befindet sich in der rechten oberen Ecke des Spielplans; auf seiner Rückseite findet sich das Wahlprogramm 1979. Als Bildmotiv dienen Porträts der 35 ÖVP-Kandidat(inn)en; den Rückseiten sind Name, Geburtsdatum und Wohnort samt Viertel der jeweiligen Kandidat(inn)en zu entnehmen. 33 Kandidat(inn)en kommen zweimal vor (das ist mindestens notwendig, um einen dazu passenden Domino-Stein anschließen zu können); zwei Kandidaten, nämlich Andreas Maurer und Siegfried Ludwig, sind jeweils neunmal vertreten, sodass sich 33 x 2 + 2 x 9 = 84 Abbildungen (auf 42 Plättchen) ergeben.  

Folgende Kandidat(inn)en sind vertreten: 

Karl Amon, 11.01.1920, Kollmitzberg, Mostviertel
Alois Anzenberger, 26.03.1923, Anzing, Mostviertel 
Hubert Auer, 23.02.1934, Schwechat, Industrieviertel 
Dr. Otto Bernau, 16.03.1926, Langenlois, Waldviertel 
Matthias Bierbaum, 28.12.1916, Neusiedl an der Zaya, Weinviertel 
Franz Blochberger, 16.10.1942, Krumbach, Industrieviertel 
Kurt Buchinger, 16.09.1935, Horn, Waldviertel
Hans Diettrich, 20.07.1919, Aspang, Industrieviertel
Erich Fidesser, 22.01.1939, Platt, Weinviertel
Franz Greßl, 20.01.1936, Ritzenberg, Mostviertel
Dkfm. Vinzenz Höfinger, 06.11.1928, St. Pölten, Mostviertel
Ing. Hans Kellner, 15.01.1929, Zwentendorf, Mostviertel
Annemarie Kletzl, 09.02.1940, Poysdorf, Weinviertel
Hans Klupper, 27.10.1937, Götzendorf, Industrieviertel
Karl Kurzbauer, 06.04.1934, Melk, Mostviertel
Siegfried Ludwig, 14.02.1926, Perchtoldsdorf
Ferdinand Manndorff, 22.11.1922, Hinterbrühl, Industrieviertel
Andreas Maurer, 07.09.1919, Trautmannsdorf
Dipl.-Ing. Josef Molzer, 17.11.1914, Korneuburg, Weinviertel
Liese Prokop, 27.03.1941, Annaberg, Mostviertel
Franz Rabl, 05.06.1928, Radessen, Waldviertel
Josef Reischer, 30.05.1920, Weißenbach an der Triesting, Industrieviertel
Ferdinand Reiter, 06.02.1926, Zistersdorf, Weinviertel
Dipl.-Ing. Josef Robl, 06.05.1918, Klein-Rötz, Weinviertel;
Lambert Rohrböck, 17.09.1917, Fallbach, Weinviertel
Franz Romeder, 16.10.1938, Schweiggers, Waldviertel
Karl Rozum, 01.01.1937, Neulengbach, Mostviertel
Karl Schneider, 30.01.1918, Bruck an der Leitha, Industrieviertel
Ing. Edgar Schober, 31.10.1926, Purgstall, Mostviertel
Josef Spiess, 10.08.1933, Ternitz, Industrieviertel
Josef Steinböck, 04.12.1927, Frauenhofen, Waldviertel
Mag. Viktor Wallner, 20.12.1922, Baden, Industrieviertel
Karl Wilfing, 14.10.1933, Wetzelsdorf, Weinviertel
Harald Wittig, 14.06.1934, Krems, Waldviertel
Walter Zimper, 29.04.1942, Markt Piesting, Industrieviertel

Weitere Informationen sowie Abbildungen sind dem Katalogisat zu entnehmen. Dieses Spiel bildet gerade wegen seiner Politiker-Porträts eine willkommene Ergänzung zu den rund 5.000 Objekten der Porträtsammlung der Niederösterreichischen Landesbibliothek.

Im Rahmen des NÖ Landesbüchereitages 2021 wurde dem Landtagspräsidenten Karl Wilfing die Ehren-Buchpatenschaft für eines der bedeutendsten Bücher der Niederösterreichischen Landesbibliothek verliehen: das am 20. März 1501 in Schrattenthal gedruckte Buch ist damit das älteste gedruckte Buch aus dem heutigen Niederösterreich (ohne Wien) und fügt sich so als Mosaikstein in das heurige Hundertjahr-Jubiläum Niederösterreichs.  2022 bringt aber auch das 550-Jahr-Jubiläum der Stadterhebung von Schrattenthal 1472. Das alles bildet genug Grund, dieses Buch wieder einmal vor den Vorhang zu holen; dazu kommen aber auch neue Erkenntnisse zu diesem Buch, die auf dessen genauere Betrachtung wegen dieser Jubiläen zurückzuführen sind. 

Unser Exemplar wurde am 25. März 1981 vom Wiener Antiquariat Christian M. Nebehay erworben; das Anbot im Antiquariatskatalog (Katalog Nr. 71. Drucke, Bücher 17.-19. Jahrhundert, Festungs- und Schlachtenpläne des 18. Jahrhunderts. Wien 1981, NÖLB Signatur 53.104 C 43/74, Seite 12-13) lautete:

„7 Michael Franciscus ab Insulis, Quodlibetica decisio perpulchra et devota de septem doloribus christiferae virginis Mariae 

54 Blatt mit Titelholzschnitt (Halbfigur der Jungfrau Maria mit sieben Schwertern) und einem ganzseitigen Holzschnitt auf Blatt 49 v: Maria mit den sieben Schwertern, neben ihr der heilige Bernhard und der heilige Augustinus; innerhalb der Bordüre das Wappen von Martin von Eitzing. Mit einigen einfachen, rot gemalten Initialen, gedruckte Initialen mit gelben Auszeichnungsstrichen.
Brauner, moderner Maroquinband, 4°.
Schrattental, (unbekannter Drucker für Martin von Eitzing), 20. März 1501.

95.000,-

Das erste in Niederösterreich gedruckte Buch und einziger Druck der Schrattentaler Presse.
Langer-Dolch, p. 131; H. W. Lang, Die Buchdrucker des 15. bis 17. Jahrhunderts in Österreich, 1972, p. 40; H. Maschek, Der Schrattentaler Druck vom Jahre 1501, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen, 52, 1935, pp. 388 ff.
Von diesem Druck der Schrattentaler Presse sind bis jetzt nur wenige Exemplare bekannt geworden: Berlin, British Museum, Klosterneuburg, Nationalbibliothek Wien, Spencer Collection der New York Public Library und das Exemplar der Sammlung Langer (= wahrscheinlich unser Exemplar).
Der Verfasser dieses Erbauungsbuches, das "der Förderung der Marienverehrung, insbesonders der Verbreitung der Bruderschaft der Sieben Schmerzen Mariens dienen sollte" (Maschek, p. 390), war der flämische Dominikaner Michael Franciscus de Furno ab Insulis (Lille 1435 - 1502), der seit 1490 als Beichtvater und Erzieher im Dienst Kaiser Maximilians stand. "Das Werk (bereits um 1496 in Antwerpen erstmals gedruckt) enthält außer einer moralisch-aszetischen Besprechung der Sieben Schmerzen Mariens eine Darstellung der Ziele der Bruderschaft und ihre kurze Geschichte; beigefügt ist das liturgische Officium de septem doloribus, das Peter von Manso verfaßt hat" (Maschek, p. 390).
Auftraggeber des Druckes war Martin von Eitzing, Besitzer der Herrschaft Schrattental und ein Neffe des bekannten Ulrich von Eitzing, der als Anführer der Erhebung gegen Friedrich III. im niederösterreichischen Herrenstand eine bedeutende Rolle spielte. "Stephan von Eitzing (ein Bruder des Ulrich) und seine Söhne Martin und Georg errichteten 1476/77 in Schrattental eine Augustiner-Chorherren Niederlassung neben dem Retzer Tor, die von Dürnstein und St. Dorothea in Wien besetzt wurde ... Das Stift kam bald zu ansehnlicher lokaler Bedeutung, die durch starken Wallfahrerzuspruch ihren Ausdruck fand. 1501 gründete Martin von Eitzing eine Bruderschaft zu Ehren der Sieben Schmerzen Mariens. Im selben Jahr ist eine Klosterdruckerei nachzuweisen, die älteste Offizin in Niederösterreich" (Handbuch der historischen Stätten Österreichs, I, 1970, p. 536). Es wird allerdings auch angenommen, daß der Druck von einem wandernden Meister hergestellt wurde, "doch weder die Typenvergleichung noch urkundliche Nachrichten ermöglichen es, seine Person festzustellen" (Maschek, p. 391). Der Titelholzschnitt, dessen Block ausgedruckt erscheint, dürfte bereits vorher auch als Einzeldruck verkauft worden sein, allerdings hat sich kein Exemplar erhalten. Der zweite Holzschnitt, mit dem Wappen des Martin von Eitzing, ist sicherlich für das Buch selbst hergestellt worden.“

Unter der Geschäftszahl III/3b-1/332-1981 fanden sich die glücklicherweise noch erhaltenen Kaufunterlagen (Aktenübersicht, Zahlungsauftrag, Sachverhalt und Genehmigung sowie ein Schreiben an die Firma Nebehay). 

Im Buch finden sich zwei Exlibris sowie die Signatur1865“ des Vorbesitzers. Das vordere Exlibris lautet: „Ex libris A E pro viribus summis contendo“, das hintere „Bibliotheca Broxbourniana J.P.W.E. 17 March 1949 Ex dono A & R. E“. Dem wurde bisher offenbar nicht nachgegangen oder die entsprechenden Bemühungen waren nicht erfolgreich; man muss natürlich einräumen, dass eine entsprechende Recherche mit den heutigen Möglichkeiten des World Wide Web um vieles aussichtsreicher ist. Jedenfalls ermöglichten diese Angaben eine Aufhellung der Besitzgeschichte dieses Buches. Broxbourne ist eine in Hertfordshire circa 27,5 km nördlich von London gelegene Stadt mit rund 15.000 Einwohnern. Nach dieser Stadt benannte Albert Ehrman, 1890-1969, ein dort ansässiger Industriediamantenhändler und Bibliophiler, seine ab den 1920ern entstandene Büchersammlung. Von seinen Eltern Albert Ehrman und Rina Ehrman (geb. Bendit, 1892-1972, aus London-Hampstead) erhielt John Patrick William Ehrman, 1920-2011, ein bekannter Historiker, die Bibliotheca Broxbourniana am 17. März 1949 als Geschenk zu seinem 29. Geburtstag. Er löste diese Sammlung bis 1978 durch Schenkungen an die British Library, Bodleian Library (Oxford) und Cambridge University Library sowie durch Auktionen (vgl. Catalogue of the valuable printed books from the Broxbourne Library illustrating the spread of printing: the property of John Ehrman which will be sold by auction by Sotheby Parke Bernet & Co. 1, Abbeville-Lyons, 14-15.11.1977. 2, Madrid-Zwolle, 08-09.05.1978) auf.

Der Holzschnitt auf Blatt 49 verso im Buch zeigt die beiden Pfarrpatrone von Schrattenthal, Bernhardin von Siena und Augustinus von Hippo, dazwischen die Sieben Schmerzen Mariens und darunter das Wappen des 1512 verstorbenen Martin von Eitzing, eines Neffen des 1460 verstorbenen Ulrich von Eitzing (Eyczing). Er veranlasste 1501 den Druck des bereits 1496 in Antwerpen erschienenen Büchleins in Schrattenthal und hatte zuvor 1495 mit Zustimmung des Bischofs von Passau Christoph Schachner (1447-1500) die vom damaligen Herzog von Burgund und späteren König Philipp I. von Kastilien gegründete Bruderschaft der Sieben Schmerzen Mariae (Mariens) nach Schrattenthal geholt, die bis 1525 bestehen blieb. Das Büchlein, die „Quodlibetica decisio perpulchra et devota de septem doloribus christiferae virginis Mariae“ war von Michel François (auch: Michael Francisci ab Insulis, das ist Lille, 1435-1502) verfasst worden, einem in Templemars bei Lille geborenen Dominikaner, der 1475 zusammen mit Jakob Sprenger die Rosenkranzbruderschaft in Köln gegründet hatte und 1493 zum Fidei quaesitor generalis der 17 Provinzen Belgiens bestellt und zum Bischof in partibus geweiht worden war. Es ist gewiss kein Zufall, dass er von Kaiser Maximilian 1490 mit der Erziehung des bereits erwähnten Erzherzog Philipp des Schönen betraut worden war.

Bleibt noch ein Wort zum oben genannten Wappen der Eitzinger: Ulrich von Eyczing hatte Schrattenthal 1434 erworben und 1435 zu seinem Hauptsitz gemacht; zuvor sind die Eitzinger in Oberösterreich nachweisbar. Wenn auch seitenverkehrt, findet sich unser Wappen seit 1973 als Gemeindewappen der Gemeinde Eitzing im Bezirk Ried im Innkreis wieder. Könnte das nicht den Anlass für eine Gemeindepartnerschaft von Eitzing und Schrattenthal im Jubiläumsjahr bilden, falls eine solche nicht schon besteht?

exlibris, nackte Frau sitzt nach links gewandt auf der Einfassung einer Bibliothek
Bibliothek Ernst Krahl / E. Krahl 08 (Exlibris)
[NÖ Landesbibliothek Ex-252]


Zu den kleineren Sondersammlungen der NÖ Landesbibliothek zählt die Exlibris-Sammlung mit rund 2.700 Objekten. Unter Exlibris oder Bucheignerzeichen versteht man in Bücher eingeklebte Zettel zur Kennzeichnung des Eigentümers; in älteren Büchern finden sich manchmal sogar mehrere Exlibris, die dann eine Rekonstruktion der Besitzgeschichte dieses Buches erlauben. 

Exlibris sind häufig künstlerisch gestaltet und zählen dann zur Kleingrafik. In der Regel ist der Name der Bucheigner als Auftraggeber des Werkes ersichtlich, häufig findet sich zusätzlich auch eine Signatur des Künstlers oder der Künstlerin

Ein Eigenexlibris liegt vor, wenn Bucheigner und Künstler zusammenfallen, wie in unserem Beispiel. Ernst August Krahl, geboren 1858 in Dresden, gestorben 1926 in Wien, war Heraldiker und Hofwappenmaler. Im Jahr 1908 schuf er ein dem Jugendstil verpflichtetes Exlibris für seine Bibliothek, deren Räumlichkeiten als Bildmotiv dienen. 

Im Laufe der Zeit haben sich (aus Büchern herausgelöste) Exlibris zu einem eigenständigen bibliothekarischen Sammelgut entwickelt; das Verhältnis von Buch und Exlibris erinnert dabei an das analoge Verhältnis zwischen Ansichtspostkarte und Briefmarke.  

Warum wir gerade dieses Exlibris ausgewählt haben? Weil es, und das kommt gar nicht so oft vor, eine Bibliothek zeigt.

Stenografie oder Kurzschrift: Marcus Tullius Tiro (103-4 v. Chr.) gilt mit seinen „Tironischen Noten“ als Erfinder der Kurzschrift; ein Beispiel bildet die Handschrift Cod. 82 der Stiftsbibliothek Göttweig aus dem 9. Jahrhundert. 

Basierend auf den Kurzschrift-Systemen von Franz Xaver Gabelsberger (1789-1849) einerseits und Heinrich August Wilhelm Stolze (1798-1867) sowie Ferdinand Schrey (1850-1938) anderseits und unter Rückgriff auf die Ideen von Carl Faulmann (1835-1894) wurde 1924 nach langwierigen Diskussionen die Deutsche Einheitskurzschrift als Kompromisslösung aus der Taufe gehoben.  

Die aktuelle Systemurkunde der Deutschen Einheitskurzschrift „Wiener Urkunde“ wurde als Anlage B der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten betreffend den Unterricht in Kurzschrift (BGBl. Nr. 171/1969) kundgemacht. 

Da die Meinungen über den heutigen Bedarf an Stenografie angesichts der Möglichkeit von Audio- und Videoaufzeichnungen geteilt sind, verwundert es umso mehr, dass Bücher in Kurzschrift erschienen sind: letztlich ist das Stenogramm ja meist ephemerer Natur und bildet nur die Zwischenstufe zum Typoskript oder zur Textdatei. Erklärbar ist das Buch wohl mit dem damaligen Reiz des Neuen und nicht zuletzt mit den Erfordernissen der Didaktik. 

Wie haben dieses Büchlein zum Objekt des Monats ausersehen, um die von vielen vergessene Kunst der Stenografie in Erinnerung zu rufen. Wer seine Kenntnisse auffrischen möchte, kann natürlich die Wiener Urkunde studieren. Nur zum Ausprobieren bietet sich aber auch ein Kurzschrift-Generator wie https://steno.tu-clausthal.de/ an: wie schreibt man beispielsweise den eigenen Namen in Deutscher Einheitskurzschrift?

Ein sensationeller Fund gelang der Restauratorin Gisela Somers-Punz im August 2021 bei der Restaurierung des Rechnungsbuches des Bürgerspitals Freistadt 1559-1562 (NÖLA DivAkten K 06/090/01, siehe https://www.noela.findbuch.net/php/main.php#446976416b74656ex366x1). Im Einband befand sich Makulatur aus Druckbögen von Spielkarten, die zwischenzeitlich aus dem Einband herausgelöst wurde und nach konservatorischer Behandlung nunmehr in Abbildungen vorliegt. Insgesamt handelt es sich um vier bedruckte und zwei unbedruckte Bögen, die in zwei Hälften zerschnitten wurden, von denen je eine für den vorderen und eine für den hinteren Bucheinband Verwendung fand. Die erste  bedruckte Schicht (recto) verhält sich hinsichtlich der erhaltenen und fehlenden Stellen natürlich komplementär zur zweiten bedruckten Schicht (verso), wobei bei der ersten Schicht die beiden Hälften vertauscht waren (linke Hälfte im hinteren und rechte Hälfte im vorderen Buchdeckel). Die dritte bedruckte Schicht (recto) zeigt ein Kartenrückseiten-Muster mit heraldischen Lilien, die in auf der Spitze stehende Quadrate eingeschrieben sind, und war mit der unbedruckten Schicht vier als Zwischenblatt sowie der bedruckten Schicht fünf (verso) verklebt, die somit eine Einheit bilden; die sechste Schicht ist wieder unbedruckt. 

Schicht 1 und 2 (gleicher Druckstock) zeigen die acht Kartenwerte Zwei bis Neun der Farbe Herz in siebenfacher Ausführung, wobei auf jeweils fünf Karten gleichen Wertes zwei Karten eines bestimmten anderen Wertes in gegenläufiger Ausrichtung folgen. Die Struktur sieht wie folgt aus (Schicht 1 von links nach rechts und von unten nach oben, Schicht 2 umgekehrt):

Vier → Vier ¦ Drei ← Drei ← Drei ← Drei ← Drei ¦ ¦ Sechs → Sechs ¦ Acht ← Acht Acht ← Acht ← Acht¦ ¦
Sieben → Sieben ¦ Fünf ← Fünf ← Fünf ← Fünf ← Fünf ¦ ¦ Zwei → Zwei ¦ Neun ← Neun ← Neun ← Neun ← Neun¦ ¦
Neun → Neun ¦ Zwei ← Zwei ← Zwei ← Zwei ← Zwei ¦ ¦ Fünf → Fünf ¦ Sieben ← Sieben ← Sieben ← Sieben ← Sieben¦ ¦ 
Acht → Acht ¦ Sechs ← Sechs ← Sechs ← Sechs ← Sechs ¦ ¦  Drei → Drei ¦ Vier ← Vier ← Vier ← Vier ← Vier 

Auf den Zweiern (Daus-Karten) ist ein Löwe abgebildet, auf den Vierern ein Wappenschild. Wegen des Fehlens von Einsern (Assen) muss man auf Spielkarten mit deutschen Farben schließen (bei denen das Ass schon im Laufe des 15. Jahrhunderts verschwunden ist), wofür auch die hervorgehobene Stellung der Zweier (Daus-Karten) spricht; das Fehlen von Zehnern legt nahe, dass dieselben als „Banner-Karten“ ausgeführt waren und zusammen mit den Figurenkarten König/Ober/Unter gedruckt wurden. Sowohl die Banner-Karten als auch der Umstand, dass das vollständige Paket offenbar 48 Karten umfasste, weisen in das 16. Jahrhundert: heute sind deutsche Spielkarten nur im Umfang von 36, 33, 32, 24 (20) oder 2 x 24 (20) erhältlich; Bannerkarten gibt es heute nur mehr bei den Schweizer Farben

Die charakteristische Ausführung der Karten und die an den Rändern des Druckbogens  ersichtlichen Herstellerhinweise erlauben die Zuordnung zum Kartenmacher Paulus Goldstein (✝ 1563) aus Wels, der in den Jahren 1553-1563 wirkte und mit Ausnahme des 1545-1552 ebenfalls in Wels tätigen Urban Obermair als ältester Kartenmacher im ganzen Erzherzogtum Österreich mit Ausnahme Wiens anzusehen ist. Der Einband stammt somit aus der Entstehungszeit des Rechnungsbuches; dies ist auch für die Datierung der im gleichen Einband befindlichen weiteren Druckbögen von entscheidender Bedeutung. 

Es handelt sich um alle zwölf Figurenkarten eines Trappola-Spieles (samt Rückseiten). Trappola entstand im frühen 16. Jahrhundert in Venedig und hat sich über die Alpen nach Österreich, Böhmen und Schlesien verbreitet; in Wien war es noch im 19. Jarhundert als „Hundertspiel“ oder „Hunderteinsspiel“ populär, wie z.B. Johann Nestroys „Zu ebener Erde und erster Stock“ (21. Auftritt, Lied 5.) zeigt. Spätestens seit dem Zweiten Weltkirieg ist dieses Spiel fast überall ausgestorben. Abgesehen von Tarock, das zumindest 1756 in Wien noch mit italienischen Farben gespielt wurde, ist Trappola das einzige Kartenspiel mit italienischen Farben, das jemals die Alpen überquert hat. Italienische Spielkarten zeigen die Farbzeichen Becher (coppe), Münzen (denari), Schwerter (spade) und Stäbe (bastoni) und die Figuren König (Re), Reiter (Cavallo) und Bube (Fante); ein vollständiges Paket Trappola-Karten umfasst 36 Karten (Ass, König, Reiter, Bube, Zehn, Neun, Acht, Sieben und Zwei in den genannten vier Farben). Auf dem Münzen-Reiter finden sich die Initialen HR [?] eines unbekannten Herstellers; wegen der Fundumstände muss man das Trappola-Spiel aber einem Umfeld in Oberösterreich in der Zeit um 1560 zuschreiben.  

Dies ist das älteste Trappola-Spiel, das jemals in Österreich gefunden wurde bzw. das einzige, das mit Sicherheit aus dem 16. Jahrhundert stammt, was angesichts der Entstehung in Venedig in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts offenbar unglaublich rasch den Weg über die Alpen gefunden hat; der Fund ist somit auch für die gesamte Frühgeschichte dieses Spiels in Mitteleuropa von Bedeutung. 

Literatur:
Alscher, Hans-Joachim, 1961-. Zum Spielkartenfund im Rechnungsbuch des Bürgerspitals Freistadt 1559-1562. In: Talon – Österreichisch-Ungarischer Spielkartenverein, Nº 31 (2022), Seite 94-103. 
Alscher, Hans-Joachim, 1961-. On the discovery of playing cards in the Freistadt Bürgerspital’s account book 1559-1562. In: The playing card, volume 50, no. 4 (Apr. – June 2022), pages 150-158.

Abbildungen (© NÖLA / W. Kunerth):
https://bibliothekskatalog.noel.gv.at/!Inhalte!/Spielkarten/Freistadt/Fig1.jpg

(Schicht 1 mit vertauschen Hälften, Zahlenspielkarten Herz von P. Goldstein) 
https://bibliothekskatalog.noel.gv.at/!Inhalte!/Spielkarten/Freistadt/Fig2.jpg
(Schicht 2, Zahlenspielkarten Herz von P. Goldstein) 
https://bibliothekskatalog.noel.gv.at/!Inhalte!/Spielkarten/Freistadt/Fig6.jpg
(Schicht 3, Kartenrückseiten zu Schicht 5) 
https://bibliothekskatalog.noel.gv.at/!Inhalte!/Spielkarten/Freistadt/Fig7.jpg
(Schicht 5, Trappola-Karten von HR [?])

Urlaubszeit anno dazumal: da hat es zum guten Ton gehört, eine Ansichtskarte an Verwandte und Bekannte zu schicken. Oft ist dieses Poststück „nachgereist“, also erst nach der Urlaubsrückkehr des Absenders beim Empfänger angekommen. Diese Gefahr besteht beim Teilen von Handyfotos und Handyvideos nicht mehr – diese kosten nichts und langen unverzüglich ein. Verloren gegangen ist dabei allerdings die künstlerische Ausgestaltung dieser Nachricht. 

Aus dem reichhaltigen Fundus der NÖ Landesbibliothek haben wir – mehr oder wenig zufällig - die hübsche Ansichtspostkarte „Gruss aus Neunkirchen“ des Wiener Vedutenmalers Erwin Pendl (1875-1945) ausgesucht, die im Jahre 1899 ihren Weg zu einem Fräulein Irene Riedl in Wien XVIII., Karl-Ludwig-Straße 8, angetreten hat. So hat die Straße 1881-1920 geheißen, seither trägt sie den Namen Weimarer Straße

Die Bezirkshauptstadt Neunkirchen bildet zwar einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt, gilt aber nicht gerade als Tourismusmagnet, ganz im Unterschied zum umgebenden Bezirk mit Gemeinden wie Reichenau an der Rax und Semmering. Die vorgestellte Postkarte macht dennoch Lust, Neunkirchen zu besuchen, und das nicht nur wegen der Reize seiner Umgebung. Alte Ansichtspostkarten können also auch heute noch zur Sommerfrische inspirieren.

Hildebrand auf der Quick:

Beschreibung des ritterlichen Wildensteiner Bankets so am 4ten Weinmonaths 1812 auf der blauen Erde in der uralten Ritterburg ob Sebenstein zur Feyer des höchsten Namensfestes unsers allerdurchlauchtigsten Kaisers und Königs von Österreich gehalten worden.
NÖ Landesbibliothek, Topografische Sammlung, Signatur 15.190/1-15

Auf Franz Pichler alias Hildebrand auf der Quick, gestorben 1820, k.k. Tabakverleger zu Wiener Neustadt, gehen diese 14 lavierten Zeichnungen zurück, die die Erinnerung an ein Festbankett am 4. Oktober 1812, dem (katholischen) Festtag von Franz von Assisi und Namenstag von Kaiser Franz I. von Österreich, aufrecht halten. Die Wildensteiner Ritterschaft auf Blauer Erde, 1790 von Anton David Steiger (Hainz am Stein der Wilde) gegründet, residierte auf Burg Seebenstein; ihr prominentestes Mitglied war der Bruder des Kaisers Erzherzog Johann (Hanns von Oesterreich der Thernberger), 1807 bis 1828 Inhaber der Herrschaft Thernberg. Im Jahr 1823 wurde der Ritterbund auf “Wunsch” von Kaiser Franz durch Metternich aufgelöst.

Die Reise mit der Eisenbahn
Gehört zu unsern Strafen,
Die halbe Welt durchflieget man, 
Die halbe wird verschlafen.
 


So reimte Heinrich von Littrow (1820-1895) im Vorwort seines Büchleins “Von Wien nach Triest – Reisebilder in gemüthlichen Reimen”, welches er der Gräfin Anastasia von Wimpffen (1838-1889) widmete. Die 1874 in Wien in L. Rosners Buchhandlung erschienene 3. Auflage wurde von Hubert Luster (1833-1892) in Zengg (Senj) gedruckt. Auf dem Vorsatz unseres Exemplars befindet sich ein Autograf von Heinrich Littrow (Widmung für Anna Thorsch, wohl die Mutter von Alfons Thorsch).

Ein weiteres Büchlein mit dem Titel “Das Verkehrsgebiet der Südbahn in Österreich-Ungarn” und mit Buchschmuck von F(ranz) Kuderna (1882-1943) aus Wien wurde von der K.K. Priv. Südbahngesellschaft herausgegeben und von Christoph Reißer’s Söhne in Wien gedruckt. Die bei dem mit dem Buchtitel verlinkten Digitalisat (der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) angegebene Datierung mit circa 1870 ist deutlich zu früh, weil der Illustrator erst 1882 geboren wurde und der Drucker erst seit 1900 unter diesem Namen firmiert, von der enthaltenen Abbildung des 1882 eröffneten Südbahnhotels einmal ganz abgesehen. Und nicht zuletzt spricht auch der Buchschmuck im Jugendstil gegen diese Datierung.  

Vor kurzem wurde der französischsprachige, ebenfalls von der K.K. Priv. Südbahngesellschaft herausgegebene Reiseführer “La Südbahn et son réseau de communications en Autriche-Hongrie” (datiert auf 1899) in einer Luxusausgabe in rotem Ziegenleder mit Goldprägung und mit Goldschnitt erworben, welcher der “Fahrplan für sämmtliche Linien der K.K. Priv. Südbahn-Gesellschaft” vom 1. Mai 1899 beiliegt, der in unserem Exemplar der entsprechenden deutschsprachigen Ausgabe “Die Südbahn und ihr Verkehrsgebiet in Österreich-Ungarn” fehlte. 

Warum das alles heute interessant ist? Nach 140 Jahren wacht das Südbahnhotel wieder auf. 

Übersichtstafel mit Pilzen
Tafel VIII aus: Karl Schwalb, Das Buch der Pilze. Wien: Pichler, 1891
NÖLB Signatur 134.752 B
Fig. 1. Armillaria mellea Honig-Ringling, Hallimasch (Honiggelber Hallimasch)
Fig. 2. Armillaria luteo-virens Stohgelber Ringling (Schwefelgelber Schuppenritterling, Floccularia luteovirens)
Fig. 3. Armillaria robusta Derber Ringling (Kupferbrauner Halsband-Ritterling, Tricholoma robustum)
Fig. 4ab. Lepiota procera Hoher Schirmling, Parasolpilz (Gemeiner Riesenschirmling, Parasol, Macrolepiota procera)
Fig. 5ab. Lepiota clypeolaria Schild-Schirmling (Wolliggestiefelter Schirmling)
Fig. 6ab. Lepiota excoriata Geschundener Schirmling (Acker-Riesenschirmling, Macrolepiota excoriata)


Herbst ist Schwammerlzeit, bei der derzeit vorherrschenden Witterung sowieso. Da liegt es nahe, einmal ein altes Pilzbestimmungsbuch in die Hand zu nehmen und in Gedanken mit den heutigen farbfoto-gespickten Ausgaben zu vergleichen. Die ausgewählte Bildtafel des Buches aus dem Jahr 1891 zeigt unter anderem den bekannten und geschätzten Parasol.

Dass auch die biologische Systematik nicht stillgestanden ist, erkennt man an der heutigen Zuordnung zur Gattung Macrolepiota (Riesenschirmling) statt Lepiota (Schirmling), die beide zur Familie der Agaricaceae (Champignonverwandten) in der Ordnung der Agaricales (Champignonartigen) der Klasse Agaricomycetes der Abteilung Basidiomycota (Ständerpilze) im Reich der Fungi (Pilze) gehören.

Noch gar nicht so alt ist die Erkenntnis, dass die Pilze nicht zu den Pflanzen zählen, sondern viel näher mit den Vielzelligen Tieren (die auch die Porifera oder Schwämme beinhalten) verwandt sind, die ebenfalls zur Supergruppe der Opisthokonta (Schubgeißler) gehören; zusammen mit der Supergruppe der Amoebozoa bilden sie das Taxon Amorphea innerhalb der Domäne der Eukaryoten, dem das weitere Taxon der Diaphoretickes, zu dem die Pflanzen gehören, gegenübersteht.

Dabei sind die Unterschiede zwischen Pilzen und Pflanzen nicht zu übersehen: Pilze sind wie Tiere heterotroph, Pflanzen hingegen autotroph, Pilze nutzen wie Tiere das Speicher-Polysaccharid Glykogen gegenüber Stärke bei den Pflanzen; zwar besitzen Pilze im Unterschied zu Tieren Zellwände wie die Pflanzen, allerdings mit dem Struktur-Polysaccharid Chitin statt Cellulose als Hauptbestandteil.

Pilze stellen Rekorde auf: Ourasphaira giraldae ist mit einem Alter von fast 1 Milliarde Jahren möglicherweise der älteste Pilz der Erdgeschichte. Als größter lebender Organismus gilt hingegen ein Hallimasch in Oregon, der eine Fläche von 9 km2 bedeckt und auf ein Alter von bis zu 8.500 Jahren geschätzt wird.

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Letzte Änderung dieser Seite: 4.10.2022
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