Welterbe Donaulimes
Band 71 der Broschürenreihe „Denkmalpflege in Niederosterreich“ widmet sich dem UNESCO-Weltkulturerbe Donaulimes. Im Jahr 2021 wurden die entlang der Donau erhaltenen Bauten der einstigen Grenzlinie des Römischen Reiches in Niederösterreich, Bayern, Oberösterreich, Wien und der Slowakei transnationales UNESCO-Welterbe.
In Niederösterreich befindet sich mit Carnuntum, einem ehemaligen Legionslager am Kreuzungspunkt zweier transkontinentaler Handelswege, das wichtigste Zentrum am mittleren Donauabschnitt. Damit verfügt das Bundesland über ein herausragendes Beispiel dieses Überwachungs- und Sicherungssystem, das sich im Verlauf von rund 500 Jahren über insgesamt mehr als 7.500 Kilometer erstreckte und dessen Reste heute vom Atlantischen Ozean entlang von Rhein und Donau bis zum Schwarzen Meer, den Nahen Osten, quer durch Nordafrika bis zur marokkanischen Atlantikküste kulturelles Erbe sind.
Die Broschüre beleuchtet neben Carnuntum zahlreiche andere Aspekte des „UNESCO-Welterbes Donaulimes“. Der Bogen reicht dabei von der Vorgeschichte der Ernennung des Donaulimes zum UNESCO-Welterbe sowie Erläuterungen zu den Aufgaben des Welterbemanagements über eine Übersicht zu den zahlreichen Welterbestätten im insgesamt 357,5 Kilometer langen österreichischen Limesabschnitt bis zu detaillierteren Einblicken in neue Erkenntnisse zu mittelalterlichen Kirchenbauten auf der Grundlage römischer Militäranlagen in der Wachau, in der gleich zwei UNESCO-Welterbestätten aufeinandertreffen, und zur Baugeschichte des Römertores in Traismauer. Entsprechend dem transnationalen Charakter des Welterbes Donaulimes ergänzen diesmal in der Sparte „Blick über die Grenzen“ zwei Artikel zum UNESCO-Weltkulturerbe Donaulimes in Bayern sowie in der Slowakei den Blick auf die heimischen Stätten.