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03.03.2022 | 15:50

Freiwillige Feuerwehren in Niederösterreich blicken auf „Ausnahmejahr 2021“ zurück

LH Mikl-Leitner/LH-Stv. Pernkopf: Dank für große Einsatzbereitschaft

Die per Livestream zugeschaltete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner blickten im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten auf das Einsatzjahr 2021 zurück und sprachen auch über aktuelle Herausforderungen.
Die per Livestream zugeschaltete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner blickten im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten auf das Einsatzjahr 2021 zurück und sprachen auch über aktuelle Herausforderungen.© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Über 75.000 Gesamteinsätze (ein Plus von 11.800), davon 7.969 Brandeinsätze und 53.128 technische Einsätze sowie 9.817 Verkehrsunfälle: Das Jahr 2021 war für die fast 100.000 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich ein sehr einsatzreiches. Die per Livestream zugeschaltete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner blickten heute im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten auf das Einsatzjahr 2021 zurück und sprachen auch über aktuelle Herausforderungen.

„Unsere Welt hat sich verändert“, konstatierte die Landeshauptfrau zu Beginn ihres Statements. Mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine sei „der Krieg nach Europa zurückgekehrt“. Gleichzeitig gebe es aber auch eine große Solidarität mit der Ukraine und dem ukrainischen Volk sowie große Unterstützung vor Ort und für jene, die aus dem eigenen Land flüchten müssen.

„Immense Veränderungen“ habe auch die Pandemie mit sich gebracht, und alles in allem sei das Jahr 2021 damit ein „Ausnahmejahr“ und „Rekordjahr“ gewesen, so Mikl-Leitner: „Die Freiwillige Feuerwehr hatte 2021 so viele Einsätze wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr“. Unwetter, Erdbeben, Tornados und Waldbrände hätten gezeigt, „wie wichtig die Feuerwehr für Niederösterreich und die niederösterreichischen Landsleute ist“ und „wie hoch der Stellenwert der Freiwilligen Feuerwehr innerhalb der Sicherheitsfamilie Niederösterreich ist“, betonte Mikl-Leitner, die ein „großes Danke an alle Feuerwehrmitglieder“ richtete. Die Einsatzbilanz 2021 sei nicht nur ein Beleg dafür, dass die Feuerwehr in Niederösterreich ein wichtiger Faktor sei, sondern „auch international ein verlässlicher Partner ist“, erinnerte die Landeshauptfrau auch an Einsätze in Kroatien, Belgien oder Nord-Mazedonien.

„Wer derartige Leistungen erbringt, muss sich auf sein Team und auf seine Partner verlassen können“, betonte Mikl-Leitner weiters. Es sei daher sehr erfreulich, dass im Vorjahr auch wieder 350 Frauen der Freiwilligen Feuerwehr beigetreten sind: „Mit 99.760 Mitgliedern kratzt die Freiwillige Feuerwehr in Niederösterreich an der Marke von 100.000 Mitgliedern!“

Das Land Niederösterreich verbinde mit der niederösterreichischen Feuerwehr eine enge Partnerschaft, so die Landeshauptfrau: „Der Feuerwehr gehört unsere Wertschätzung und unser Respekt. Genauso wichtig ist aber auch die finanzielle Unterstützung“. 2021 haben die Gesamt-Investitionen von Land, Gemeinden und Feuerwehren rund 33,5 Millionen Euro betragen, davon 9,5 Millionen Euro aus Bedarfszuweisungen. 4,8 Millionen Euro stammen aus der Rückvergütung der Umsatzsteuer bei der Anschaffung von gesetzlich vorgeschriebenen Einsatzfahrzeugen. Bei dieser Rückvergütung der Umsatzsteuer, die es in Niederösterreich seit 2017 gebe, sei man „Vorreiter“, und man habe daher die „klare Forderung an den Bund“, dass für alle Feuerwehren in Österreich eine derartige Sonderinvestprämie eingeführt werden solle. Man stehe diesbezüglich in Gesprächen mit dem Finanzministerium, so Mikl-Leitner.

„Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren brauchen die beste Ausrüstung, um den besten Schutz für die Menschen gewährleisten zu können“, meinte auch LH-Stellvertreter Pernkopf in seiner Stellungnahme. Das „Ausnahmejahr 2021“ sei vor allem auch durch die Auswirkungen des Klimawandels gekennzeichnet gewesen, so habe es etwa bei den Waldbränden eine Verdopplung gegeben. Beim Waldbrand im Raxgebiet seien 9.000 Einsatzkräfte insgesamt 210.000 Stunden im Einsatz gestanden, davon 8.000 Feuerwehrleute mit 190.000 Stunden, bilanzierte er.

Die Einsatzbilanz 2021 „kann sich sehen lassen“, zeigte sich auch Landesfeuerwehrkommandant Fahrafellner überzeugt. „Wir haben hier gemeinsam Leistungen gezeigt, die für ein freiwilliges Feuerwehrwesen einzigartig sind“, bedankte er sich „bei den Feuerwehrmitgliedern in ganz Niederösterreich“. Um die Jugend für die Feuerwehr zu begeistern, habe man den ersten österreichweiten Podcast ins Leben gerufen. 2022 werden in Niederösterreich die Bundesfeuerwehrleistungsbewerbe stattfinden, blickte er darüber hinaus auch in die Zukunft.

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Die per Livestream zugeschaltete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner blickten im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten auf das Einsatzjahr 2021 zurück und sprachen auch über aktuelle Herausforderungen.
Die per Livestream zugeschaltete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner blickten im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten auf das Einsatzjahr 2021 zurück und sprachen auch über aktuelle Herausforderungen.© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die per Livestream zugeschaltete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner blickten im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten auf das Einsatzjahr 2021 zurück und sprachen auch über aktuelle Herausforderungen.

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