12.11.2020 | 15:12

Demenz-Konferenz an der Donau-Universität Krems findet virtuell statt

Experten sprechen vom 16. bis 18. November über Prävention und rechtzeitige Erkennung  

Die zweite Demenz-Konferenz der Donau-Universität Krems findet virtuell und frei zugänglich statt. An drei Tagen wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein umfassendes Programm mit Workshops und Diskussionsrunden bereitgestellt. Ein Ziel ist es, Menschen mit Demenz, Vertretern von Alzheimer-Verbänden, Experten, Angehörige und politische Entscheidungsträger zusammenzubringen, um an sinnvollen Präventionsstrategien zu arbeiten.

Menschen mit Demenz erleben im Rahmen ihrer Krankheit einen Verlust grundlegender menschlicher Fähigkeiten. Angehörige und professionelle Begleiter und Pflegeteams bezeugen diesen Verlust. Dies ist für alle ein sehr belastendes Geschehen, das eine neue Lebensphase für alle Betroffenen einleitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass derzeit etwa 50 Millionen Menschen von Demenz betroffen sind. 2030 werden es bereits über 74 Millionen Betroffene sein. Dringend sind neue Konzepte und kreative Lösungen notwendig.

„Um Betroffene optimal begleiten zu können, ist vor allem eine Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung wichtig. Daher organisieren wir bereits zum zweiten Mal die Demenz-Konferenz. Hier können sich Expertinnen, Betroffene und Angehörige über sinnvolle Präventionsstrategien, Früherkennungs- und Beratungsmodelle sowie die Auswirkungen von COVID-19-Maßnahmen informieren und austauschen“, erklärt Dr. Stefanie R. Auer, Organisatorin der Konferenz und Leiterin des Zentrums für Demenzstudien an der Donau-Universität Krems.

Die virtuelle „Second Krems Dementia Conference“ der Donau-Universität Krems findet von 16. bis 18. November statt und ist nach Anmeldung frei zugänglich. Am ersten Tag widmet sich unter anderem Dr. Myrra Vernooij-Dassen von der Radboud Universität Niederlande dem Thema soziale Gesundheit und Prävention. Dr. Mary Mittelman von der New York Universität berichtet über Angehörigenunterstützung in den USA. Am zweiten Tag befassen sich die internationalen Vortragenden mit dem Thema Integration und Diagnose. Dabei spricht Dr. Wiesje van der Flier, Alzheimer-Zentrum in Amsterdam, wie man Wissen aus diagnostischen Tests in der Praxis umsetzt. Dr. Michael Brainin, Donau-Universität Krems, thematisiert eine gemeinsame Präventionsstrategie bei Schlaganfall und Demenz.

Am letzten Tag beschäftigen sich die Vortragenden mit den Auswirkungen von COVID-19 sowie Bewusstseinsbildung und Zukunftspläne. Unter anderem berichten Iva Holmerová von der Karls-Universität Prag und Präsidentin von Alzheimer Europe sowie Dr. Debby Gerritsen, Radboud Universität Niederlande, über COVID-19-Folgen für Menschen mit Demenz in verschiedenen europäischen Ländern. Parallel zu den Keynotes werden Workshops zur Rolle von künstlicher Intelligenz bei Prävention, Intervention und Pflege von Menschen mit Demenz angeboten. Registrierung und Programm unter https://www.donau-uni.ac.at/dementia-conference.

Nähere Informationen: Department für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin an der Donau-Universität Krems, Dr. Stefanie Auer, Leiterin des Zentrums für Demenzstudien, Telefon +43 (0)2732 893-2802, E-Mail stefanie.auer@donau-uni.ac.at, www.donau-uni.ac.at/demenzstudien

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