Allgemeine Informationen zu Absonderungen und Verkehrsbeschränkungen nach dem Epidemiegesetz


Das Epidemiegesetz 1950 sieht vor, dass zur Verhütung der Weiterverbreitung bestimmter anzeigepflichtiger Krankheiten kranke, krankheitsverdächtige oder ansteckungsverdächtige Personen abgesondert oder im Verkehr mit der Außenwelt beschränkt werden können. Aus diesem Grund werden an COVID-19 erkrankten Personen abgesondert und deren Kontaktpersonen ermittelt.

Eine Absonderung erfolgt in folgenden Fällen:

  • Aufgrund des Vorliegens spezifischer Symptome besteht die Vermutung, dass man sich mit SARS-CoV-2 infiziert hat. Man gilt daher als „Verdachtsfall“. In diesen Fällen wird umgehend ein PCR-Test angeordnet. Fällt dieser Test negativ aus, ist die Absonderung beendet. Ergibt der Test ein positives Ergebnis, wird man abgesondert, bis von keiner Ansteckungsfähigkeit mehr auszugehen ist. 

  • Aufgrund einer Infektion und eines positiven PCR-Tests gilt man als „Erkrankte/Erkrankter“. Die Absonderung dauert in diesen Fällen in der Regel 14 Tage. Unter gewissen Umständen besteht eine Möglichkeit der vorzeitigen Freitestung.

  • Personen, die während des Zeitraums der Ansteckungsfähigkeit intensiveren Kontakt mit einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, gelten als „Hoch-Risiko-Kontaktperson“. In der Regel erfolgt eine Absonderung für 10 Tage. Unter gewissen Umständen besteht eine Möglichkeit der vorzeitigen Freitestung.
  • Ein Spezialfall der „Hoch-Risiko-Kontaktpersonen“ sind „Haushaltsangehörige“. Deren Absonderung dauert 10 Tage und kann nicht vorzeitig beendet werden. 

Durch die Absonderung soll die Verbreitung von SARS-CoV-2 eingedämmt werden. Sie erfolgt schriftlich mittels eines Bescheids, kann jedoch auch kurzfristig mündlich angeordnet werden; es folgt anschließend jedenfalls ein schriftlicher Bescheid. Alle Informationen zur Dauer und zu Verpflichtungen während der Absonderung finden sich in diesem Bescheid der Gesundheitsbehörde. 

Personen, die nur geringen Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, oder die zwar einen engeren Kontakt hatten aber als geimpft oder genesen gelten, werden als „Niedrig-Risiko-Kontaktperson“ eingestuft. Niedrig-Risiko-Kontaktpersonen können im Verkehr mit der Außenwelt beschränkt werden. Nach Ermessen der Gesundheitsbehörde kann eine Verkehrsbeschränkung mittels Bescheid angeordnet werden oder es kann eine bloße Information mit Empfehlungen erfolgen.


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Letzte Änderung dieser Seite: 25.11.2021
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