19.07.2021 | 08:41

2,8 Millionen Euro: Hochwasserschutz in Kirchberg/Pielach ist fertig

LH-Stellvertreter Pernkopf/BM Köstinger: Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität

Von lins nach rechts: Bürgermeister Franz Singer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landtagsabgeordnete Doris Schmidl und Altbürgermeister Anton Gonaus
Von lins nach rechts: Bürgermeister Franz Singer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landtagsabgeordnete Doris Schmidl und Altbürgermeister Anton Gonaus© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Mit der Eröffnung des dritten Bauabschnitts des Hochwasserschutzes für die Marktgemeinde Kirchberg an der Pielach ist nun der gesamte Ortsbereich vor 100-jährlichen Hochwasser geschützt. „In Summe wurden in den letzten Jahren rund 10 Millionen Euro in die Hochwassersicherheit von Kirchberg investiert und so rund 220 Objekte geschützt“, fasst LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf das Großprojekt, welches in drei Abschnitten umgesetzt wurde, zusammen. Die Kosten für den finalen Abschnitt betrugen 2,8 Millionen Euro, wobei jeweils 1,1 Millionen von Bund und Land getragen wurde. Die Gemeinde finanzierte 560.000 Euro.

„Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Gerade hier in Kirchberg kam es immer wieder zu Hochwasser-Tragödien mit Gesamtschäden von rund 2,5 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung des letzten Abschnittes können die Menschen endlich wieder beruhigt schlafen, ohne bei Starkregen um ihr Hab und Gut oder gar Leben zittern zu müssen“, bekräftigt Pernkopf und erinnert sich: „Ich weiß noch gut wie dramatisch damals 2014 die Lage in Kirchberg war. Allein damals entstand ein Sachschaden von 1,3 Millionen Euro, der Schaden für die Menschen vor Ort kann nicht beziffert werden.“

„Mit Fertigstellung des dritten Bauabschnittes des Hochwasserschutzprojektes in der von vielen Hochwasserereignissen stark betroffenen Gemeinde Kirchberg an der Pielach wird das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat alleine für diesen Bauabschnitt 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Einmal mehr zeigt sich, dass Hochwasserschutz multifunktional ist. Er schützt nicht nur den Siedlungs- und Wirtschaftsraum von Kirchberg, sondern es werden auch wesentliche ökologische Verbesserungen erzielt. Auch die Wasserkraft wurde erfolgreich in das Projekt einbezogen, somit eine Win-Win-Win-Situation für alle am Projekt beteiligten Bereiche“, ließ Bundesministerin Elisabeth Köstinger anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten ihr Grüße ausrichten.

Kirchbergs Bürgermeister Franz Singer betonte: „Wir sind glücklich, dass mit der Eröffnung des letzten Abschnitts der Hochwasserschutz in Kirchberg fertiggestellt ist. Ich bin dem Bund und Land für die Unterstützung dankbar!“

Bei diesem Bauabschnitt wurden die bestehenden Ufermauern flussab der Wehranlage aufgehöht und dem Stand der Technik angepasst. Im Zuge des Gesamtprojektes wurden auf rund 1.200 Metern lineare Maßnahmen (Mauern und Dämme) errichtet, die bestehende Wehranlage umgebaut und ein Retentionsraum für 80.000 m³ geschaffen.

Seit dem Jahr 2002 wurden in Niederösterreich über 1,2 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Damit wurden bereits über 300 Gemeinden sicherer gemacht. „Sämtliche Hochwasserschutzprojekte haben sich während der letzten Hochwasserereignisse bestens bewährt und größere Schäden verhindert“, betont Pernkopf. Am weiteren Ausbauplan wird festgehalten, laufend stehen rund 50 Projekte in Umsetzung.

Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742/9005-12704, Mobil: +43 676 812 15283, E-Mail: lhstv.pernkopf@noel.gv.at

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