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11.11.2021 | 12:53

Zehn Jahre Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ

LH Mikl-Leitner/LH-Stv. Pernkopf: Energie und Umweltagentur NÖ ist zentrale Servicestelle für Bürger, Gemeinden und Betriebe

Geschäftsführer Herbert Greisberger (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zogen eine Bilanz über zehn Jahre Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.
Geschäftsführer Herbert Greisberger (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zogen eine Bilanz über zehn Jahre Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Jahr 2011 wurde die Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich (eNu) gegründet. Nun, zehn Jahre danach, zogen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger im Rahmen einer Pressekonferenz im Landhaus eine Bilanz.

„Der Schutz unsere Klimas ist wohl die größte globale und regionale Herausforderung unserer Zeit. Zur gleichen Stunde tagen mehr als 200 Länder und an die 25.000 Personen auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow. Sie versuchen Antworten auf den Klimawandel zu finden. Und für jede und jeden einzelnen ist klar: Es braucht mehr Tempo bei diesen Anstrengungen“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ergänzte: „In Niederösterreich kommen wir dieser Verantwortung nicht erst seit Kurzem nach, sondern seit vielen Jahren und Jahrzehnten.“ Sie führte aus, dass Niederösterreich bereits vor 28 Jahren dem Klimabündnis beigetreten sei und von 573 Gemeinden 427 ebenfalls beim Klimabündnis sind. Im Jahr 2004 wurde das 1. NÖ Klimaprogramm beschlossen und 2007 hat Niederösterreich als erstes Bundesland den Klimaschutz in der Landesverfassung verankert. „Im Jahr 2015 haben wir einen weiteren Meilenstein gesetzt“, sagte die Landeshauptfrau und verwies darauf, dass seit mittlerweile sechs Jahren 100 Prozent des gesamten Strombedarfes mit erneuerbarer Energie abgedeckt werden können. 2019 sei das Ölheizungsverbot im Neubau eingeführt worden und im selben Jahr sei der Beschluss für den Klima- und Energiefahrplan 2030 gefasst worden. „Und 2019 haben wir es geschafft, in Niederösterreich das letzte Kohlekraftwerk in Dürnrohr zu schließen“, sagte sie.

Am Weg in eine saubere Energiezukunft sei es der Landeshauptfrau aber nicht nur wichtig, „selbst klimafitte Maßnahmen zu setzen, sondern die Landsleute mitzunehmen, mit ihnen im Dialog zu sein und Maßnahmen zu erarbeiten. Das machen wir etwa mit unserer Jugendklimakonferenz, die wir bereits drei Mal abgehalten haben“, führte sie aus. Ein weiteres Beispiel für die Einbindung der Landsleute ist laut Mikl-Leitner „das Sonnenkraftwerk Niederösterreich. Das größte Bürgerbeteiligungskraftwerk Europas. Hier haben wir uns vorgenommen, auf über 150 Landesgebäuden PV-Anlagen zu errichten. Die Bürgerinnen und Bürger können davon Anteile zeichnen und erhalten eine Rendite von 1,75 Prozent.“

Mikl-Leitner sei stolz darauf, dass die Energie- und Umweltagentur seit mittlerweile zehn Jahren „die zentrale Servicestelle für Bürgerinnen und Bürger ist und unsere Gemeinden und Betriebe Unterstützung erhalten. Die Energie- und Umweltagentur ist eine unglaublich wichtige Drehscheibe für unsere Klima-Initiativen. In den vergangenen zehn Jahren wurden allein rund 250.000 Energieberatungen durchgeführt und über 4.500 Vor-Ort-Gemeindeberatungen über das Umwelt-Gemeinde-Service abgehalten. Die unterschiedlichen Websites der Energie- und Umweltagentur wurden 3,2 Millionen Mal aufgerufen und im Zuge unseres Projektes ‚Sonnenkraftwerk NÖ‘ wurden bereits über 10.000 PV-Paneele verkauft. Sie sehen, das sind sehr beeindruckende Zahlen, die motivieren und zeigen, dass hier gute Arbeit geleistet wird.“ Es gebe laut der Landeshauptfrau aber auch weiterhin viel zu tun. Sie denke unter anderem an die Umsetzung des Klima- und Energiefahrplanes 2030, wo die Reduktion der Treibhausgase um 36 Prozent vorgesehen ist, die Verzehnfachung der Stromerzeugung durch Photovoltaik und eine Verdopplung der Leistung aus Windkraft erreicht werden soll. Darüber hinaus sollen 10.000 Greenjobs geschaffen werden und die Landesverwaltung bis 2035 klimaneutral sein.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sagte: „Wir in Niederösterreich reden nicht nur, sondern wir packen an. Wir haben die CO2-Emmissionen seit 2005 um 19 Prozent reduziert. Damit sind wir die Nummer eins aller Bundesländer und das bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum von knapp 60 Prozent und einem Bevölkerungswachstum von acht Prozent. Und wir sind Vorreiter bei der Energiewende. Wir wollen fossile Energie und Atomkraft zurückdrängen und die erneuerbaren Energien weiter ausbauen.“ Als Treiber der Energiewende führte Pernkopf unter anderem das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) an. Auch in den Gemeinden, in den Betrieben und mit Hilfe aller Landsleute gehe viel weiter. Pernkopf dazu: „Es gibt bereits 160 ölfreie Gemeinden, das heißt es gibt dort keine Ölheizungen mehr in den Gemeindegebäuden. Wir haben 63 e5-Gemeinden und wir haben 100 Gemeinden, die Sonnenkraft-Bürgerbeteiligungsprojekte umgesetzt haben. Darüber hinaus sind 200 Energiegemeinschaften jetzt schon in Umsetzung.“ Ein wichtiger Partner bei all diesen Projekten sei die Energie- und Umweltagentur NÖ. „Sie steht für zehn Jahre erfolgreiche blau-gelbe Energiewende, zehn Jahre konkreten blau-gelben und ganz konkreten Klimaschutz und zehn Jahre Kooperationen mit verschiedenen Partnern“, so der LH-Stellvertreter. Die Ziele für die nächsten Jahre seien laut ihm der „Ausbau der Photovoltaik, ‚Raus aus Öl‘, die e-Mobilität forcieren und bis 2030 die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED umstellen.“

Geschäftsführer Herbert Greisberger führte aus, dass die Energie- und Umweltagentur „seit zehn Jahren erste Ansprechstelle für alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ist, wenn es um die Themen Energie, Umwelt, Natur, Klima, Kulinarik und Mobilität geht. Wir sind die einzige Agentur in Österreich, die all diese Kompetenzen vereint. Wir sind näher dran, nahe an den Bürgern und Gemeinden.“ Die eNu biete laut dem Geschäftsführer „Lösungen statt Beratung“. Er verwies unter anderem auf die 250.000 Energieberatungen, die Unterstützung für Gemeinden bei der Anschaffung von Elektroautos, das Bürgerbeteiligungsprojekt „Sonnenkraftwerk NÖ oder die vielen Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes und der Klimaanpassung.

Weitere Informationen: Energie- und Umweltagentur NÖ, Simon Slowik, Pressereferent, Mobil +43 676 83 688 569, simon.slowik@enu.at, www.enu.at

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Geschäftsführer Herbert Greisberger (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zogen eine Bilanz über zehn Jahre Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.
Geschäftsführer Herbert Greisberger (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zogen eine Bilanz über zehn Jahre Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Geschäftsführer Herbert Greisberger (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zogen eine Bilanz über zehn Jahre Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

Geschäftsführer Herbert Greisberger (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf
Geschäftsführer Herbert Greisberger (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf © NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Geschäftsführer Herbert Greisberger (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf

Freuen sich über 10 Jahre eNu (von links): Martin Ruhrhofer (Leiter des Bereichs Gemeinden & Regionen), Geschäftsführer Herbert Greisberger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Geschäftsführer Christian Milota.
Freuen sich über 10 Jahre eNu (von links): Martin Ruhrhofer (Leiter des Bereichs Gemeinden & Regionen), Geschäftsführer Herbert Greisberger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Geschäftsführer Christian Milota.© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Freuen sich über 10 Jahre eNu (von links): Martin Ruhrhofer (Leiter des Bereichs Gemeinden & Regionen), Geschäftsführer Herbert Greisberger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Geschäftsführer Christian Milota.

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