28.04.2026 | 10:39

Wasser-Schutz im Raum Petronell – Naturschutz, technische Innovation und vorausschauende Infrastrukturplanung

LH-Stv. Pernkopf: Wasser ist Leben – Deshalb wollen wir es schützen, nützen und für die beste Zukunft sichern

(v.l.n.r.) EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Franz Dinhobl, GF EVN Wasser GmbH.
(v.l.n.r.) EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Franz Dinhobl, GF EVN Wasser GmbH.© NLK KhittlDownload (1.7Mb)

Das Zusammenspiel mehrerer Projekte im Raum Petronell zeigt, wie Naturschutz, technische Innovation und vorausschauende Infrastrukturplanung gemeinsam wirken können – zum Schutz der Umwelt ebenso wie zur verlässlichen Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem Trinkwasser. Ein zentrales Element dabei ist die Revitalisierung der Petroneller Au. Gemeinsam mit dem Nationalpark Donau-Auen und der viadonau möchte die EVN durch gezielte ökologische Maßnahmen die natürliche Dynamik der Au stärken, die Biodiversität erhöhen sowie die Rückhalte und Filterfunktionen des Bodens nachhaltig verbessern. Damit leistet das Projekt nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Natur und Hochwasserschutz, sondern schützt auch die sensiblen Grundwasserressourcen.

„Wasser ist Leben – Deshalb wollen wir es schützen, nützen und für die beste Zukunft sichern. Mit der Revitalisierung der Petroneller Au geben wir der Donau wieder mehr Platz und sichern gleichzeitig Grundwasserreserven, mit der Naturfilteranlage erhöhen wir langfristig die Trinkwasserqualität und mit der neuen Transportleitungen stärken wir die Versorgungssicherheit,“ betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. „Niederösterreich hat Wasser genug, auch wenn wir – wie prognostiziert – mehr verbrauchen werden. Wir werden trotzdem in 30 Jahren noch immer das Doppelte von dem haben, was dem Verbrauch entspricht. Aber nicht in jeder Region und in jeder Gemeinde in der entsprechenden Trinkwasserqualität“, so Pernkopf. „Und deshalb investieren wir in überregionalen Anlagen, die die Versorgung über weite Strecken sicherstellen und gleichzeitig für die nötige Qualität sorgen.“

Die EVN rechnet damit, dass die Behördenverfahren 2027 abgeschlossen und alle Bewilligungen erlangt werden können, sodass 2028 mit den Bauvorhaben gestartet werden kann.

Ergänzt wird die ökologische Aufwertung durch hochmoderne Infrastruktur: Die Naturfilteranlage Petronell ist ein Vorzeigeprojekt der EVN Wasser. Sie sichert die Trinkwasserversorgung in der Region mit bestem Trinkwasser. Moderne Wassertechnik wird dabei bewusst mit natürlichen Systemen verbunden, erklärt EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger: „Sauberes Trinkwasser ist unser wertvollstes Gut. In Petronell verbinden wir modernste Technik mit den Kräften der Natur, um diese Qualität langfristig und für kommende Generationen abzusichern“.

Für zusätzliche Versorgungssicherheit soll die geplante Verbindungsleitung zwischen Industrieviertel und Marchfeld sorgen. Sie vernetzt künftig die Wassertransportleitungen nördlich und südlich der Donau im Osten Wiens und schafft damit erstmals eine hydraulische Verbindung zwischen diesen beiden Versorgungsräumen. Durch den Ausgleich unterschiedlicher Wasserressourcen können Engpässe vermieden und die Versorgung im Industrie- und Weinviertel nachhaltig abgesichert werden. Die rund 24 Kilometer lange Transportleitung mit einer Donauquerung sowie einer neuen Drucksteigerungsanlage ermöglicht es, Wasser flexibel in beide Richtungen zu fördern. Das Investitionsvolumen beträgt rund 15 Millionen Euro, die Inbetriebnahme ist für das Geschäftsjahr 2029/30 geplant.

„Die Vernetzung unserer Wasserversorgungsanlagen ist ein entscheidender Schritt, um Niederösterreich noch widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Petronell wird damit zu einem zentralen Knotenpunkt einer modernen, sicheren Trinkwasserversorgung“, so Stallinger weiter.

Für weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf, T: +43 2742 9005 – 12704, M: +43 676 812 15283, E: lhstv.pernkopf@noel.gv.at

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