12.05.2021 | 12:55

Startschuss für neue Bibliotheken-Strategie in Niederösterreich

LR Schleritzko: Wollen dem „Betriebssystem Bibliothek“ ein Update verpassen

Bibliothekarin Ulrike Holy-Padevit (Stadtbücherei Mediathek Retz), Landesrat Ludwig Schleritzko und Treffpunkt-Bibliothek-Geschäftsführerin Ursula Liebmann (v.l.n.r.) informierten über die neue Bibliotheken Strategie für Niederösterreich.
Bibliothekarin Ulrike Holy-Padevit (Stadtbücherei Mediathek Retz), Landesrat Ludwig Schleritzko und Treffpunkt-Bibliothek-Geschäftsführerin Ursula Liebmann (v.l.n.r.) informierten über die neue Bibliotheken Strategie für Niederösterreich. © NLK Filzwieser Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Über die neue Bibliotheken-Strategie für Niederösterreich informierte Landesrat Ludwig Schleritzko am heutigen Mittwoch gemeinsam mit Treffpunkt-Bibliothek-Geschäftsführerin Ursula Liebmann sowie Bibliothekarin Ulrike Holy-Padevit (Stadtbücherei Mediathek Retz) in den Räumlichkeiten der Landesbibliothek St. Pölten. Dabei wurde ein Grundlagenpapier mit Ergebnissen einer ersten Studie präsentiert, um die Bibliothekslandschaft für die Aufgaben der Zukunft fit zu machen.

„Seit fast 4.000 Jahre gibt es Bibliotheken“, sagte Schleritzko. „In den letzten Jahren hat sich das Bild dieser Institutionen aber rasant verändert. Unsere Bibliotheken im Land gehören heute zu den zentralen Einrichtungen in den Gemeinden und Pfarren und bieten Bürgerinnen und Bürgern einen ‚überdachten Dorfplatz‘. Mit dem heute startenden Strategieprozess wollen wir die Bibliotheken und Büchereien zwar nicht gänzlich neu erfinden, aber dem ‚Betriebssystem Bibliothek‘ ein Update verpassen“, hielt er fest.

Die niederösterreichischen Bibliotheken begeisterten im Jahr 2020 rund 92.000 Leserinnen und Leser und verzeichneten unglaubliche 2.262.553 Entlehnungen. „Wir wollen durch die Bibliotheken im Land die Begeisterung fürs Lesen wecken und Medienkompetenz fördern. Die wichtigsten Partner sind dabei unsere Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie die Gemeinden, Pfarren und Vereine als Träger der Bibliotheken“, hob der Landesrat hervor. Niederösterreich mache sich auf, bis ins Frühjahr 2022 das Update für die Bibliotheken gemeinsam mit allen Beteiligten zu erarbeiten, hielt Schleritzko im Blick auf die rund 260 Bibliotheken und Büchereien in Niederösterreich fest. Auch mögliche Maßnahmen würden in der Grundlagenstudie geliefert. „Online-Angebote bieten sich an, um möglichst viele Nutzerinnen und Nutzer zu erreichen beziehungsweise zu gewinnen. Die Online-Bibliothek noe-book.at ist ein großer Erfolg und hier gibt es einen starken Zuwachs. Auch das Click & Collect-Service wird bereits in vielen Büchereien angeboten und wird auch nach der Pandemiezeit aufgrund der großen Nachfrage erhalten bleiben,“, so Schleritzko.

Basis für diesen Prozess ist ein Grundlagenpapier mit ersten Studienergebnissen. Ursula Liebmann, Geschäftsführerin der Servicestelle für NÖ Bibliotheken, betonte: „Die Ansprüche an die Büchereien im Land sind äußerst vielfältig. Die Bibliothek soll ein Rückzugsort der Stille, aber gleichzeitig Treffpunkt für den Austausch sein. Bücher sollen im Fokus stehen, aber digitale Chancen erlebbar werden. Und auch wenn man sich moderne Elemente wünscht, will man den traditionellen Charme der Bibliothek nicht verlieren. Der Widerspruch zwischen laut und leise, analog und digital sowie traditionell und modern will bewältigt und gelebt werden. Genau daran arbeiten wir jetzt weiter.“

Die Retzer Bibliothekarin Ulrike Holy-Padevit sieht die Erarbeitung der neuen Strategie äußerst positiv: „Die niederösterreichischen Bibliotheken müssen gestärkt und aufgewertet werden, um ihre jetzige und zukünftige Leserschaft begeistern zu können. Deshalb freut es mich umso mehr, mit dem Land einen starken Partner zur Seite zu haben.“ Die Bibliotheken hätten sich zu Medienkompetenzzentren und zu Kommunikations- und Informationsräumen weiterentwickelt, „die das ganze Jahr über mit vielfältigen Angeboten für Jung und Alt punkten“, so Holy-Padevit, die auch betonte: „Die bibliothekarische Arbeit leistet während der Pandemie einen Beitrag zur mentalen Gesundheit der Bevölkerung.“

Weitere Informationen: Treffpunkt Bibliothek – Service des Landes NÖ für Bibliotheken, Mag. Kerstin Mayer, Telefon 02742/9005-17993 oder kerstin.mayer@treffpunkt-bibliothek.at, www.treffpunkt-bibliothek.at/presse

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