31.03.2022 | 12:25

Start zum VCÖ-Mobilitätspreis NÖ 2022

LR Schleritzko: Mobilität ist Grundlage für unser Zusammenleben und eine der großen Zukunftsfragen, die es zu beantworten gilt

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko gab am heutigen Donnerstag in St. Pölten gemeinsam mit Christian Gratzer vom VCÖ und Franz Hammerschmid von der ÖBB-Infrastruktur AG bei einer Pressekonferenz den Startschuss zum VCÖ-Mobilitätspreis NÖ 2022. Unter dem Motto „Verkehrswende umsetzen“ werden Projekte und Konzepte gesucht, die schon heute zeigen, wie die Mobilität in Zukunft aussehen kann. Aufgerufen zur Teilnahme sind Unternehmen, Tourismusregionen, Gemeinden und Städte, Schulen und Universitäten, Initiativen und Einzelpersonen, die mit Ideen und Lösungen an der Mobilität der Zukunft in Niederösterreich arbeiten, um sie klimafreundlicher, besser und auch bequemer zu gestalten.

„Mobilität ist die Grundlage für unser Zusammenleben und eine der großen Zukunftsfragen unserer Generation“, sagte Schleritzko, der auch betonte: „Mit der Beantwortung dieser Frage beschäftigen wir uns in Niederösterreich nicht erst seit heute, sondern haben in den letzten Jahren bereits vieles erreicht. Mit dem VCÖ-Mobilitätspreis wollen wir Jahr für Jahr zeigen, dass die Mobilitätswende in Niederösterreich einen großen Stellenwert einnimmt – die Ideen und Projekte sind dabei nicht nur Leuchttürme im Land, sondern auch Beispielgeber für viele andere Projekte, die seitens des Landes in Zukunft umgesetzt werden können.“ Niederösterreich wolle den Menschen gute Alternativen bieten, um ihre täglichen Wege statt mit dem Auto, mit den Öffis oder mittels aktiver Mobilität zurückzulegen. „Dabei setzen wir auf einen Mobilitätsmix, also dem Verbinden von verschiedenen Verkehrsmitteln. Mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß zum Bahnhof und von dort aus bequem und kostengünstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz ist bereits jetzt gelebte Realität – das wollen wir weiter forcieren“, so der Landesrat. „Wir haben es geschafft, auf allen Strecken in ganz Niederösterreich einen täglichen Stundentakt einzurichten. In der Hauptverkehrszeit gibt es bereits auf vielen Strecken mindestens einen Halbstundentakt. Im Nahverkehr um Wien, dort, wo wir die meisten Pendlerinnen und Pendler vorfinden, können wir bereits mindestens einen 15 Minuten-Takt anbieten.“

Betriebliches Mobilitätsmanagement, eine fußgänger- und radfahrfreundliche Verkehrsplanung von Gemeinden und Städten, die Stärkung von Ortskernen und Nahversorgung, die Umstellung des Fuhrparks auf emissionsfreie Antriebe, Sharing-Angebote, ein verbessertes öffentliches Verkehrsangebot oder Apps, die Fahrgemeinschaften erleichtern, sind nur einige Beispiele, die heuer beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht werden können. „Die Verkehrswende hat viele Akteurinnen und Akteure. Gemeinsam und durch den Beitrag vieler können wir die Klimaziele erreichen“, betonte VCÖ-Sprecher Gratzer. Die Einreichfrist ist dabei der 1. Juni. Die Einreichungen werden von einer Fachjury bewertet. Im September werden die am besten bewerteten Projekte ausgezeichnet.

13 Prozent von Niederösterreichs Haushalten sind autofrei, 42 Prozent besitzen zwei oder mehr Pkw, 45 Prozent ein Auto. 79 Prozent der Haushalte besitzen zumindest ein Fahrrad. „Wer vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen kann, kann sich mit dem Klimaticket je nach Strecke de facto ein 15. Monatsgehalt verdienen“, verdeutlichte Gratzer. Wer auf der Strecke Amstetten–St. Pölten mit dem öffentlichen Verkehr statt mit dem Auto pendelt, zahlt mit dem Klimaticket Region nur 550 Euro pro Jahr, um rund 3.300 Euro weniger als die Spritkosten betragen. Mit spritsparendem Fahrstil können auf dieser Strecke fast 600 Euro an jährlichen Spritkosten eingespart werden, mit einem Homeoffice-Tag pro Woche fast 800 Euro und mit einer Fahrgemeinschaft zu zweit rund 1.800 Euro, rechnete Gratzer vor.

„Als ÖBB sind wir eines der größten Klimaschutzunternehmen in Österreich. Gemeinsam mit unseren Partnern, dem Land Niederösterreich und dem VCÖ, ist es unser Ziel, für eine nachhaltige Mobilitätswende zu sorgen. Deshalb unterstützen wir auch heuer wieder gerne den VCÖ-Mobilitätspreis, der innovative Projekte in diesem Bereich vor den Vorhang holt“, so Franz Hammerschmid von der ÖBB-Infrastruktur AG.

Nähere Informationen beim VCÖ unter 01/8932697, E-Mail vcoe@vcoe.at und https://mobilitaetsprojekte.vcoe.at/einreichung, bzw. Büro LR Schleritzko, Jan Teubl, BSc., Telefon 02742/9005-12345, E-Mail jan.teubl@noel.gv.at.

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