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02.03.2026 | 13:30

Starke Frauen und Starke Männer – Erfolgsfaktor für NÖ Wirtschaft

LH Mikl-Leitner: „Das Wichtigste ist, Frauen sichtbar zu machen“

„Wenn wir Wohlstand erhalten wollen, können wir nicht auf die Hälfte der Bevölkerung, auf die Frauen, verzichten“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der heutigen Podiumsdiskussion zum Thema „Starke Frauen und starke Männer“.
„Wenn wir Wohlstand erhalten wollen, können wir nicht auf die Hälfte der Bevölkerung, auf die Frauen, verzichten“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der heutigen Podiumsdiskussion zum Thema „Starke Frauen und starke Männer“.© NLK PfefferDownload (1.2Mb)

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages am kommenden Sonntag, 8. März, lud Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner heute, Montag, gemeinsam mit dem Präsidenten der NÖ Wirtschaftskammer, Wolfgang Ecker, zur Podiumsdiskussion „Starke Männer und starke Frauen“ ins Congress Center Baden.

„Das Wichtigste ist, Frauen sichtbar zu machen“, so die Landeshauptfrau eingangs. Sie führte aus: „Heute tragen Frauen Verantwortung in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, aber wir wissen, dass es noch sehr viel zu tun gibt.“ Sie nannte hier strukturelle Herausforderungen, wie etwa Unterschiede im Einkommensbereich zwischen Frauen und Männern, den Umstand, dass die Arbeit zu Hause nach wie vor vorwiegend von Frauen getragen werde, oder auch, dass Frauen in Spitzenpositionen noch sehr rar seien. Mikl-Leitner sprach an dieser Stelle über das Thema Gleichstellung, das jedoch nicht nur Frauen angehe, sondern ein Thema der Fairness und Gerechtigkeit sei und vor allem eine wirtschaftliche Notwendigkeit für den Standort Niederösterreich: „Wenn wir Wohlstand erhalten wollen, dürfen wir nicht auf die Hälfte der Bevölkerung verzichten.“

Deshalb gehe das Land Niederösterreich beim Thema Frauenförderung mit bestem Beispiel voran, sagte Mikl-Leitner. „Wir haben die erste Landesamtsdirektor-Stellvertreterin und die erste Baudirektorin in der Geschichte Niederösterreichs, wir haben die meisten Bürgermeisterinnen und auch als einziges Bundesland in ganz Österreich ein Gesetz verabschiedet, das es unseren Bürgermeisterinnen erlaubt, in Karenz zu gehen.“ Seit ihrem Amtsantritt gebe es rund 60 Prozent mehr Frauen im NÖ Landesdienst und man treibe auch das Thema Kinderbetreuung in enger Allianz mit den Gemeinden voran – dies sei wesentlich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie – „und zwar für Frauen wie auch für Männer“, so die Landeshauptfrau. Man setze zudem verstärkt auf Mentoring-Programme, „mit denen wir Frauen motivieren wollen, Ja zur Verantwortung zu sagen“, aber auch auf Netzwerktreffen gemeinsam mit Männern, denn klar sei: „Wenn es um Frauenförderung und Gleichberechtigung geht, können wir auf die Unterstützung der Männer nicht verzichten.“

Mikl-Leitner sprach überdies über das Gründerland Niederösterreich, „wo fast die Hälfte aller Unternehmen von Frauen gegründet wird und zwei Drittel aller Gründerinnen nach fünf Jahren noch immer erfolgreich im Geschäft sind.“ Sie unterstrich: „Ich bin stolz auf die Vielfalt an Frauen in allen Branchen, trotzdem gibt es noch Luft nach oben.“ Vor 50 Jahren habe es doppelt so viele männliche Maturanten und dreimal so viele männliche Absolventen an Universitäten gegeben wie heute. „Heute sind in beiden Bereichen die Frauen in der Mehrzahl, trotzdem geht es gerade in Führungspositionen nur langsam voran.“ Laut aktuellem Mixed Leadership Parameter liege der Frauenanteil in Vorständen bei 12,5 Prozent, 58 Prozent der Unternehmen hätten keine einzige Frau im Vorstand. „Den Unternehmen ist allerdings bewusst, dass sie mehr auf das starke Potenzial der Frauen setzen müssen.“

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker ortete in Niederösterreich bereits „eine gute Mischung aus Frauen und Männern“, die sich auch in der Vielfalt an Unternehmen abbilde. „In Niederösterreich finden wir alles, von Einpersonenunternehmen über Klein- und Mittelbetriebe bis hin zu großen Industrieunternehmen, und zwar in allen Branchen und allen Teilen des Landes.“ Er sprach zudem über die Marke „Gründerland Niederösterreich“, die die Wirtschaftskammer gemeinsam mit dem Land NÖ ins Leben gerufen habe, „um Gründerinnen dort abzuholen und zu unterstützen, wo sie Hilfe benötigen.“ Ein Erfolg, so der Präsident: „Niederösterreich hat die höchste Gründeranzahl österreichweit und 50 Prozent aller Unternehmen werden bei uns von Frauen gegründet.“

„Talente nicht zu fördern ist eine wirtschaftliche Verschwendung, sowohl bei Frauen als auch bei Männern“, unterstrich Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. „Frauenförderung ist ein Must-have“, sagte sie, denn: „Unsere Frauen sind heute top-ausgebildet und wir dürfen nicht auf dieses weibliche Potenzial verzichten.“ Es liege auch in der Verantwortung der Politik, künftig noch mehr Frauen in Führungspositionen zu ermöglichen.

Hans Ebner, Präsident des Roten Kreuzes sagte: „Schon vor einem Jahr waren 47 Prozent unserer Basismitarbeiterinnen weiblich, doch je höher man in der Vereinsstruktur schaute, desto geringer wurde der Frauenanteil. Hier haben wir mit dem Mentoring-Programm ,Die Rotkreuzlerin´ einen wichtigen Schritt getan.“

Karin Meier-Martetschläger, Pfandleihanstalt Martetschläger und Bildungsbotschafterin Rotes Kreuzes, sagte: „Egal, ob Männer oder Frauen – es sollen immer die besten Köpfe in Führungspositionen kommen.“ Zudem müsse man endlich auch in den Aufsichtsräten lernen, gut ausgebildete Frauen zu erkennen, „denn es sind die Aufsichtsräte, die die Vorstände bestimmen.“

Alexandra Wittmann, Vorstandsmitglied der EVN, sprach von einem Strukturwandel, den es in Unternehmen brauche. „Dafür müssen Frauen und Männer gemeinsam Führung und Verantwortung neu denken.“ Sie sagte zudem, die nächste Generation fordere mehr Diversität in Unternehmen: „Sie wächst bereits viel nachhaltiger, digitaler und egalitärer auf und erwartet eine Unterschiedlichkeit in Führungsteams, will gemeinsam resilient sein und will Verschiedenartigkeit.“

Martin Resel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CCO Enterprise von A1, führte diverse Frauenförderungsmaßnahmen im A1 Konzern aus, so sprach er beispielsweise vom „Shared-Leadership“. Er erklärte auch: „Auf 6.000 Mitarbeitende in unserem Konzern kommen 300 Führungskräfte, hundert davon weiblich. In der Vorstands- und Bereichsleitungsebene sind wir mit 50:50 gut aufgestellt, im technischen Bereich fehlen Frauen.“ Dazu habe man bei A1 bereits Projekte mit Schulen gestartet, um Mädchen schon früh für MINT-Berufe zu begeistern.

Zu Wort kam auch die Bürgermeisterin von Baden, Carmen Jeitler-Cincelli, die meinte, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, brauche es auch die Unterstützung der Männer. Zudem appellierte sie: „Wir müssen unsere jungen Mädchen motivieren, groß zu träumen und müssen sie unterstützen, damit sie diese Träume auch verwirklichen können.“

An der Podiumsdiskussion nahmen weiters die Unternehmerinnen Kristina Hentschel, Unternehmerin Healthcare/Gründerin HC Busineswomen’s Association Austria, Corinna Hintenberger, Next Generation Award Gewinnerin, und Katharina Schönbauer-Manak, Gewinnerin des „Haute Couture Award 2025“, teil. Sie sprachen von der wichtigen Unterstützung der Gründeragentur des Landes NÖ, riz up, und erklärten, wie entscheidend Netzwerke und gegenseitige Unterstützung für Frauen in der Wirtschaft seien. Alle drei betonten zudem: „Wir müssen nicht nur fleißig und gut, sondern vor allem sichtbar sein.“

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(v.l.n.r.) Carmen Jeitler-Cincelli, Bürgermeisterin Baden, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.
(v.l.n.r.) Carmen Jeitler-Cincelli, Bürgermeisterin Baden, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.© NLK PfefferDownload (1.8Mb)

(v.l.n.r.) Carmen Jeitler-Cincelli, Bürgermeisterin Baden, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

(v.l.n.r.) Martin Resel, Stv. Vorstandsvorsitzender & CCO Enterprise A1, Alexandra Wittmann, Vorstandsmitglied EVN, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, -              Karin Meier-Martetschläger, Pfandleihanstalt Martetschläger, und der Präsident des NÖ Roten Kreuzes, Hans Ebner.
(v.l.n.r.) Martin Resel, Stv. Vorstandsvorsitzender & CCO Enterprise A1, Alexandra Wittmann, Vorstandsmitglied EVN, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, - Karin Meier-Martetschläger, Pfandleihanstalt Martetschläger, und der Präsident des NÖ Roten Kreuzes, Hans Ebner.© NLK PfefferDownload (1.6Mb)

(v.l.n.r.) Martin Resel, Stv. Vorstandsvorsitzender & CCO Enterprise A1, Alexandra Wittmann, Vorstandsmitglied EVN, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, - Karin Meier-Martetschläger, Pfandleihanstalt Martetschläger, und der Präsident des NÖ Roten Kreuzes, Hans Ebner.

(v.l.n.r.) Kristina Hentschel, Unternehmerin Healthcare/Gründerin HC Busineswomen’s Association Austria, Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Katharina Schönbauer-Manak, Gewinnerin „Haute Couture Award 2025“, und Corinna Hintenberger, Next Generation Award Gewinnerin.
(v.l.n.r.) Kristina Hentschel, Unternehmerin Healthcare/Gründerin HC Busineswomen’s Association Austria, Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Katharina Schönbauer-Manak, Gewinnerin „Haute Couture Award 2025“, und Corinna Hintenberger, Next Generation Award Gewinnerin.© NLK PfefferDownload (1.6Mb)

(v.l.n.r.) Kristina Hentschel, Unternehmerin Healthcare/Gründerin HC Busineswomen’s Association Austria, Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Katharina Schönbauer-Manak, Gewinnerin „Haute Couture Award 2025“, und Corinna Hintenberger, Next Generation Award Gewinnerin.

(v.l.n.r.) Kristina Hentschel, Unternehmerin Healthcare/Gründerin HC Busineswomen’s Association Austria, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Katharina Schönbauer-Manak, Gewinnerin „Haute Couture Award 2025“, Corinna Hintenberger, Next Generation Award Gewinnerin, und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.
(v.l.n.r.) Kristina Hentschel, Unternehmerin Healthcare/Gründerin HC Busineswomen’s Association Austria, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Katharina Schönbauer-Manak, Gewinnerin „Haute Couture Award 2025“, Corinna Hintenberger, Next Generation Award Gewinnerin, und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.© NLK PfefferDownload (1.4Mb)

(v.l.n.r.) Kristina Hentschel, Unternehmerin Healthcare/Gründerin HC Busineswomen’s Association Austria, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Katharina Schönbauer-Manak, Gewinnerin „Haute Couture Award 2025“, Corinna Hintenberger, Next Generation Award Gewinnerin, und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.

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