22.04.2026 | 09:18

Niederösterreich erhöht mit sieben neuen Biomasse-Werken die Energieunabhängigkeit

LH-Stv. Pernkopf: Wir heizen lieber mit heimischer Energie als mit teuren Importen aus Krisengebieten

LH-Stv. Stephan Pernkopf
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LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gibt ein Energie-Paket mit sieben neuen Biomasse-Nahwärmeprojekten bekannt, das von der NÖ Landesregierung nun einstimmig beschlossen wurde: „Wir heizen lieber mit heimischer Energie als mit teuren Importen aus Krisengebieten, von denen man heute gar nicht weiß, ob sie morgen überhaupt in Europa ankommen. Das macht uns unabhängiger von Russland und dem arabischen Raum und stärkt unsere heimische Wirtschaft. Liebe zum Land heißt, in heimische erneuerbare Energie zu investieren: Die sieben neuen Biomasse-Nahwärmeprojekte in Gänserndorf, Karlstetten, Melk, Schwarzau am Steinfeld, Traisen, Petzenkirchen und Waldenstein bedeuten Investitionen von rund 17,7 Millionen Euro in unsere Heimat.“

Das Nahwärmeheizwerk in Waldenstein (Bezirk Gmünd) wird von der Gemeinde errichtet und betrieben. Bürgermeister Christian Dogl dazu: „Regionalwärme, das ist Energie im Dialog mit der Natur! Damit versorgen wir sämtliche öffentliche Gebäude und etliche private Haushalte und Liegenschaften. Geheizt wird umweltfreundlich und nachhaltig mit Hackschnitzeln, die von Landwirten und Waldbesitzern aus der Gemeinde bezogen werden. Ich bin mir sicher, dass wir damit uns und den nächsten Generationen einen guten Dienst erweisen.“

Die weiteren Anlagen werden von Wärmeversorgungsunternehmen wie EVN Wärme GmbH (Gänserndorf), Bioenergie Köflach GmbH (Traisen und Melk), HSH Bioenergie GmbH (Karlstetten), Bioenergie Bucklige Welt GmbH (Schwarzau am Steinfeld), n.nahwaerme.at Energiecontracting GmbH (Petzenkirchen) errichtet und betrieben. „Schon im Arbeitsübereinkommen haben ÖVP und FPÖ den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energie vereinbart, um die Versorgungssicherheit in Niederösterreich zu stärken. Bereits rund 45 Prozent aller Haushalte in Niederösterreich heizen mittlerweile mit Holz oder Biomasse-Nahwärme - das macht unabhängiger von Öl- und Gasimporten und stärkt gleichzeitig die Forstwirtschaft und damit die Wertschöpfung im ländlichen Raum. In Summe beträgt die Wertschöpfung der bisherigen 873 Biomasse-Anlagen allein durch den Betrieb rund 120 Millionen Euro jährlich“, betont Pernkopf. 23 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher heizen aktuell mit Gas, 20 Prozent mit Wärmepumpe und acht Prozent mit Öl, wobei sich die Ölkessel in den letzten fünf Jahren von 100.000 auf nunmehr 50.000 halbierten.

In den sieben neuen Projekten werden rund 95 Kilometer Leitungen verlegt und fast 300 neue Abnehmer mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. Mehr als 122 MWh erneuerbare Wärme werden damit aus regionaler Biomasse bereitgestellt und dafür 38.000 Schüttraummeter Holz eingesetzt. Die Projekte erhalten Fördermittel von der Europäischen Union im Gesamtwert von 2,3 Millionen Euro. Das Land Niederösterreich und das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft unterstützen die Projekte zusätzlich mit 3,05 Mio. Euro.

Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742 9005 – 12704, Mobiltelefon +43 676 812 15283, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at

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