17.02.2022 | 13:10

Medizintechnik, Luftfahrt, Robotik und Digitalisierung: die Sieger des Innovation Award 2021/2022

Danninger, Schneeberger: Projekte stellen Menschen und Umwelt in den Fokus

Bürgermeister Klaus Schneeberger, Rechtsanwältin Katharina Bisset sowie Wirtschafts- und Technologielandesrat Jochen Danninger (v.l.n.r.)
Bürgermeister Klaus Schneeberger, Rechtsanwältin Katharina Bisset sowie Wirtschafts- und Technologielandesrat Jochen Danninger (v.l.n.r.) © NLK BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Bereits zum fünften Mal wurde am Technopol Wiener Neustadt in Kooperation von ecoplus, accent und tecnet equity der Innovation Award vergeben. „Hier werden kreative Köpfe angesprochen, um technologiebasierte Entwicklungen umzusetzen. Daraus sollen innovative Produkte und Start-Ups entstehen“, sagte Wirtschafts- und Technologielandesrat Jochen Danninger. „Viele erfolgreiche Hightech-Unternehmen beginnen als Start-Up, oftmals aus dem wissenschaftlichen Bereich heraus. Start-Ups sind wichtige Arbeitgeber der Zukunft und haben eine bedeutende Rolle als Wirtschaftsmotor der Region. Genau hier setzen wir mit dem Innovation Award an und sprechen innovative Köpfe aus der HTL, der Fachhochschule, dem Forschungszentrum sowie regionalen Hightech-Unternehmen an“, so Danninger.

„Wiener Neustadt ist als Forschungs-, Bildungs-, Wirtschafts- und Gründungs-Hot-Spot national und international bereits herausragend. Um diese Position weiter zu stärken, brauchen wir innovative Menschen, die wissenschaftliches Know-how und Marktumsetzung vereinen können. Die Gewinner des Innovation Award zeigen, was alles in diesem Bereich möglich ist“, meinte Bürgermeister Klaus Schneeberger. „Nicht nur die Siegerprojekte, sondern alle elf eingereichten Projekte beweisen, dass in Wiener Neustadt Forschung für Mensch und Umwelt gemacht wird. Die kreativen Köpfe beschäftigten sich mit herausfordernden Themen und aktuellen, drängenden Zukunftsfragen. Der Innovation Award wurde in mehreren Kategorien vergeben – erstmals auch in der Kategorie ‚Luft- und Raumfahrt‘ in Kooperation mit der neuen niederösterreichischen Plattform Luft- und Raumfahrt“, zeigte sich Schneeberger beeindruckt.

Der Sieg in der Kategorie „Innovationen in den Bereichen Materialien, Oberflächen, Tribologie, Sensorik und Medizintechnik“ ging an Sepideh Hatamikia von ACMIT und ihr Team für Verbesserungen im Bereich der „Cone Beam Computertomografie“. Optimierte patientenspezifische Aufnahmepfade sollen neue Anwendungsbereiche erschließen.

Die Kategorie „Luft- und Raumfahrt“ konnten Bernhard Stangl und das Team von Robo4you / HTL Wiener Neustadt für sich entscheiden. Entwickelt wurde ein autonomes Roboter-Navigationssystem, bei dem Flug-Drohnen und Roboter-Fahrzeuge zusammenarbeiten, um ein schnelles Navigieren in unbekanntem Gelände zu ermöglichen.

In der Kategorie „Start-Up – innovative, technologiebasierte Geschäftsideen“ waren Katharina Bisset, Lektorin an der FH Wiener Neustadt, und Team erfolgreich. Ihr auf Digitalisierung basierendes Legal Tech Tool „NetzBeweis“ hilft bei der Beweissicherung von rechtswidrigen Inhalten im Internet, wie z.B. das ganz aktuelle Thema „Hass im Internet“ und wird bereits als Beweismittel vor Gericht in mehreren Ländern anerkannt. Für betroffene Privatpersonen, die das Tool für sich selbst verwenden, ist es kostenlos. Für Unternehmen, die diese Beweise für Ihre Kunden oder Mandanten erstellen möchten (zum Beispiel Anwälte), ist die Nutzung kostenpflichtig.

Zwei Sieger gab es in der Kategorie „Prototypen und Robotik“. Erstens konnten Fabio Tatzgern und das Team von AC2T die Jury mit der Entwicklung einer neuen Generation von Sensoren für tribologische Tests (Reibung, Verschleiß, Schmierung) überzeugen. Der sogenannte „Tribo-Akustische-Pin“ wurde entwickelt, getestet und die Schutzrechte wurden bereits angemeldet.

Zweiter Sieger ist Walter Grundböck, Master-Student an der FH Wiener Neustadt, der zur Reduktion von Makro- und Mikroplastik in Gewässern umweltfreundliche Finnen für Surfboards entwickelt. Aktuell wird an nachhaltigem Material und Herstellverfahren geforscht, um die Finnen in großen Mengen herzustellen. Gelingt dies, werden sowohl Material und Produktionsverfahren auch in anderen Bereichen eingesetzt werden können, ist die Jury überzeugt.

Dotiert ist der Innovation Award mit 1.500 Euro pro Kategorie. Sponsoren der Preisgelder sind accent, technet equity und ecoplus. „Als Hightech Inkubator des Landes sind wir davon überzeugt, dass man bei der Identifizierung von potenziellen Start-up Ideen nicht früh genug ansetzen kann. Das ist auch ein wichtiger Bestandteil der niederösterreichischen Spinoff Initiative! Wir freuen uns daher sehr, dass sich das Format des Innovation Awards so erfolgreich etabliert hat und so spannende Ideen eingereicht wurden“, erläutert accent Inkubator Geschäftsführer Michael Moll.

„An den Technopolen treiben wir aktiv die enge Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung voran und die ecoplus Technopol-Managerinnen und -Manager stehen vor Ort als Ansprechpartner und Kontaktvermittler zur Verfügung. Der Innovation Award ist seit vielen Jahren ein wichtiger Impulsgeber, um innovative Produkte in den Markt zu bringen und Basis für Start-Ups“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Weitere Informationen: Wirtschaftsagentur ecoplus, Markus Steinmaßl, Telefon 02742/9000 196 19, E-Mail m.steinmassl@ecoplus.at bzw. Büro Landesrat Jochen Danninger, Mag. Andreas Csar, Telefon 02742/9005-12253, E-Mail andreas.csar@noel.gv.at.

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