Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner besuchte am gestrigen Donnerstag die GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH am Standort St. Pölten-Hart. Gemeinsam mit Aufsichtsratsvorsitzender und LH-Stellvertreterin a. D. Heidemaria Onodi, Bürgermeister Matthias Stadler sowie Geschäftsführer Michael Wölfl informierte sie sich bei einem Betriebsrundgang über die vielfältigen Geschäftsfelder, aktuelle Herausforderungen und geplante Zukunftsprojekte.
„Die GW St. Pölten ist weit mehr als ein Sozialprojekt. Sie ist ein leistungsfähiges Produktionsunternehmen, ein wichtiger Arbeitgeber und ein verlässlicher Wirtschaftspartner“, betonte Mikl-Leitner. Gleichzeitig schaffe sie vollwertige, kollektivvertraglich entlohnte Arbeitsplätze und damit die Grundlage für wirtschaftliche Eigenständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.
Die GW St. Pölten beschäftigt an zwei Standorten rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, etwa 75 Prozent davon sind Menschen mit Behinderung. Zudem werden rund 60 Lehrlinge in zehn verschiedenen Lehrberufen ausgebildet. Zu den Tätigkeitsfeldern zählen Elektromontage und Elektronik, Metallverarbeitung, Textilproduktion, Werbetechnik sowie verschiedene Dienstleistungen.
„Eine Gesellschaft lebt davon, dass sich Leistung auszahlt. Wer arbeitet, Verantwortung übernimmt und seinen Beitrag leistet, verdient Anerkennung und Respekt. Die GW St. Pölten zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen mit und ohne Behinderung die Chance bekommen, ihre Fähigkeiten einzubringen und ihre Talente zu entfalten“, sagte die Landeshauptfrau. Damit sei das Unternehmen ein Vorbild dafür, wie Inklusion am Arbeitsmarkt in der Praxis gelingen könne.
Ein aktuelles Beispiel für die enge Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich ist die nachhaltige Weiterverwendung des Leders der bisherigen Abgeordnetensessel im NÖ Landtagssaal. Die rund 30 Jahre alten Sitzflächen und Rückenlehnen werden in der GW St. Pölten zu Stifte- und Brillenetuis sowie Laptop- und Dokumententaschen verarbeitet. „Aus einem Stück niederösterreichischer Landesgeschichte entstehen hochwertige neue Produkte. Dieses Projekt verbindet regionale Wertschöpfung, gelebte Inklusion und Nachhaltigkeit auf besonders schöne Weise“, so Mikl-Leitner.
Die GW St. Pölten arbeitet zudem an neuen Zukunftsprojekten: Geplant sind unter anderem die Sanierung der Dachflächen samt Photovoltaikanlage und Energiespeicher sowie die Errichtung einer Großküche mit einer Kapazität von rund 1.000 Mahlzeiten pro Tag.
„Was hier jeden Tag geleistet wird, verdient größte Wertschätzung. Die GW St. Pölten steht für Fleiß, Tatendrang, Zusammenhalt und soziale Verantwortung – und damit für Werte, die unser Land stark machen“, sprach die Landeshauptfrau ihren Dank aus.
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Beim Besuch der GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH (v.l.): Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (v.l.) Geschäftsführer Michael Wölfl, Aufsichtsratsvorsitzende Heidemaria Onodi und Bürgermeister Matthias Stadler.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Bürgermeister Matthias Stadler zu Besuch in der GW St. Pölten Integrative Betriebe Gmbh.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Bürgermeister Matthias Stadler zu Besuch in der GW St. Pölten Integrative Betriebe Gmbh.
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