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18.06.2021 | 12:51

LH Mikl-Leitner beim „Frühstück mit der Region“ im Mostviertel

„Enge Allianz zwischen den Gemeinden und dem Land“

„Frühstück mit der Region“ im Mostviertel mit Landesrat Martin Eichtinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der Geschäftsführerin der NÖ.Regional Christine Lechner und Landesrat Jochen Danninger (von links nach rechts).
„Frühstück mit der Region“ im Mostviertel mit Landesrat Martin Eichtinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der Geschäftsführerin der NÖ.Regional Christine Lechner und Landesrat Jochen Danninger (von links nach rechts).© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Unter dem Motto „Frühstück mit der Region“ lud heute, Freitag, die „NÖ.Regional“ die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Mostviertel zum Zusammentreffen mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Martin Eichtinger und Landesrat Jochen Danninger. Zahlreiche Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter waren der Einladung in den Sturmhof in Oed-Öhling gefolgt und holten sich aktuelle Informationen aus den Bereichen Gemeinde, Arbeit und Wirtschaft.

Die Landeshauptfrau begann ihre Ausführungen mit einem „Danke für das, was Ihr in den letzten 15 Monaten geleistet habt“, an alle Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter. Jetzt gelte es alles zu tun, um den Aufschwung zu nutzen, verwies sie auf ein prognostiziertes Wirtschaftswachstum für heuer von 3,5 Prozent und für nächstes Jahr von 4,1 Prozent. Sie sprach von einer „engen Allianz zwischen den Gemeinden und dem Land Niederösterreich“. So sei etwa ein blau-gelbes Paket geschnürt worden, um die Gemeinden in der Covid-Krise rasch zu unterstützen. Darüber hinaus investiere das Land Niederösterreich alleine heuer rund 900 Millionen Euro in die Infrastruktur, in die Pflegeheime, in Kindergärten und den Öffentlichen Verkehr, informierte sie.

„Jetzt geht es auch darum, Zukunftstrends zu erkennen“, betonte Mikl-Leitner weiters und berichtete über die diese Woche in der Landesregierung beschlossene „Niederösterreichische Landesstrategie 2030“. Bei der Erstellung dieser Strategie sollen – wissenschaftlich fundiert - internationale Expertinnen und Experten ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden. Mit der neuen Landesstrategie will man auf die Globalisierung und Internationalisierung reagieren und auf Themen wie Umwelt, Klimawandel, Digitalisierung sowie die Veränderung der Wirtschafts-und Arbeitswelt eingehen. „Wenn wir weiterhin gemeinsam an Niederösterreich arbeiten, werden wir diese Erfolgsgeschichte fortschreiben“, zeigte sie sich überzeugt.

Landesrat Martin Eichtinger widmete sich zunächst dem Thema Arbeitsmarkt. Natürlich habe sich die Pandemie hier bemerkbar gemacht, aber im Vergleich zu anderen Bundesländern habe man die Krise sehr gut gemeistert. So liege man etwa dank der Lehrlingsoffensive bei den Unter-25-Jährigen sehr gut, zusätzliche Maßnahmen brauche man aber etwa bei den Langzeitarbeitslosen. Die niederösterreichische Arbeitsmarktstrategie baue auf den drei Säulen „Qualifizierung, Kompetenzorientierung und Unterstützung für am Arbeitsmarkt benachteiligte Zielgruppen“ auf, berichtete er. Zusätzlich ging Eichtinger auch auf die Bedeutung Europas für die Gemeinden ein: „Immer mehr EU-Programme sind direkt auf die Gemeinden zugeschnitten“. Es gehe jetzt auch darum, „in den Gemeinden den Kontakt zu Europa zu halten“, betonte er. Derzeit gebe es 350 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte in Niederösterreich, die sich mit Europa beschäftigen, Ziel sei es, in jeder Gemeinde einen Europa-Gemeinderat zu etablieren.

Wirtschaftslandesrat Danninger sprach von der „größten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg“, aber Ende des nächsten Jahres werde man laut Prognosen das Vorkrisenniveau wieder erreicht haben. Das Land Niederösterreich habe in der Krise ein insgesamt 229 Millionen Euro umfassendes Konjunkturpaket geschnürt. Besonders verwies er auf die Förderaktion „digi4Wirtschaft“, mit der man Betriebe dabei unterstütze, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Insgesamt seien hier 20 Millionen Euro an Fördermittel ausgezahlt worden – die meisten Einreichungen stammten aus dem Bezirk Amstetten. Im Tourismus gelte es heuer, den Gästen einen sicheren Aufenthalt zu ermöglichen, man wolle rasch das Vorkrisenniveau erreichen und die Tagesausflügler zu Nächtigungsgästen machen. Das Thema Rad soll dabei besondere Bedeutung bekommen, so Danninger: „Kaum ein anderes Bundesland ist so prädestiniert für den Radtourismus wie Niederösterreich.“ Ziel sei es, „den Aufschwung so zu nutzen, dass es ein nachhaltiger Aufschwung wird.“

Die Geschäftsführerin der NÖ.Regional, Christine Lechner, bedankte sich bei den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern für ihr Kommen und freute sich, „dass wir endlich wieder physisch zusammenkommen können“. Die NÖ.Regional wolle „Brückenbauer“ sein: „Das ist unsere Aufgabe und unser Auftrag“. Das Format „Frühstück mit der Region“ habe sich dabei sehr gut etabliert und man wolle dieses daher in die Zukunft führen.

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