29.09.2021 | 14:53

Jugendstudie zeigt: 16 Prozent der NÖ Jugendlichen können sich eine Zukunft in einem Pflege- und Betreuungsberuf vorstellen

LR Teschl-Hofmeister: Mehr Information soll helfen, Interessierte besser zu erreichen und für den Sozialberuf zu gewinnen

Bildungsdirektor Johann Heuras, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Univ. Prof. Erwin Rauscher (v.l.n.r.)
Bildungsdirektor Johann Heuras, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Univ. Prof. Erwin Rauscher (v.l.n.r.) © NLK Burchhart Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Ergebnisse der niederösterreichischen Zusatzstudie zur österreichweiten Jugendbefragung „Lebenswelten 2020 – Wertehaltungen junger Menschen“ zeigen, dass sich rund 16 Prozent der Jugendlichen in Niederösterreich vorstellen können, in der Pflege zu arbeiten, drei Prozent sind sich darüber noch unsicher. „Gesamt ergibt das ein Potential von rund 20 Prozent. In Zahlen ausgedrückt sind das mehr als 7.000 junge Menschen, die als mögliche Pflege- und Betreuungskräfte in Frage kommen könnten“, erklärt dazu Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Univ. Prof. Erwin Rauscher von der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich, mit Bildungsdirektor Johann Heuras und mit den beiden Studienautoren Gregor Jöstl und Julia Niederfriniger von der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich.

Um die Jugendlichen in Zukunft verstärkt für den Pflege- und Betreuungsberuf gewinnen zu können, setzt man in Niederösterreich etwa auf entsprechende Bildungsschwerpunkte in den Mittelschulen und Landwirtschaftlichen Fachschulen, auf die Vernetzung der Schultypen untereinander und auf eine verstärkte Beratung im Rahmen der Berufsorientierung in den Schulen. Darüber hinaus soll künftig eine neue Broschüre für die Berufsorientierung helfen, die unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Sozialbereich sowie die wesentlichen Ergebnisse der Studie übersichtlich aufzuzeigen. „Aus der Befragung geht auch hervor, dass es vermehrte Information zum Pflegeberuf braucht, um das Berufsbild für die Jugendlichen zu schärfen. Vermehrte Information soll zu stärkerer Motivation führen“, sagte Teschl-Hofmeister, die auch betonte: „Die wichtigste Ressource im Pflege- und Betreuungsbereich ist und bleibt das Personal und so müssen wir alles daransetzen, potentielle Interessenten für dieses Berufsfeld zu begeistern. Potential geht für mich auch von jenen Jugendlichen aus, die noch uninformiert sind und noch keinen konkreten Berufswunsch haben – das sind wiederum 36 Prozent“, meinte Teschl-Hofmeister.

Mit dem 5-Punkte-Programm gegen Personalmangel konnten in Niederösterreich darüber hinaus bereits einige Maßnahmen im Aus- und Weiterbildungsbereich der Sozialberufe umgesetzt werden. „So sind wir derzeit etwa dabei, ein regionales Netzwerk an zwei Standorten mit GuK- und SOB-Schulen sowie dem Regelschulsystem als Pilotprojekt umzusetzen. Nach einer ersten Evaluierung möchten wir dieses Projekt dann schrittweise auf alle Regionen ausrollen. Niederösterreich hat des weiteren raschere Nostrifizierungsverfahren gefordert. Dies konnte ebenfalls auf Bundesebene bereits umgesetzt werden, wofür wir sehr dankbar sind. Ebenfalls Teil des 5-Punkte-Programms ist die modulare Ausbildung, welche bereits als Pilotprojekt gestartet wurde. Ziel ist es, die Ausbildung im Pflege- und Betreuungsbereich für Interessierte leichter zugänglich zu machen. Auch die berufsbegleitende Ausbildung wurde als Teil des 5-Punkte-Programms bereits gestartet“, so die Landesrätin abschließend.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at

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Bildungsdirektor Johann Heuras, Univ. Prof. Erwin Rauscher, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Studienautorin Julia Niederfriniger, Studienautor Gregor Jöstl (v.l.n.r.) © NLK Burchhart Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Bildungsdirektor Johann Heuras, Univ. Prof. Erwin Rauscher, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Studienautorin Julia Niederfriniger, Studienautor Gregor Jöstl (v.l.n.r.)

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