06.12.2021 | 10:40

Frauenbeschäftigungsprojekt UNIDA unterstützt beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt

LR Eichtinger/LGF Hergovich: Mehr als ein Drittel der teilnehmenden Frauen im Bezirk Amstetten finden durch UNIDA einen Job

Die deutliche Erholung am niederösterreichischen Arbeitsmarkt setzt sich auch im Oktober weiter fort. Trotz der einsetzenden Saisonarbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit weiter im Sinkflug. Ende Oktober 2021 waren insgesamt 43.929 Personen arbeitslos vorgemerkt – ein Minus von 26,5 Prozent im Vergleich zu Oktober 2020 und ein Minus von zehn Prozent im Vergleich zum Oktober 2019. „Unser Ziel ist es in enger Kooperation mit den Sozialpartnern, Menschen bestmöglich bei der Suche nach einem Arbeitsplatz zu unterstützen, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen und die Erwerbschancen zu steigern“, informieren Landesrat Martin Eichtinger und AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich. Deshalb gibt es spezifische Programme, die gezielt auf die unterschiedlichen Herausforderungen am Arbeitsmarkt zugeschnitten sind.

Das Land Niederösterreich unterstützt daher in enger Kooperation mit dem AMS NÖ im Rahmen von Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten die Weiter- und Ausbildung von arbeitslosen Menschen. „Die Probleme, Beschäftigung zu finden, sind so vielfältig wie die Menschen, die teilnehmen. Vor allem Frauen sind aus unterschiedlichsten Gründen, wie beispielsweise Alter, Qualifizierung, gesundheitliche Verfassung oder ethnische Herkunft, davon betroffen“, analysiert Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger. Derzeit sind 802 arbeitslose Frauen im Bezirk Amstetten beim AMS gemeldet. Das sind 48 Prozent der Gesamtarbeitslosen. „Solange eine Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt nicht erreicht ist, wird das Arbeitsmarktservice das Ziel, jobsuchende Frauen verstärkt zu unterstützen, weiterverfolgen. Daher werden wir über 50 Prozent unserer Fördermittel für Frauen einzusetzen“, betont der AMS NÖ-Chef.

Ein sehr erfolgreiches Beispiel mit 37,8 Prozent Integrationsquote am regulären Arbeitsmarkt stellt das Frauenbeschäftigungsprojekt UNIDA dar, das langzeitarbeitslose Frauen im Raum Amstetten unterstützt. Ein Team von sieben Schlüsselarbeitskräften begleitet die Teilnehmerinnen auf dem Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit. Derzeit nehmen 17 Teilnehmerinnen das Angebot wahr.

In einem befristeten Dienstverhältnis in den drei Arbeitsbereichen Second Hand Shop, Küche und Café können Frauen im Arbeitsalltag wieder Fuß fassen. Parallel dazu laufen soziale Beratung und Unterstützung im Bewerbungsprozess, um das Ziel – einen dauerhaften Arbeitsplatz – zu erreichen. Gefördert wird dieses Projekt jährlich gemeinsam von Land Niederösterreich und AMS NÖ in einer Gesamthöhe von rund 772.000 Euro.

So auch Martina H., die den Weg zu unida services in einer sehr fordernden Phase ihres Lebens gefunden. Sie steckte mitten in der Scheidung, hatte aufgrund von Knieproblemen eine starke Einschränkung ihrer körperlichen Belastbarkeit und noch dazu die Altersgrenze von 50 überschritten. Alles Faktoren, die am Arbeitsmarkt zur Einstufung „schwer vermittelbar“ führen.

Nach einer langen Zeit, in der sie erfolglos versucht hatte, wieder ins Arbeitsleben einzusteigen, konnte sie bei unida services Mut schöpfen. Sie wurde gebraucht und ihre Arbeitskraft wurde wertgeschätzt. Beim Bewerben um einen fixen Job zeigte sie viel Engagement. Diese Bemühungen wurden schließlich von Erfolg gekrönt und mit einer Jobzusage vom ADEG-Markt in Marbach belohnt. Frau H. berichtet begeistert: „Die Arbeit macht mir großen Spaß, die Chemie bei der Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen stimmt und auch mit meinen Chefleuten komme ich sehr gut aus!“

Weitere Informationen: Büro LR Eichtinger, Mag. Stefan Kaiser, Telefon 02742/9005-13443, E-Mail: stefan.kaiser@noel.gv.at

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