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11.05.2024 | 09:31

Neue Caritas Präsidentin bei Landeshauptfrau Mikl-Leitner

Gespräch im Rahmen des „Internationalen Tages der Pflege“ über Herausforderungen im Pflegebereich

Caritas Österreich Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Caritas Österreich Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner© NLK PfefferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Zu einem Antrittsbesuch war Nora Tödtling-Musenbichler, seit 1. Februar 2024 Präsidentin der Caritas Österreich, bei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zu Gast. Dabei sprachen sie anlässlich des „Internationalen Tages der Pflege“, der jährlich am 12. Mai begangen wird und die Arbeit und den Einsatz von Pflegekräften weltweit hervorhebt, über aktuelle und künftige Herausforderungen in diesem Bereich.

Die Landeshauptfrau betonte allen voran: „Unsere Pflegekräfte leisten tagtäglich mit Engagement und Herzblut hervorragende Arbeit.“ Rund 15.000 Pflegekräfte – so viele wie noch nie - arbeiten aktuell in niederösterreichischen Spitälern und Pflegezentren, dennoch wisse man um die Herausforderungen im Bereich der Gesundheitsversorgung, u.a. aufgrund der demografischen Entwicklung: „Der Pflegebedarf wird höher, weil die Menschen u.a. aufgrund der guten medizinischen Versorgung immer älter werden“, so Mikl-Leitner. Zudem sei die Pensionierungswelle der „Baby-Boomer-Generation voll in Gang“ – so werde man alleine in Niederösterreich bis zum Jahr 2030 9.500 zusätzliche Pflegekräfte brauchen - und zum dritten werden die Anforderungen für Pflegekräfte immer komplexer.

„In der Politik wissen wir um die Sorgen und Nöte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wir versuchen mit gezielten Maßnahmen bestmöglich zu unterstützen“, versicherte Mikl-Leitner. In den vergangenen zwei Jahren habe man in Niederösterreich beispielsweise zahlreiche Initiativen umgesetzt, um mehr Menschen für einen Beruf im Pflege- und Betreuungsbereich zu begeistern. „Von Ausbildungsangeboten beginnend von der Schule bis hin zum zweiten Bildungsweg über die Pflegeausbildungsprämie bis hin zur Verbesserung in der Entlohnung, verbesserten Arbeitsbedingungen und Millioneninvestitionen in die Kinderbetreuung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, erklärte die Landeshauptfrau. Mit dem Start der Pflegelehre in Niederösterreich habe man zudem eine „Ausbildungslücke geschlossen“ und so einen weiteren Schritt getan, um „aktuell tätige Pflegekräfte in ihrem Job zu unterstützen und gleichzeitig die pflegerische Qualität für unsere Landsleute auch in Zukunft abzusichern.“ 

Generell drehe man zur Entlastung der Pflegekräfte an vielen Schrauben, so Mikl-Leitner und hier sei das Thema „Digitalisierung in der Pflege zur Entlastung des Personals“ ebenso maßgeblich. Sie nannte hier Maßnahmen wie die Weiterentwicklung des digitalen Dokumentenaustausches zwischen Pflege- und Betreuungszentren und Kliniken, um „die Arbeit des Personals zu entbürokratisieren“, oder auch die Einführung von elektronischen Fahrtenbüchern für die mobile Pflege. „Gerade in der Mobilen Pflege arbeiten wir in Niederösterreich eng mit der Caritas zusammen und sind Vorreiter vor allem in der Palliativ- und Hospizversorgung“, erklärte die Landeshauptfrau und sagte: „Erst letztes Jahr haben wir die mobilen Hospizteams mit mehr als 480.000 Euro unterstützt.“

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