09.10.2023 | 11:58

Blau-gelbe Kinderbetreuungsoffensive: Plätze für alle angemeldeten Kinder in Wr. Neustadt

LR Teschl-Hofmeister: Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Wahlfreiheit sind oberstes Gebot

(v.l.) Bildungsstadtrat Philipp Gruber, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bürgermeister Klaus Schneeberger im Rahmen der Pressekonferenz zur blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive mit einigen Kids aus dem Dr. Norbert Wittmann Kindergarten Wr. Neustadt.
(v.l.) Bildungsstadtrat Philipp Gruber, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bürgermeister Klaus Schneeberger im Rahmen der Pressekonferenz zur blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive mit einigen Kids aus dem Dr. Norbert Wittmann Kindergarten Wr. Neustadt.© NLK BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

In einer Pressekonferenz am heutigen Montagvormittag präsentierten Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bürgermeister Klaus Schneeberger und Bildungsstadtrat Philipp Gruber im Dr. Norbert Wittmann Kindergarten Wiener Neustadt eine Zwischenbilanz zur blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive, insbesondere zu Erfolgen und weiteren Planungen der Stadt Wiener Neustadt.

750 Millionen Euro nehmen das Land NÖ und die Gemeinden in den kommenden Jahren im Rahmen der blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive für den Ausbau der Kinderbetreuung in die Hand. „Ein klares Bekenntnis zu unseren Familien in Niederösterreich“, sagte Landesrätin Teschl-Hofmeister, bei dem „die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Wahlfreiheit der Familien oberstes Gebot sind.“ Mit der Aufnahme Zweijähriger wolle man die Schließung der Karenzlücke in Niederösterreich schaffen, so Teschl-Hofmeister und unterstrich noch einmal die Wahlfreiheit: „Niemand muss sein Kind ab zwei Jahren in einen Kindergarten zur Betreuung geben, aber die Möglichkeit für die Familien soll vorhanden sein.“

Man habe bereits in den Ferien mit verkürzten Schließzeiten von drei auf eine Woche in diese Richtung vorgebaut und bereite die Aufnahme der Kinder ab zwei Jahren, die ab Herbst 2024 flächendeckend in Niederösterreich möglich sein soll, intensiv vor. „In 15 Gemeinden aller Größe sind bereits 22 Pilotkindergärten gestartet und dieser Prozess wird wissenschaftlich begleitet, um zu erfahren, was das organisatorisch und auch pädagogisch für die Einrichtungen und das Personal bedeutet“, so Teschl-Hofmeister. Die Aufnahme der Jüngsten sei baulich eine Herausforderung, denn man installiere u.a. kleinere Gruppen und komme damit einem Wunsch des Kindergartenpersonals nach, das sich so besser um jedes einzelne Kind kümmern könne. „Wenn wir nicht so viele gut ausgebildete, hochmotivierte und engagierte Pädagoginnen, Pädagogen und Stützkräfte hätten, die diesen Betrieb teilweise in Baustellensituationen aufrechterhalten, unterstützt und begleitet von den Betreuerinnen und Betreuern aus den Gemeinden“, sagte die Landesrätin, „würde diese Offensive nicht funktionieren.“

Die wohl größte Herausforderung sei die personelle. Hier habe man unter anderem ein großes Weiterbildungsprogramm mit bis zu 8.000 Seminarplätzen mit 400 Kursangeboten aufgestellt, „damit die Mitarbeitenden sich in ihren pädagogischen Konzepten auf die Kleinsten ab zwei Jahren gut vorbereiten können“, erklärte Teschl-Hofmeister. Auch für die Leitungen gebe es Fortbildungen, weil sich auch die organisatorische Herausforderung eine Neue sei. „Wir sind auch in enger Absprache mit dem AMS, den Bildungsanstalten für Elementarpädagogik sowie den Erwachsenenbildungseinrichtungen“, sagte sie weiter, „um Erst-, Quer- und Wiedereinsteigerinnen bestmöglich beim Einstieg in das System Kinderbetreuung zu unterstützen.“ Das Interesse sei enorm: von 1. Jänner 2023 bis heute habe man 547 neue Elementarpädagoginnen und –pädagogen aufgenommen, „86 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum der Vorjahre“, so Teschl-Hofmeister abschließend.

Als „Vorzugsschüler“ bei der Kinderbetreuung bezeichnete Bürgermeister Klaus Schneeberger die Stadt Wiener Neustadt. Bei allen Herausforderungen, die eine Stadt mit einem Bevölkerungswachstum von jährlich zwischen 400 und 700 Menschen zu meistern habe, „werden wir unserem Motto ,KINDER Neustadt´ mehr als gerecht.“ 3.000 Kinder von Null bis sechs Jahren serviciere man in Wr. Neustadt. „Dazu haben wir den Bedarf an Kleinkinderplätzen abgefragt“, führte Schneeberger aus, „und es ist uns gelungen, über unsere Trägerorganisationen alle Kleinkinder, die einen Platz brauchen, unterzubringen.“ (Trägerorganisationen in Wr. Neustadt sind u.a. das Hilfswerk, die Volkshilfe oder auch die Zwergenmützchen) Nunmehr ginge es darum, über zusätzliche Investitionen und zusätzliche Gruppen „alles dafür zu machen, damit wir im Herbst 2024 auch einen Platz für alle Zweijährigen anbieten können.“

„In 30 Gruppen werden derzeit 514 Kleinkinder in den Tagesbetreuungseinrichtungen – am Vormittag kostenlos – betreut“, begann Bildungsstadtrat Philipp Gruber seine Ausführungen. „Dies bedeutet eine finanzielle Entlastung von rund 300 Euro für die Familien“, so Gruber. Seit 2022 habe man vier neue Kindergärten mit einem Investment von 8,2 Millionen Euro gebaut und eröffnet, vier weitere seien in Bau und sollen bis September 2024 in Betrieb genommen werden (Investment: 14 Millionen), zudem seien drei weitere in Planung. Zusammengefasst gebe es 79 Gruppen in 21 Kindergärten in Wr. Neustadt und 19 weitere bis 2024. Aufgrund dieser baulichen Maßnahmen haben alle Kinder ab zweieinhalb Jahren (dzt. 1444) im September einen Kindergartenplatz erhalten“, sagte der Stadtrat und führte weiters aus: „Zusätzlich haben wir für alle jene, die im Lauf dieses Jahres zweieinhalb Jahre werden (66 Kinder), ebenso eine Zusage für einen fixen Platz.“ Abschließend unterstrich Gruber: „Wir bereiten nun akribisch die Aufnahme der Zweijährigen ab Herbst 2024 vor und bitten alle Familien, die einen Platz für ihr Kind ab September nächsten Jahres benötigen, sich bereits im November 2023 um die Anmeldung zu kümmern.“

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Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (re.) unterstrich: „Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Wahlfreiheit sind oberstes Gebot.“
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (re.) unterstrich: „Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Wahlfreiheit sind oberstes Gebot.“© NLK BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (re.) unterstrich: „Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Wahlfreiheit sind oberstes Gebot.“

Bürgermeister Klaus Schneeberger und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hörten genau zu, als die Kids erzählten, was sie so toll an ihrem Kindergarten finden.
Bürgermeister Klaus Schneeberger und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hörten genau zu, als die Kids erzählten, was sie so toll an ihrem Kindergarten finden.© NLK BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Bürgermeister Klaus Schneeberger und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hörten genau zu, als die Kids erzählten, was sie so toll an ihrem Kindergarten finden.

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