09.09.2026 | 11:57

20 Jahre NÖ Wohnassistenz: 2.500 Haushalte mit leistbarem Wohnraum unterstützt

LR Teschl-Hofmeister: Soziale Begleitung und Wohnraum schaffen Perspektiven und ermöglichen einen Neuanfang

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (links) mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Geschäftsführung vom Verein Wohnen.
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (links) mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Geschäftsführung vom Verein Wohnen. © NLK Download (1.5Mb)

Seit 20 Jahren unterstützt die NÖ Wohnassistenz Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder sich in einer schwierigen Wohn- und Lebenssituation befinden. Anlässlich des Jubiläums zogen Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Patricia Grünauer, Geschäftsführerin des Vereins Wohnen, bei einer Pressekonferenz in St. Pölten eine umfassende Bilanz.

Das Angebot verbinde leistbaren Wohnraum mit sozialarbeiterischer Unterstützung, erklärte Teschl-Hofmeister. „Menschen in schwierigen Wohn- und Lebenssituationen erhalten Zugang zu einer leistbaren Wohnung und werden gleichzeitig individuell begleitet.“ Ziel sei es, die persönliche Lebenssituation nachhaltig zu stabilisieren und die Betroffenen Schritt für Schritt dabei zu unterstützen, ihre Wohnung langfristig selbstständig zu erhalten. Die NÖ Wohnassistenz nehme den Menschen dabei nicht die Verantwortung für ihr Leben ab. „Sie schafft die Rahmenbedingungen und gibt die Unterstützung, die notwendig ist, damit Menschen diese Verantwortung wieder selbst übernehmen können. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe“, betonte Teschl-Hofmeister.

Die NÖ Wohnassistenz basiert auf dem Zusammenspiel mehrerer Partner: Das Land Niederösterreich finanziert das Angebot, der Verein Wohnen übernimmt die Abwicklung und die sozialarbeiterische Begleitung, während gemeinnützige Wohnbauträger Wohnungen zur Verfügung stellen. Seit der Gründung der NÖ Wohnassistenz im Jahr 2006 konnten 2.500 Haushalte mit Wohnraum versorgt werden. In diesen Haushalten lebten insgesamt mehr als 5.450 Menschen. 45 Prozent davon waren Kinder, 34 Prozent Frauen und 21 Prozent Männer. Zum Vergleich: In der Bilanz bis 2021 waren es 1.905 Haushalte und mehr als 3.800 Menschen. Hinter den 2.500 Haushalten würden Menschen stehen, die wieder eine Wohnung haben, Familien, die wieder einen sicheren Ort haben, und Menschen, die dadurch die Möglichkeit bekommen, ihre nächsten Schritte zu planen, hob die Landesrätin hervor.

Auch für die Zukunft bleibe die Unterstützung von Menschen in Wohnungsnot eine wichtige Aufgabe, hob sie hervor. Das Land Niederösterreich werde an dieser Hilfe festhalten, betonte die Landesrätin. Ein konkretes Zeichen für die Weiterentwicklung des Angebots entsteht derzeit in der Daniel-Gran-Straße in St. Pölten. Das Gebäude des Vereins Wohnen wird umfassend saniert und erweitert. Aus bisher vier Wohnungen entstehen künftig sechs. Damit wird zusätzlicher leistbarer Wohnraum geschaffen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung des Vereins Wohnen sprach die Landesrätin Respekt, Dank und Anerkennung aus und sicherte ihnen gleichzeitig die volle Unterstützung für ihre Anliegen zu.

Patricia Grünauer, Geschäftsführerin des Vereins Wohnen, erklärte: „Wir unterstützen Menschen, die in eine herausfordernde Wohnsituation gekommen sind.“ Die hilfesuchenden Menschen seien häufig von Erkrankungen, Todesfällen und Trennungen betroffen. Dadurch veränderten sich oftmals das Leben und die Einkommenssituation. „Eine Wohnung ist dann in einer solchen Situation der Ankerpunkt für Stabilität und Sicherheit“, betonte die Geschäftsführerin. Ziel sei es, Menschen in schwierigen Zeiten eine Perspektive und ein neues Zuhause zu geben. „Wir informieren über bestehende Unterstützungsangebote und helfen den Betroffenen dabei, an die richtige Stelle zu kommen, die für Entlastung sorgt“, so Grünauer. Entscheidend sei dabei, individuelle Lösungen zu finden und die Menschen nachhaltig zu stabilisieren. „Durch leistbaren Wohnraum und gezielte Begleitung können wir Menschen dabei unterstützen, wieder selbstständig Fuß zu fassen. Dass wir diese Leistungen erbringen können, dafür sorgen das Land Niederösterreich und die NÖ Wohnbauförderungen“, betonte Grünauer.

Mieterin Bettina berichtete bei der Pressekonferenz von ihren persönlichen und finanziellen Herausforderungen. „Meine Lebenssituation hat sich verändert, weil ich Mama geworden bin. Mit Unterstützung der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie des Vereins Wohnen ist es mir aber gelungen, meine persönliche und finanzielle Situation zu stabilisieren“, erzählte Bettina. Hilfe zu suchen und anzunehmen, sei für sie zunächst nicht einfach gewesen und etwas, das sie erst lernen musste, wie sie betonte.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Pressesprecher Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at

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