29.04.2021 | 10:29

Wirte-Gipfel in Niederösterreich: Öffnungsperspektive bringt Branche zum Aufatmen

LR Danninger: „Tests, Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln werden uns zwar beim Wirten begleiten, aber sie werden den Wohlfühlfaktor nicht trüben“

Tourismus-Landesrat Jochen Danninger und Wirte-Obmann Mario Pulker
Tourismus-Landesrat Jochen Danninger und Wirte-Obmann Mario Pulker© NLK BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Auf Einladung von Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Jochen Danninger kamen niederösterreichische Gastronomen unter der Führung von Gastronomie-Fachgruppen-Obmann Mario Pulker zum „Wirte-Gipfel“ ins Landhaus nach St. Pölten.

Dietmar Schöner (Gasthaus Riedl-Schöner, Mank), Erich Mayrhofer (Landgasthof Bärenwirt, Petzenkirchen), Andreas Frey (Zum Goldenen Löwen, Maria Taferl), Doris Schreiber (Waldschenke-Schreiber, Kurzschwarza) und Hans Fromwald (Hubertushof Fromwald, Bad Fischau) blicken optimistisch in die Zukunft und machten sich dabei für praxistaugliche Öffnungsschritte stark, besonders was die Tests in den Lokalen angeht. Landesrat Danninger und Wirte-Obmann Pulker appellierten an den Gesundheitsminister nun rasch die Verordnung für die Öffnungsschritte in der Gastronomie vorzulegen, damit sich die Wirte rasch auf alle Vorgaben vorbereiten können.

„Die Pandemie verlangt fast keiner anderen Branche so einen langen Atem ab wie den Wirtinnen und Wirten. Jetzt ist die lang ersehnte Perspektive da. Der 19. Mai wird ein Freudentag für die Gastwirtschaft in Niederösterreich. Er bringt tausende Mitarbeiter der Gastronomie wieder in Beschäftigung, den Betrieben nach monatelanger Durststrecke wieder Umsätze und den Menschen wieder mehr Lebensfreude und Genuss“, unterstrich Landesrat Jochen Danninger und ergänzt: „Der Wirte-Gipfel hat mich in meiner Auffassung bestärkt, dass die heimische Gastwirtschaft die Herausforderung der Öffnungsschritte ernst nimmt und sich darauf gewissenhaft vorbereitet. Das Wichtigste ist den Gästen jetzt die Sicherheit vor Ansteckungen. Das Wirtshaus kann Gästen ein kontrolliertes Umfeld bieten, wo soziale Kontakte unter strengen Auflagen sicher stattfinden können. Mir ist es daher deutlich lieber, die Menschen treffen sich ab 19. Mai wieder unter strengen Auflagen im Wirtshaus, anstatt ohne Hygiene- und Abstandsregeln in Wohnzimmern.“

Wirte-Obmann Pulker appellierte „an alle Gastronomie-Betriebe, die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen – sobald diese vorliegen – in allen Details zu erfüllen. Ich bin mir sicher, dass sich viele niederösterreichische Wirtshäuser rasch wieder erholen werden. Es wurden viele Förderungen in den letzten Monaten ausbezahlt, aber es war auch notwendig.“ Die Testung in den Betrieben werde sicher eine große Herausforderung. Hier setzt sich Pulker für eine zentrale Beschaffung der Test-Kits durch den Bund ein. Der Regelfall müsse sein, dass die Mehrheit der Gäste bereits getestet in die Lokale kommen und lediglich die Laufkundschaft werde in den Gaststätten getestet. Die Gästeregistrierung habe im vergangenen Herbst in Niederösterreich bereits klaglos funktioniert. Hier werde man seitens der Fachgruppe in der WKNÖ in Abstimmung mit der Landessanitätsdirektion des Landes Niederösterreich wieder allen Betrieben ein Formblatt zur Verfügung stellen.

Doris Schreiber von der „Waldschenke-Schreiber“ in Kurzschwarza unterstrich: „Das entscheidende ist, dass sich unsere Gäste bei uns sicher fühlen. Daher sind wir in der Branche sehr gut beraten ab 19. Mai Musterschüler zu sein, was die Einhaltung der Vorgaben des Bundes angeht.“

Andreas Frey vom Gasthaus „Zum Goldenen Löwen“ aus Maria Taferl sagte: „Uns muss bewusst sein, dass man mit Argusaugen nach der Wiederöffnung auf die Wirtshäuser schauen wird. Daher werden wir in der Branche alle darauf achten müssen, die Vorgaben genau einzuhalten.“

Dietmar Schöner vom Gasthaus Riedl-Schöner in Mank betonte, dass er genug Anfragen habe, wo „Leute, große Partys feiern wollen. Das geht leider jetzt im ersten Öffnungsschritt noch nicht und da müssen wir bei unseren Gästen auch um Verständnis werben. Es geht beim Aufsperren ja auch darum, dass wir unsere Mitarbeiter und vor allem unsere Lehrlinge, die über ein halbes Jahr nichts machen konnten, wieder in Beschäftigung bringen.“

Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, sagte: „Kulinarik ist eines der großen Themen, die wir diesen Sommer mit der Niederösterreich Werbung und der Wirtshauskultur kommunizieren wollen. Hier setzen wir einen großen Schwerpunkt, weil Niederösterreich was Wein und Kulinarik angeht, besonders viel für seine Gäste zu bieten hat.“

Darüber hinaus blickt der Wirtschafts-Landesrat sehr optimistisch auf die kommenden Öffnungsschritte: „Ich bin auch überzeugt, das Comeback der Wirtinnen und Wirten wird gelingen. Nach vielen Monaten daheim in den eigenen vier Wänden ist die Sehnsucht nach der Gastwirtschaft in Niederösterreich riesengroß. Tests, Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln werden uns zwar weiter begleiten, aber sie werden den Wohlfühlfaktor in den heimischen Wirtshäusern nicht trüben.“ Weiters sagte Danninger den Wirten „Unterstützung bei ihren Comeback-Plänen“ zu und verwies dabei auf eine Förderung von bis zu 100.000 Euro für Gastgeber, die in die Qualität des Angebotes investieren. Die Förderung startet ab 3. Mai und in Summe stehen dafür drei Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen: Büro LR Danninger, Mag. Andreas Csar, Telefon 02742/9005-12253, E-Mail andreas.csar@noel.gv.at

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