15.11.2021 | 12:35

Staatspreis Umwelt- und Energietechnologie 2021 für Clusterprojekt TEX2MAT

Landesrat Danninger gratuliert den siegreichen Projektpartnern zum großartigen Erfolg

Von links: ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, Georg Gübitz (Universität für Bodenkultur), Wirtschafts- und Technologielandesrat Jochen Danninger, Andreas Bartl (TU Wien), Thomas Pfeiffer (Herka GmbH).
Von links: ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, Georg Gübitz (Universität für Bodenkultur), Wirtschafts- und Technologielandesrat Jochen Danninger, Andreas Bartl (TU Wien), Thomas Pfeiffer (Herka GmbH).© NLK PfeifferDownload (1.3Mb)

Im November 2017 schlossen sich elf Partner aus Wirtschaft und Forschung zusammen, um im Rahmen eines Kooperationsprojekts des ecoplus Kunststoff-Cluster zum Recycling von Misch-Textilien zu forschen. Damit wurde der Startschuss für eines der am meisten ausgezeichneten Projekte der 20-jährigen Clustergeschichte in Niederösterreich gegeben. Jetzt konnte TEX2MAT auch die Jury beim Staatspreis Umwelt- und Energietechnologie überzeugen. "Ich gratuliere dem Projektteam ganz herzlich zu diesem großartigen Erfolg! Der Gewinn zeigt eindrucksvoll, mit welcher Innovationskraft wichtige Zukunftsthemen von unseren Unternehmen vorangetrieben werden", so Wirtschafts- und Technologielandesrat Jochen Danninger.

"Clusterland Award 2019, Skarabäus 2021, Energy Globe NÖ 2021 und als Krönung der diesjährige Staatspreis für Umwelt- und Energietechnologie in der Kategorie Kreislaufwirtschaft & Ressourceneffizienz - das Kooperationsprojekte TEX2MAT zum Thema Textilrecycling begeistert schon seit Jahren die Expertinnen und Experten. Das Projekt wird im Rahmen des ecoplus Kunststoff-Cluster in Niederösterreich umgesetzt und ist ein gutes Beispiel dafür, wie internationale Trends und Entwicklungen in den heimischen Clustern schon in einem sehr frühen Stadium aufgegriffen und für die Unternehmen aufbereitet werden. Heute ist Kreislaufwirtschaft in aller Munde - TEX2MAT beschäftigt sich bereits seit rund vier Jahren sehr erfolgreich damit", freut sich Wirtschafts- und Technologielandesrat Jochen Danninger.

Thema des Kooperationsprojekts TEX2MAT sind "neue Prozesse zum Recycling von Textilabfällen multi-materialer Zusammensetzung" -sprich Polyester-Baumwoll-Mischgewebe. In der EU landen jährlich rund 10 Millionen Tonnen dieser Alttextilien entweder auf einer Deponie oder im Verbrennungsofen. Bisherige Anläufe zum Recycling sind daran gescheitert, dass eine saubere Trennung der Materialien, die die Voraussetzung für ein sinnvolles Recycling ist, nur schwierig umzusetzen ist.

Im Kunststoff-Cluster ProjektTEX2MAT wurde ein völlig neuer Ansatz verfolgt: Mithilfe von Enzymen wird der Baumwollanteil herausgelöst. Die Polyesterfaser bleiben erhalten und liefern den Rohstoff für neue Gewebe. "Damit ist es erstmals gelungen, den Kreislauf vollständig zu schließen. Abfall wird vermieden und gleichzeitig konnten wir eine neue Rohstoffquelle erschließen. Die vergangenen Jahre waren sehr forschungsintensiv und nicht immer einfach - umso mehr freut uns der Staatspreis", sind sich die Unternehmensvertreter Thomas Pfeiffer (Herka GmbH), Georg Gübitz, (Universität für Bodenkultur Wien -Department für Agrarbiotechnologie, IFA-Tulln) und Andreas Bartl (TU Wien - mechanische Verfahrenstechnik und Luftreinhaltetechnik) einig.

Insgesamt arbeiten elf Partner im Kooperationsprojekt TEX2MAT zusammen: Montanuniversität Leoben - Department für Kunststofftechnik, Salesianer Miettex GmbH, DI Monika Renate Daucher, ANDRITZ Fabrics and Rolls GmbH, Universität für Bodenkultur Wien -Department für Agrarbiotechnologie, IFA-Tulln, Ing. Gerhard Fildan Ges.m.b.H., Herka GmbH, Starlinger & Co Ges.m.b.H., Thermoplastkreislauf GmbH, Multiplast Kunststoffverarbeitung GmbH sowie die TU Wien - mechanische Verfahrenstechnik und Luftreinhaltetechnik.

ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki: "Nachhaltigkeit und Bioökonomie werden immer wichtiger und die Unternehmen sind dringend gefordert, neue Wege zu beschreiten. Projekte wie TEX2MAT sind der Beweis, dass die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam effektiver bewältigt werden können, als im Alleingang. Das Clustermotto ‚Innovation durch Kooperation' hat auch nach zwei Jahrzehnten Clusterarbeit nichts von seiner Gültigkeit verloren."

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