21.06.2023 | 10:05

Land NÖ und AMS NÖ schaffen ab Herbst neue Ausbildungsförderung für Kinderbetreuerinnen und Kinderbetreuer

LR Teschl-Hofmeister/LR Rosenkranz: Modell bietet attraktive Rahmenbedingungen für Quer- und Wiedereinsteiger

Präsident Johannes Pressl (NÖ Gemeindebund), stellvertretende Landesgeschäftsführerin Sandra Kern (AMS NÖ), Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Arbeitsmarkt-Landesrätin Susanne Rosenkranz und Präsident Rupert Dworak (NÖ Gemeindevertreterverband)
Präsident Johannes Pressl (NÖ Gemeindebund), stellvertretende Landesgeschäftsführerin Sandra Kern (AMS NÖ), Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Arbeitsmarkt-Landesrätin Susanne Rosenkranz und Präsident Rupert Dworak (NÖ Gemeindevertreterverband)© NLK Filzwieser Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Kinderbetreuung ist für viele Familien eines der wichtigsten Anliegen. Aus diesem Grund startete Niederösterreich mit der „Blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive“ eine Bildungs- und Betreuungsoffensive für alle Kinder unter sechs Jahren: Öffnung der Kindergärten für Kinder ab zwei Jahren, kostenlose Vormittagsbetreuungs-Angebote, weniger Schließtage, ein flächendeckendes Nachmittagsbetreuungs-Angebot, kleinere Gruppengrößen in den Kindergärten und zusätzliche Fachkräfte sind die Eckpunkte dieser Initiative. In Summe besuchen aktuell über 70.000 Kinder eine institutionelle Kinderbetreuungseinrichtung in Niederösterreich. Bei Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren liegt die Betreuungsquote bei 98,3 Prozent. Berechnungen ergeben, dass bis 2027 zusätzlich bis zu 600 Elementarpädagoginnen und bis zu 1.750 Betreuerinnen und Betreuer in Kindergärten und Kleinkindbetreuungseinrichtungen benötigt werden.

Nachdem im Vorjahr die NÖ Landesregierung per Beschluss und der NÖ Landtag mit den notwendigen gesetzlichen Änderungen die „Blau-gelbe Kinderbetreuungsoffensive“ auf den Weg gebracht haben, arbeitet das Land Niederösterreich gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice, der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik und mit den Erwachsenenbildungseinrichtungen intensiv daran, ab Herbst 2023 neue und damit gute Rahmenbedingungen und Modelle im Bereich der Kinderbildung und -betreuung sowohl für Erst-, als auch für Quer- und Wiedereinsteiger zu schaffen. „Unser Ziel war es, eine einheitliche, qualitativ hochwertige und AQUA-förderfähige Ausbildung im Bereich Kinderbetreuung sicherzustellen, damit neue und geeignete Personengruppen gewonnen werden können und gleichzeitig den Gemeinden ein attraktives Modell zur Verfügung gestellt werden kann“, so Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Arbeitsmarkt-Landesrätin Susanne Rosenkranz. Über das Programm AQUA – Arbeitsplatznahe Qualifizierung - des Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ erhalten arbeitslose Personen während der Ausbildung eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes und eine Beihilfe zu den Kursnebenkosten durch das AMS NÖ. Während der Dauer der Ausbildung sind die Personen weiterhin beim AMS gemeldet und kranken-, unfall-und pensionsversichert.

Dazu meint die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ, Sandra Kern: „Die Umsetzung der Qualifizierungsoffensive mit dem Modell der arbeitsplatznahen Qualifizierung schafft eine Win-Win-Situation für viele Seiten: Für jobsuchende Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, die Betreuungseinrichtungen, die Personal suchen, für Eltern, die mehr arbeiten wollen oder müssen und für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Das AMS sorgt für die Rekrutierung und Existenzsicherung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Programm.“

Die MAG Menschen und Arbeit GmbH dient dabei als einheitliche Schnittstelle zwischen dem AMS NÖ, Gemeinden, Trägerorganisationen (Kindergärten), Ausbildungsinstitutionen, dem Land und Personen, die an einer Ausbildung im Kinderbetreuungsbereich interessiert sind. Interessierte bzw. förderbare Personen werden in allen organisatorischen und administrativen Belangen unterstützt und zu beruflichen und qualifikatorischen Themen beraten.

Mit der „Blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive“ schlägt das Land ein neues Kapitel für Familien in Niederösterreich auf. Dafür werden in den kommenden fünf Jahren bis zu 750 Millionen Euro investiert. 400 Millionen Euro kommen seitens des Landes und 350 Millionen stemmen die Gemeinden und Städte. In der jüngsten Sitzung des NÖ Schul- und Kindergartenfonds wurden die ersten Bauprojekte für die Errichtung neuer Kindergarten- und Kleinkindgruppen im Zuge der „Blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive“ mit den erhöhten Fördersätzen – 48 Prozent statt wie früher 27 Prozent – beschlossen. „Der Ausbau der Kinderbetreuung in Niederösterreich mit einem bedarfsgerechten und wohnortnahen Angebot schafft Wahlfreiheit für die Eltern in Niederösterreich. In welcher Intensität sie dieses Angebot nutzen, liegt in der Entscheidung der Familien. Zugleich werden neue Arbeitsplätze im Bereich der Kinderbetreuung geschaffen“, so Teschl-Hofmeister und Rosenkranz.

„Die Blau-gelbe Kinderbetreuungsoffensive bedarf einer enormen Kraftanstrengung - auch seitens der Gemeinden. Vor allem die Personalsuche stellt für uns eine riesige Herausforderung dar. Mit dem neuen Programm ermöglichen wir es, Menschen aus ihrer Arbeitslosigkeit heraus den Umstieg in einen neuen Job als Kinderbetreuer sicherzustellen. Als Teil des Gesamtprojektes übernehmen die teilnehmenden Gemeinden die Kosten der Qualifizierung. Kinderbetreuung ist ein toller Job und der wird für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit diesem Programm noch attraktiver!“, so Gemeindebund-Präsident Hannes Pressl und Gemeindevertreterverband-Präsident Rupert Dworak.

Weitere Informationen beim Büro LR Teschl-Hofmeister unter 02742/9005-12655, Mag. (FH) Dieter Kraus, und E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at

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