20 Jahre NÖ Frühjahrsputz: 630.000 Menschen engagieren sich für die Umwelt

Was im Jahr 2006 als gemeinsame Initiative des Landes Niederösterreich und der NÖ Umweltverbände begann, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zur größten Umweltaktion des Bundeslandes entwickelt. Unter dem Motto „Wir halten Niederösterreich sauber“ engagieren sich jährlich tausende Menschen, um gemeinsam Straßen, Wiesen und Wälder von achtlos weggeworfenem Abfall zu befreien. 2026 feiert der NÖ Frühjahrsputz sein 20-jähriges Jubiläum und die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen.

Seit dem Start der Initiative haben rund 630.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher an mehr als 14.000 Sammelaktionen teilgenommen und dabei rund 2.000 Tonnen Abfall aus der Natur entfernt. Allein 2026 beteiligten sich rund 51.000 freiwillige Helferinnen und Helfer an etwa 1.000 Sammelaktionen in ganz Niederösterreich. Dabei wurden rund 159.000 Kilogramm Abfälle aus Wiesen, Wäldern, Gewässern und dem öffentlichen Raum entfernt.

Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des NÖ Frühjahrsputzes spielen neben den Freiwilligen die regionalen Abfallverbände. Sie unterstützen die Aktionen vor Ort bei der Organisation, stellen Sammelmaterialien wie Säcke und Handschuhe zur Verfügung und sorgen anschließend für die fachgerechte Entsorgung der gesammelten Abfälle. Im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung wurden 2026 auch die Preise des landesweiten Frühjahrsputz-Gewinnspiels vergeben. Nähere Informationen sowie sämtliche Fotos der Gewinnerinnen und Gewinner finden Sie online unter: 20 Jahre NÖ Frühjahrsputz: Gemeinsam für eine saubere Umwelt.

Fixtermin im Kalender: Tausende Freiwillige machen Jahr für Jahr mit

Eine Umfrage im Rahmen von „Österreich sammelt“ zeigt, dass achtlos weggeworfener Abfall (kurz Littering) zu den größten Alltagsärgernissen der Bevölkerung zählt. Müll in der Natur wird von vielen Menschen als besonders störend empfunden. Nicht zuletzt, deshalb ist der Frühjahrsputz für zahlreiche Gemeinden, Vereine und Organisationen mittlerweile ein fixer Termin im Jahreskalender. Bei den NÖ Frühjahrsputz-Aktionen werden immer wieder auch skurrile Dinge gefunden, wie Gebissabdrücke, Toiletten, Stofftiere, Badewannen und vieles mehr. Alle diese Dinge haben eines gemeinsam – sie haben nichts in der Natur zu suchen.

Littering stört nicht nur optisch, es hat auch weitreichende Folgen für Umwelt und Gesellschaft. Weggeworfene Abfälle können Böden und Gewässer verschmutzen, Tiere gefährden und die Natur nachhaltig schädigen. Außerdem entstehen durch die Beseitigung von achtlos entsorgtem Müll hohe Kosten. Jede und jeder kann einen Beitrag leisten, damit Abfälle gar nicht erst in der Natur landen: vorhandene Abfallbehälter nutzen oder Abfälle mitnehmen (Stichwort TAschenbecher!) und später richtig entsorgen.

Am häufigsten landen in Österreich laut Studie Zigarettenstummel in der Umwelt – rund 183 Millionen Stück erden davon pro Jahr weggeräumt. Dahinter folgen Sackerl und Folien (ca. 62 Mio.), Getränkebecher (13 Mio.) und Lebensmittelverpackungen (11 Mio.). Da es sich bei diesen Mengenangaben um Hochrechnungen aus den dokumentierten Littering-Mengen handelt, liegt die Dunkelziffer weitaus höher. Für Getränkeflaschen aus Kunststoff wurde mit 1. Jänner 2025 ein Pfandsystem eingeführt, um Littering zu reduzieren, denn diese Gebinde zählten bislang ebenfalls zu den am häufigsten gelitterten Kunststoffverpackungen.


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Letzte Änderung dieser Seite: 23.6.2026
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