Am gestrigen Samstagabend fand anlässlich 30 Jahre „Kunst im Öffentlichen Raum Niederösterreich“ in der Alten Scheune in Grafenegg ein Festakt statt. Dabei sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, dass „Kunst und Kultur in Niederösterreich an allen Ecken und Enden spürbar ist. Kunst ist bei uns in Niederösterreich kein Luxus, sondern Lebenselixier und Motor für die Regionen.“
Denn vor 40 Jahren sei Niederösterreich kulturell im Schatten der Bundeshauptstadt gestanden. Mit der eigenen Landeshauptstadt sei jedoch der große Wendepunkt Niederösterreichs gelungen. „Von erster Minute an war klar, dass die Landeshauptstadt nicht in Konkurrenz zu den Regionen steht, sondern als Motor für die Entwicklung der Regionen steht. Gleiches gilt für die Kultur“, unterstrich sie. Neben den großen Leuchtturmprojekten wie dem Festspielhaus, dem Museum Niederösterreich, dem Kinderkunstlabor, der Ehemaligen Synagoge oder Grafenegg sei Kunst und Kultur an allen Ecken und Enden des Landes zu spüren – dazu habe auch Kunst im Öffentlichen Raum beigetragen. „Diese Erfolgsgeschichte ist kein Zufall, sondern ein Stück harter Arbeit“, erklärte Mikl-Leitner und verwies auch auf die Kulturstrategie des Landes.
Die Bedeutung von Kunst im Öffentlichen Raum sei jedenfalls groß und die Landeshauptfrau bedankte sich bei „all jenen, die diese Entwicklung mitgemacht und möglichgemacht haben.“ Gerade in diesen so herausfordernden Zeiten brauche es nicht weniger, sondern mehr Kunst. Denn, so die Landeshauptfrau, „Kunst gibt uns Orientierung und motiviert uns, hinzuschauen anstatt wegzuschauen. Es braucht jede Art von Kunst, Niederösterreich macht die Vielfalt aus“, sagte sie und unterstrich: „Ich möchte Kunst im Öffentlichen Raum nicht missen.“
Kunst im Öffentlichen Raum Niederösterreich-Leiterin Katrina Petter freue sich, mit so vielen Wegbegleitern dieses Jubiläum zu feiern und betonte: „Das Faszinierende an Kunst im Öffentlichen Raum ist, dass sie so vielfältig ist. Die Fülle an unterschiedlichsten Projekten geht auf die Kreativität der Kunstschaffenden zurück. Immer wieder schaffen es Künstlerinnen und Künstler Projekte umzusetzen, vor denen man nur den Hut ziehen kann.“ So unterschiedlich die Formen seien, es verbinde sie alle, dass sie spezifisch konzipiert wurden. „Alle Beteiligten müssen für Kunst im Öffentlichen Raum ihre Komfortzone verlassen“, sagte sie. Katharina Blaas, ehemalige Leiterin von Kunst im Öffentlichen Raum Niederösterreich, sprach über die Anfänge der Initiative und meinte: „Heute ist Kunst im Öffentlichen Raum nicht mehr wegzudenken.“
Schriftstellerin und Nestroy-Preisträgerin 2024 Magdalena Schrefel gab in der Alten Scheune zudem eine Lesung zum Besten. Im Zuge des Festaktes wurde auch die neue Ausgabe des Kulturmagazins „morgen“ von Nina Schedlmayer vorgestellt. Die Chefredakteurin sagte, dass man das Jubiläum zum Anlass genommen habe, ein Sonderheft zu Kunst im Öffentlichen Raum herauszubringen. Musikalisch gestaltet wurde das Fest vom Musikverein Engabrunn, moderiert wurde der Festakt von Anna Soucek.
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„morgen“-Chefredakteurin Nina Schedlmayer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Katharina Blaas und Kunst im Öffentlichen Raum Niederösterreich-Leiterin Katrina Petter (v.l.n.r.) beim Festakt.

Gruppenfoto zu 30 Jahre Kunst im Öffentlichen Raum Niederösterreich in der Alten Scheune in Grafenegg.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte den großen Stellenwert von Kunst und Kultur in Niederösterreich.
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