31.05.2021 | 13:43

15 Jahre Biosphärenpark Wienerwald

Pernkopf und Czernohorszky ziehen Erfolgsbilanz

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky zogen in der Wiener Waldschule Ottakring eine Erfolgsbilanz über 15 Jahre Biosphärenpark Wienerwald (v.r.n.l.)
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky zogen in der Wiener Waldschule Ottakring eine Erfolgsbilanz über 15 Jahre Biosphärenpark Wienerwald (v.r.n.l.)© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Mit einem Dankeschön für die gute Zusammenarbeit eröffnete LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf am heutigen Montag in der Waldschule Ottakring in Wien seine Erfolgsbilanz über 15 Jahre Biosphärenpark Wienerwald, die er gemeinsam mit Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Biosphärenpark-Direktor Andreas Weiß und Forstdirektor Andreas Januskovecz zog.

„Das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Mitteleuropas mit über 30 verschiedenen Waldtypen, Lebensraum für 850.000 Menschen, kennt keine Landesgrenzen, es ist ein verbindendes Element zwischen Niederösterreich und Wien und Herz und Heimat zugleich“, betonte dabei der LH-Stellvertreter und erinnerte an die Bemühungen Josef Schöffels vor 150 Jahren und den Beschluss des Wald- und Wiesengürtels vor 115 Jahren, ehe 2006 die 15a-Vereinbarung der beiden Länder zum Betrieb des Biosphärenparks Wienerwald unterzeichnet wurde.

In Bezug auf den hohen Nutzungsdruck und den Wunsch vieler Menschen nach einem Haus im Grünen nannte Pernkopf die vom Land Niederösterreich gezogenen Siedlungsgrenzen eine „rote Linie, um den grünen Ring um Wien zu schützen“. Zusätzlich zu den rund 1.000 ausgewiesenen Siedlungsgrenzen sei 2019 auch die Pflegezonen-Verordnung novelliert worden, um Wald und Wiesen zu bewahren.

Hinsichtlich der Sehnsucht der Menschen nach der Ursprünglichkeit der Natur sagte der LH-Stellvertreter: „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass, während die Jumbojets am Boden blieben, die Menschen vermehrt die heimischen Schutzgebiete besuchten. Die Besuchersteigerung von 25 Prozent bei den niederösterreichischen Natur- und Nationalparks dokumentiert den hohen Stellenwert der Schutzgebiete. Inmitten der Renaissance der Naturräume dürfen aber Hausverstand und Respekt nicht zu Hause gelassen werden“.

Umso wichtiger sei das Biosphärenpark-Management, das mit seinen Veranstaltungen wie den „Tagen der Artenvielfalt“ rund 250.000 Menschen erreiche, das Heer an Freiwilligen, das z. B. in 100 Pflegeeinsätzen zur Erhaltung der Artenvielfalt beitrage, und die 22 Partnerbetriebe aus den Bereichen Landwirtschaft und Gastronomie. „Der Biosphärenpark Wienerwald ist gelebte Regionalentwicklung über Landesgrenzen hinweg. Für die Zukunft wünsche ich mir ein Vorantreiben der Naturvermittlung, einen Ausbau der Partnerbetriebe, eine weitere Motivierung der Freiwilligen und eine Stärkung der Biosphärenpark-Gemeinden und –Bezirke“, so Pernkopf abschließend.

Czernohorszky bedankte sich ebenfalls für die großartige Partnerschaft und bezifferte die Anzahl der Menschen, die jährlich den Biosphärenpark mit seinem mehr als 3.000 Kilometer langen Netz an markierten Wegen und Strecken besuchen, mit 50 Millionen: „Für Wien ist der Wienerwald Lebensader, Herz, Erholungsoase und Lunge der Stadt. Seine Kühlwirkung entspricht der Leistung von 23 Millionen Klimageräten, er deckt den Sauerstoffbedarf von 2 Millionen Menschen. Wir müssen daher alles tun, um den Wienerwald zu bewahren, das Klima zu schützen und das Naturbewusstsein zu stärken. Jedes Kind aus Wien und Niederösterreich soll wissen, was es am Wald hat“.

Weiß erinnerte daran, dass die Idee des Biosphärenparks heuer bereits 50 Jahre alt sei, das Schutz- und Entwicklungsprogramm der UNESCO für einzigartige Landschaften hätten die beiden Bundesländer aufgegriffen; mittlerweile gebe es über 700 Biosphärenparks in rund 130 Ländern. „Der Biosphärenpark Wienerwald bringt die Erhaltung des Artenreichtums und die regionale Entwicklung in Einklang, er dient nicht nur dem Naturschutz, sondern bezieht auch die Entwicklung des Menschen mit ein. 5 Prozent sind als Kernzone außer Nutzung gestellt und damit der Urwald von morgen, 64 Prozent gelten als Entwicklungszone“, meinte der Biosphärenpark-Direktor und verwies u. a. auf die Mountainbike-Plattform, eine eigene Wanderkarte, Fair-Play-Regeln, Aktionstage und einen Wettbewerb, der die Entwicklungsideen der Bevölkerung für Kleinprojekte miteinbezieht.

Januskovecz schließlich bedankte sich ebenfalls bei den politischen Vertretern, beim Team des Biosphärenparks und bei den großen und kleinen Grundeigentümern, welche die Idee mitgetragen hätten, die 2002 bei der 1.000-Jahre-Feier des Wienerwaldes konkrete Formen angenommen habe: „Der Biosphärenpark Wienerwald war nicht selbstverständlich, angesichts beunruhigender Studien zum Klimawandel, die ein Plus von 5 Grad Celsius und ein Minus von 25 Prozent an Niederschlägen voraussagen, aber ganz besonders wichtig“.

Nähere Informationen beim Büro LHStv. Pernkopf unter 02742/9005-12705, Jürgen Maier, und e-mail j.maier@noel.gv.at bzw. beim Büro StR Czernohorszky unter 01/40 00-814 46, Michaela Zlamal, und e-mail michaela.zlamal@wien.gv.at.

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Erfolgsbilanz über 15 Jahre Biosphärenpark Wienerwald in der Wiener Waldschule Ottakring: Forstdirektor Andreas Januskovecz, Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Försterin Linda Findenig, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Biosphärenpark-Direktor Andreas Weiß (v.l.n.r.)
Erfolgsbilanz über 15 Jahre Biosphärenpark Wienerwald in der Wiener Waldschule Ottakring: Forstdirektor Andreas Januskovecz, Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Försterin Linda Findenig, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Biosphärenpark-Direktor Andreas Weiß (v.l.n.r.)© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Erfolgsbilanz über 15 Jahre Biosphärenpark Wienerwald in der Wiener Waldschule Ottakring: Forstdirektor Andreas Januskovecz, Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Försterin Linda Findenig, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Biosphärenpark-Direktor Andreas Weiß (v.l.n.r.)

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