Aktuelle Gefahren

spätsommerliche Wetterlage mit Gewittern, Stand 17.09.20, 10.00 Uhr

ZAMG-Wetterwarnungen Schwere Unwetter sorgten am 22. August 2020 in den Bezirken Melk, St. Pölten, Krems, Mistelbach, Korneuburg und Neunkirchen für hunderte Feuerwehreinsätze. Die größten landwirtschaftlichen Schäden entstanden in der Wachau durch Hagel an den Weinkulturen. Eine Gewitterzelle sorgte ab 16.00 - 19.00 Uhr am Samstag im Bereich Mank, Kilb, Bischofstetten und Hürm im Bezirk Melk für rekordverdächtige Niederschläge von 140-180 Liter pro Quadratmeter.  Die Wassermassen führten zu einem historischen Hochwasserereignis entlang der Sierning bis in die Einmündung in die Pielach in der Gemeinde Haunoldstein. Während man im Oberlauf der Sierning von einem Ereignis größer HQ 100 laut ersten Schätzungen ausgeht wurde am Pegel Großsierning fast ein HQ 100 Wert erreicht. Die Stadt Mank war stundenlang nur erschwert zu erreichen.
Am Sonntag waren LH Stv. Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner mit den zuständigen Bezirkshauptleuten in den betroffenen Gemeinden unterwegs, um die überörtliche Hilfe zu koordinieren. Ab Montag werden die ersten Schadenskommissionen in den betroffenen Gemeinden ihre Arbeit aufnehmen, um den Geschädigten rasch finanzielle Hilfe zukommen zu lassen. Bei den Aufräumarbeiten werden Katastrophenhilfeeinheiten aus anderen Bezirken die örtlichen Kräfte unterstützen. 
ORF Bericht vom 23. August 2020

Gewittergefahr - allgemeine Informationen

Gewitter können innerhalb kürzester Zeit mit Regen, Hagel, Sturm und Blitzschlag auftreten und sorgen oftmals für schwere Schäden an Gebäuden und in der Landwirtschaft. Auch für den Menschen besteht Lebensgefahr durch Blitzschlag und umstürzende Bäume bei Sturm. Kräftige Sturmböen mit über 100km/h sind in Österreich keine Seltenheit. Auch Tornados können in Niederösterreich auftreten, werden aber sehr selten beobachtet. Jedes Jahr sterben in Österreich Menschen durch Gewitter. Daher ist der Aufenthalt im Freien während eines Gewitters unbedingt zu vermeiden!

Wenn aus einer Gewitterwolke innerhalb weniger Minuten große Regenmengen fallen spricht man von Starkregen. Der Boden kann die Wassermassen, die über einem Landstrich abgelassen werden, nicht mehr aufnehmen. Das Wasser läuft oberflächlich über Wiesen, Hänge, Felder und Straßen an den tiefsten Punkt im Gelände. Dieses Oberflächenwasser dringt dann oftmals in Garagen und Kellerräume ein und sorgt für enorme Wasserschäden. Im Bergland können auch Muren und Hangrutschungen für schwere Schäden sorgen. Eine Mure ist eine breiartige Mischung aus Wasser, Feinsedimenten, Geröll und sogar Bäumen. 

Die Gewittervorhersage für einen bestimmten Ort ist sehr schwierig. Beobachten Sie gerade bei Unternehmungen im Freien (Wanderungen, Bergtouren, Bootsfahrten) die Wetterentwicklung sehr genau, um sich und ihre Familie rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Nähere Informationen zu Gewitter finden Sie im Artikel "Gefahren im Sommer" weiter unten!

Wertvolle Informationen zu Hitze im Sommer

Vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere und chronisch kranke Menschen sowie 
Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind bei Hitzeperioden aus verschiedenen 
Gründen besonders gefährdet.

Waldbrandgefahr

Die Waldbrandgefahr ist aktuell durch die ausgiebigen Niederschläge der letzten Wochen entschärft.


Weiterführende Informationen zu Gefahren im Sommer


 

Ihre Kontaktstelle des Landes für Zivil- & Katastrophenschutz

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz
Langenlebarner Strasse 106 3430 Tulln E-Mail: post.ivw4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 - 13352
Fax: 02742/9005 - 13520
Letzte Änderung dieser Seite: 17.9.2020
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