Wohnbauförderung Wohnungssanierung

Förderungen für Wohnungssanierung werden für Objekte im Eigentum von natürlichen Personen mit einer zu sanierenden (Wohn)Nutzfläche von mehr als 500 m2 oder im Eigentum juristischer Personen zuerkannt. 

Gefördert werden,

  • die Sanierung von Wohnhäusern (§ 1 Abs. 12 der NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011)
  • die Sanierung von Wohnungen (§ 1 Abs. 14 der NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011)
  • die Sanierung von Ordinationen für Humanmediziner und Räumlichkeiten für therapeutische
    Behandlungen (jedoch nur in Verbindung mit Förderung von Wohnungen)
  • die Sanierung von Wohnheimen (§ 1 Abs. 13 der NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011)
  • der Einbau von Wohnungen in bisher nicht zu Wohnzwecken gewidmeten Gebäuden 
  • der Auf- oder Einbau von Wohnungen in Dachböden als Nachverdichtung.
  • Werden im Zuge einer Sanierung Wohnungen im Sinne einer Grundstücksverdichtung auf
    derselben Liegenschaft errichtet, kann die Förderung ebenfalls im Rahmen der
    Wohnungssanierung erfolgen.

Förderbare Sanierungsmaßnahmen sind:

  • Wärmeschutzmaßnahmen  und Maßnahmen zur Verminderung des Energieverbrauches
  • schalldämmende Maßnahmen
  • behindertengerechte Maßnahmen
  • Erhaltungsarbeiten zur Bestandsicherung des Objektes
  • die Vereinigung oder Teilung von Wohnungen
  • die Sanierung oder Errichtung von der gemeinsamen Benützung der Bewohner dienenden Räumen oder Anlagen, wie Wasserleitungs-, Stromleitungs- und Sanitäranlagen, Zentralheizungsanlagen mit oder ohne Anschluss an Fernwärme. Die Sanierung von Gasleitungsanlagen
  • im Zusammenhang mit anderen überwiegenden Sanierungsmaßnahmen bei Wohnungssanierungsförderung auch die Errichtung oder Umgestaltung von Außenanlagen und Nebengebäuden (z.B. Abstellanlagen für Kraftfahrzeuge, Abstellräumen), Erneuerung und Herstellung allgemein genutzter Anlagen und Räume (z.B. Stiegenhausmalerei).
  • Sicherheitspaket
  • Heizungsanlagen mit und ohne Warmwasseraufbereitung mit erneuerbarer bzw. mit Umweltenergie
  • Präventivmaßnahmen für den Hochwasserschutz 

Nicht förderbare Sanierungsmaßnahmen sind:

  • Fassadenanstriche und - sanierungen, wenn die Fassade nicht unter Denkmalschutz steht oder es sich nicht um ein erhaltenswertes historisches Gebäude handelt
  • Oberflächenausführung in den Wohnungen, außer diese wird durch Grundrissänderungen, Sanierung oder Neuherstellung des konstruktiven Aufbaues einzelner Gebäudeteile oder durch Sanierung bzw. Neuherstellung diverser Leitungen erforderlich
  • Wohnungsinnentüren, außer die Sanierung bzw. Neuherstellung wird durch Grundrissänderungen, Sanierung oder Neuherstellung des konstruktiven Aufbaues einzelner Gebäudeteile erforderlich oder die Türen sind in einem nicht mehr funktionsfähigen Zustand
  • sämtliche Verbauten, Schränke, Kästen, Handtuchhalter, Spiegel, Seifenschalen etc.
  • Beleuchtungskörper in den Wohnungen
  • offene Kamine
  • Öl- und Gasheizungssysteme außer sie sind als behindertengerechte Maßnahme erforderlich
  • Tausch einer bestehenden Heizung auf eine Elektroheizung
  • Festbrennstoffkessel (Allesbrenner)
  • Investitionskosten für Kühlanlagen die nicht ausschließlich mit erneuerbarer Energie oder mit Fernkälte betrieben werden

 

Hochwasserschutzmaßnahmen

Die niederösterreichische Wohnbauförderung unterstützt im Rahmen der Wohnungssanierung Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen infolge von Hochwasserschäden an Wohngebäuden einschließlich des Kellers.

Die Voraussetzung, dass für dieses Gebäude die Baubewilligung mindestens 20 Jahre zurückliegen muss, entfällt. Das Recht zur Benützung muss gegeben sein.

Für die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen ist ein entsprechendes Ansuchen samt Beratungsprotokoll des Amtsachverständigen des NÖ Gebietsbauamtes zu stellen. Im übrigen gelten die Bestimmungen der Wohnungssanierung.

Nach den NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011 dürfen Förderungen nur zuerkannt werden:

  • Gemeinnützige Bauvereinigungen, Gemeinden und sonstigen juristische Personen, natürlichen Personen, wenn die zu sanierende Wohnnutzfläche mehr als 500 m² beträgt. Der Förderungswerber muss Eigentümer oder Bauberechtigter sein.

Hinweis: Bei Gebäuden, an denen Wohnungseigentum begründet ist, wird jedenfalls die
                 Sanierung von Allgemeinbereichen im Zuge dieser Förderung abgewickelt.

  • dem Verwalter, der gemäß § 6 Abs. 2 MRG oder der gem. § 14 c Abs.2 WGG bestellt ist.

 

Bei der Förderung der Wohnungssanierung ist in der Regel die Zustimmung aller Eigentümer bzw. Wohnungseigentümer durch ihre Unterschrift am Ansuchen und sämtlichen Unterlagen nachzuweisen. Bei Wohnungseigentümergemeinschaften kann für die Förderung von der Zustimmung aller Eigentümer abgegangen werden.
Wird eine Wohnungseigentümergemeinschaft durch einen Verwalter vertreten, ist eine Vollmachtserklärung (PDF-Datei) des Verwalters ausreichend, dass er gemäß § 18 Abs. 2 WEG 2002 vertretungsbefugt ist. Anderenfalls ist eine von allen Eigentümern gefertigte Vollmacht erforderlich.

Diese Regelung gilt für die Abwicklung von Förderungsansuchen, nimmt aber keinen Einfluss auf andere wohnrechtliche Bestimmungen.

Förderungshöhe - Objektförderung

Die Objektförderung besteht aus einem konstanten nicht rückzahlbaren Zuschuss in der
Höhe von jährlich höchstens  4%  zu den Annuitäten von Ausleihungen im Ausmaß von höchstens 30% der anerkannten Sanierungskosten. Bei zum Zeitpunkt der Zusicherung anerkannten Sanierungskosten unter EURO 360,-- /m2 Wohnnutzfläche hat der Zuschuss eine Laufzeit von 10 Jahren. Bei zum Zeitpunkt der Zusicherung anerkannten Sanierungskosten ab EURO 360,--/m2 Wohnnutzfläche wird diese Objektförderung wahlweise für 10 oder 15 Jahre zuerkannt.
Die Mindestlaufzeit der förderbaren Ausleihung beträgt 10 Jahre. Förderbare Obergrenze der
anerkannten Sanierungskosten sind EURO 1.000,-- pro Quadratmeter Wohnnutzfläche. Die
höchst förderbare Nutzfläche beträgt 130 m2.

Nähere Details zur Objektförderung und Förderungshöhe finden Sie in den §§ 36, 37 NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011(siehe Downloads - unten).

Die Berechnung erfolgt anhand eines Punktesystems. Höchstens 100 Punkte werden der Förderung zugrunde gelegt. Mit diesen beiden Rechnern können Sie die Förderungshöhe ermitteln.

BERECHNUNG EKZ UND PUNKTE

BERECHNUNG DER ENERGIEKENNZAHL UND PUNKTE (7.Änderung mit Anforderung HWB Ref, RK 68/34 - bis 31. Dezember 2016)

Für Barrierefreies Bauen/Betreutes Wohnen gibt es Zusatzpunkte. Details dazu finden Sie HIER.

Für die Einreichung muss das aufgelegt Antragsformular verwendet und inklusive aller Beilagen übermittelt werden. Die erforderlichen Beilagen sind im Punkt "IV. Beilagen" detailliert gelistet!

HINWEIS: Solange diese Mindesterfordernisse nicht erfüllt sind, kann ein Ansuchen nicht angenommen werden.

Sanierungsbeginn darf erst nach Annahme der Zusicherung (Förderungsvertrag) sein!

Allgemein gültige Formulare

FÖRDERUNG; NÖ Wohnungsförderungsrichlinien 2011 ab 7. Änderung

FÖRDERUNG; NÖ Wohnungsförderungsrichlinien 2011 ab 6. Änderung

FÖRDERUNG; NÖ Wohnungsförderungsrichlinien 2011 ab 3. Änderung

FÖRDERUNG; NÖ Wohnungsförderungsrichlinien 2011 vor 3. Änderung

- Formulare für Förderungsfälle, die ab 01.01.2006 und aufgrund Übergangsregelungen gemäß Regierungsbeschluss vom 27.01.2009 bewilligt wurden:
Formulare für Förderungsfälle, die bis zum 31.12.2005 bewilligt wurden:


weiterführende Links
Downloads

Ihre Kontaktstelle des Landes für die Wohnungssanierung

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Wohnungsförderung
Landhausplatz 1, Haus 7a 3109 St. Pölten E-Mail: post.f2auskunft@noel.gv.at
Tel: 02742/22133
Fax: 02742/9005-14050
Letzte Änderung dieser Seite: 26.6.2017
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