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Niederösterreichische Landeswarnzentrale in Tulln

Disponenten der Landeswarnzentrale, Foto: Jürgen Pistracher
NÖ Landeswarnzentrale




Anfänge

In den sechziger Jahren wurde die damalige Funkstelle "Florian Tulln" von den Ausbildnern der  NÖ Landes-Feuerwehrschule betreut.
Aufgrund der steigenden Einsatzzahlen und einer Erweiterung des Aufgabengebietes wurde ab 1. Jänner 1981 die Besetzung auf vier fix zugeteilte Beamte im Turnusdienst (Karl Pollak, Walter Guttenbrunner, Rudolf Prohaska und Gottfried Breier) umgestellt. Im Zuge von Pensionierungen erfolgten seither personelle Ablösen durch Franz Liebl, Helmut Kowar, Helmut Fleischmann, Gerhard Müller und Werner Hammerl. Um den Tagesbetrieb in Doppelbesetzung führen zu können, erfolgte im Frühjahr 2007 eine personelle Aufstockung um zwei Dienstposten. Mit 1. März 2007 traten Christian Bartl und Bernd Wesely als Disponenten ihren Dienst an. Um eine durchgehende Doppelbesetzung zu ermöglichen wurden die bereits im Landesdienst tätigen Kollegen Ernest Jamy per 1. Jänner 2010 und Jürgen Pistracher per 1. März 2011 zur NÖ Landeswarnzentrale versetzt.

Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl im April 1986 wurde vom Bund, den Ländern und Gemeinden gemeinsam ein flächendeckendes System zur Alarmierung der Bevölkerung im Zivilschutz- und Katastrophenfall eingerichtet. Die Umsetzung erfolgte in Niederösterreich durch die Errichtung eines funkgesteuerten Sirenensystems, das von der Funkwerkstätte und dem NÖ Landesfeuerwehrverband kostengünstig serviciert wird. Landesweit sind rund 2300 funkferngesteuerte Sirenen an dieses Warn- und Alarmsystem angeschlossen. Mit dem Ausbau dieses Systems konnte die damalige Nachrichtenzentrale ab 1993 alle Feuerwehren des Bezirkes Tulln über Funk alarmieren.

Die NÖ Landesregierung und der NÖ Landesfeuerwehrverband entschlossen sich zur Umgestaltung der Nachrichtenzentrale in eine gemeinsame Servicestelle - NÖ Landeswarnzentrale - sowie zur Errichtung eines landesweit einheitlichen Einsatzleitsystems. Nachdem die technischen Voraussetzungen für die Übernahme der Feuerwehr-Notrufe aus weiteren Bezirken abgeschlossen war, erfolgte nach umfangreichen Software-Tests die offizielle Eröffnung am 7. November 2003 durch Landesrat Dipl.-Ing. Josef Plank am Standort der ehemaligen Landes-Feuerwehrschule in der Tullner Nussallee.

Nach Abschluss einer zweijährigen Bauphase des NÖ Zentrums für Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz erfolgte Ende Mai 2006 die Übersiedlung an den neuen Standort in der Langenlebarner Straße.

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Die acht Disponenten der NÖ Landeswarnzentrale, Foto: Jürgen Pistracher
NÖ Landeswarnzentrale

Das Team der LWZ-Disponenten - BM Jürgen Pistracher, BM Ernest Jamy, BM Christian Bartl, OBM Werner Hammerl, BI Gerhard Müller, ABI Gottfried Breier, OBM Helmut Fleischmann, BM Bernd Wesely, - anlässlich der Dienstumstellung zur durchgehenden Doppelbesetzung per 01.09.2011.
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Aufgaben

Die Landeswarnzentrale stellt die permanent besetzte Katastrophenschutzzentrale auf Landesebene dar. Ihre Aufgabe ist u.a. die Warnung und Alarmierung der Bevölkerung im Katastrophenfall sowie die Koordination der Einsatzkräfte bei Großkatastrophen in NÖ und Alarmierung der Feuerwehren in sieben Verwaltungsbezirken (Gmünd, Horn, Waidhofen/Thaya, Zwettl, Hollabrunn, Tulln, Bruck/Leitha).

Die Zentrale ist im Turnusdienst mit mindestens zwei Disponenten ständig und durchgehend besetzt, wobei die Besetzung bei steigender Inanspruchnahme durch Einsätze oder Katastrophen nach Bedarf erhöht werden kann. Weiters können zur Entlastung auch die jeweiligen Bezirksalarmzentralen besetzt und die Notrufe umgeleitet werden.

Die Hauptaufgaben der Disponenten (in alphabetischer Auflistung):

Weiters überwachen die als Operator speziell geschulten Mitarbeiter der Landeswarnzentrale seit Herbst 2011 auch den der Landesstraßenverwaltung unterstellten Buchenbergtunnel in Waidhofen an der Ybbs. Die Aufgaben im Rahmen dieser Überwachungszentrale sind u.a. die Überwachung sämtlicher technischer Systeme mit Unterstützung einer elektronischen Prozessleittechnik, Videoüberwachung mit 14 Kameras, Verkehrsregelung durch Schaltung vordefinierter Verkehrsprogramme.

Ziel unserer Arbeit ist, Jene, die Hilfe brauchen, mit Jenen, die Hilfe leisten können, zusammenzuführen !

Zur optimalen Einsatzabwicklung steht der Landeswarnzentrale ein Netzwerk an Fachinformationen zur Verfügung, das weit über die Grenzen des Bundeslandes hinausgeht. Neben rein technischen Informationsquellen, wie den Messdaten des Strahlenfrühwarnsystems, des Luftgütemesssystems oder der Wasserstandspegelmessstellen, steht die Landeswarnzentrale auch in ständigem Kontakt mit Experten und Fachleuten auf Ebene des Landes, des Bundes, aber auch benachbarter Staaten, d.h. die LWZ ist im Informationsverbund mit den regionalen Zentralen der Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie mit den regionalen Kontaktstellen der jeweils angrenzenden Nachbarstaaten.


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Technische Ausstattung

Um die umfangreichen Aufgaben erfüllen zu können und effiziente Disponierungen zu ermöglichen bedurfte es einer modernen technischen Ausstattung. Die Zentrale, welche mit Doppelboden und abgehängter Decke ausgestattet ist, besteht aus einem Raum mit integriertem Aufenthaltsbereich und angeschlossener Küche. Weiters stehen Sanitärräume sowie ein Ruheraum für den zweiten Disponenten zur Verfügung.
Die beiden länglichen, arbeitsfunktionell abgestuften Einsatzleittische sind für maximal vier Disponenten ausgelegt in deren Blickfeld sich neben einer elektronischen Digitaluhr mit alphanumerischer Anzeige eine Front-Videowand, bestehend aus vier 46 Zoll LCD-Screens, auf welche aktuelle TV-Bilder in HD-Qualität, Landkarten, Lagebilder, die Videobilder aus dem Buchenbergtunnel sowie sonstige wichtige Informationen projiziert werden können, befinden. Die allgemeine Betriebssicherheit soll durch folgende Maßnahmen garantiert werden:

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Landesweites Einsatzleitsystem

Die Erreichbarkeit der Bevölkerung im Zivilschutzfall über die Landeswarnzentrale sowie die Anbindung an die Bundeswarnzentrale bildeten die Basis für die Konzeption des 2003 in Betrieb genommenen rechnergestützten Einsatzleitsystems. Auf Grund der einsatztechnischen Anforderungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes wurden die Bezirksalarmzentralen in dieses System eingebunden und auf einen einheitlichen technischen Stand gebracht. Die Firma Eurofunk Kappacher wurde mit der Lieferung der Hardware und Entwicklung der Software beauftragt. Zum Leistungsumfang zählten unter anderem:

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Alarmierungsablauf

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Einsatzleittische

Die Landeswarnzentrale ist für die Einsatzabwicklung mit zwei modernen Einsatzleittischen (zu je zwei Arbeitsplätzen ausgestattet). Grundsätzlich ist jeder der insgesamt vier Alarmierungsplätze mit folgenden Features ausgestattet:

Weitere - alarmplatzunterschiedliche Einbauten - sind auf einer Tischbeschreibung, die zur Ansicht heruntergeladen werden kann, zusammengestellt.


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Erreichbarkeit

Der Meldekopf der Landeswarnzentrale mit dem Funkrufzeichen "Florian Niederösterreich" ist wie folgt zu erreichen:

Erreichbarkeit der Landeswarnzentrale

 Kommunikationsmittel

 Nummern

Telefon+43 (0)2272 / 9005 oder (0)2742 / 9005 - 17374 Dw. oder über die Telefonnummer der zuständigen Bezirkshauptmannschaft in NÖ (zum Ortstarif) und anschließender Wahl der gewünschten Klappe
Telefax+43 (0)2272 / 9005 oder (0)2742 / 9005 - 17180 Dw.
E-Mailpost.lwz@noel.gv.at
BASA-Anschluss (ÖBB)(8860) - 120
FW-Sprechfunk,
Kanal 2
Selektivruf 100 bis 000
FW-Sprechfunk,
Kanal 5
Selektivruf 100
Digitalfunk BOS Austria - Sprechgruppe BOS NOEISSI: 08389000
Flugfunkoffener Anruf

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Die NÖ Landeswarnzentrale ist auf dem Areal des NÖ Zentrums für Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz in 3430 Tulln an der Donau, Langenlebarner Straße 106, untergebracht.

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Einsatzbetreuung und Statistische Daten

In den von der Landeswarnzentrale betreuten 7 der 21 niederösterreichischen Verwaltungsbezirke sorgen 8 Betriebs- und 658 Freiwillige Feuerwehren für die Sicherheit vor Ort.

Die Landeswarnzentrale betreut folgende Bezirke:

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Niederösterreich-Karte mit Bezirkseinteilung, wo die Bezirke, die von der NÖ Landeswarnzentrale betreut werden eingefärbt sind und zwar sind das die Bezirke Bruck/Leitha, Gmünd, Hollanbrunn, Horn, Tulln, Waidhofen/Thaya und Zwettl
NÖ Landeswarnzentrale

Abbildung der Räumlichkeiten der neuen Landeswarnzentrale mit sämtlichen Einrichtungen des Niederösterreichischen Warn- und Alarmsystems, Foto: Jürgen Pistracher
LWZ NÖ
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Pulte der Landeswarnzentrale
LWZ NÖ
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Statistische Daten

Im Jahr 2011 erfolgten neben 878 Proberufen zu Anlagenüberprüfungen 5.531 Real-Alarmierungen durch die NÖ Landeswarnzentrale.

Zu den nachstehenden Diagrammen wird angemerkt, dass erst ab dem Jahr 2004 alle sieben Verwaltungsbezirke (Bruck/Leitha, Gmünd, Hollabrunn, Horn, Tulln, Waidhofen/Thaya und Zwettl) ganzjährig betreut wurden. In diesen Statistiken finden stornierte Einsätze (z.B.: für Anlagen- oder Systemtests) und Brandsicherheitswachen keine Berücksichtigung!

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