02.03.2017 | 11:33

Niederösterreich setzt neue Zeichen im Kampf gegen den Krebs

Mikl-Leitner/Wilfing: Wesentliche Verkürzung bei Wartezeiten für Akutfälle

Im Bild von links nach rechts: Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Mag. Karl Wilfing.
Im Bild von links nach rechts: Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Mag. Karl Wilfing.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Niederösterreichs Gesundheitssystem liegt im europäischen Spitzenfeld. Dazu zählt auch die hochwertige strahlentherapeutische Versorgung von Krebspatienten. Im Zuge eines Pressegesprächs in St. Pölten informierten heute, Donnerstag, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Mag. Karl Wilfing und Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger über die aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen in der strahlentherapeutischen Versorgung in Niederösterreich  

„Jährlich erkranken in unserem Bundesland rund 37.500 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher an Krebs. Wir können mit Stolz sagen, dass die Patientinnen und Patienten bei uns besser versorgt sind als in manch anderen Ländern", verwies Landeshauptmann-Stellvertreterin Mikl-Leitner auf eine internationale Studie. Diese positive Entwicklung sei auch auf Vorsorgeprogramme, die Initiative „Tut gut!", Gesundheitsuntersuchungen und auf die medizinischen und pflegerischen Behandlungen und Angebote zurückzuführen.

„Wir in Niederösterreich haben jeweils drei Linearbeschleuniger in Wiener Neustadt und in Krems. Wir müssen unsere Kapazitäten ausbauen", so Mikl-Leitner im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum im Bundesland Niederösterreich. „Die Aufstellung von zusätzlichen Geräten ist sehr teuer, derartige Entscheidungen müssen gut überlegt werden. Klar ist, dass wir neben zusätzlichen Geräten auch Fachpersonal brauchen und ausbilden werden. Wir werden daher die Kapazitäten im Bereich der Strahlentherapie erhöhen und die Ressourcen besser nutzen", kündigte Mikl-Leitner an.

„Bei den Strahlentherapiegeräten braucht es die Zusammenarbeit über die Bundesländergrenzen hinaus. Krebspatienten können daher auch in Wien und Oberösterreich behandelt werden. Weiters werden ältere Bestrahlungsgeräte laufend ausgetauscht, im Universitätsklinikum Krems wird in den Jahren 2017 und 2018 jeweils ein Gerät ausgetauscht. Die neuen Geräte sind noch leistungsfähiger, dadurch können wir um 20 Prozent mehr Patientinnen und Patienten versorgen und behandeln. Es sollen in Niederösterreich in den Jahren 2019 und 2020 zwei zusätzliche Geräte angeschafft werden, es gibt hier im Vorfeld Evaluierungen, damit eine ganz klare und richtige Entscheidung getroffen werden kann", führte die Landeshauptmann-Stellvertreterin aus. „Mit MedAustron haben wir österreichweit ein einzigartiges Forschungs- und Krebsbehandlungszentrum und sind in Zukunft in der Lage 1.000 Patientinnen und Patienten zu behandeln. In Zukunft sollen Patientinnen und Patienten auch eine Strahlentherapie in Znaim bekommen können", so Mikl-Leitner.

„Niederösterreich hat sich in den vergangenen Jahren einen in Fachkreisen anerkannten Ruf in der Krebsbehandlung erarbeitet", sagte Landesrat Wilfing. „Wir haben eine Datenbank aufgebaut, womit es den Ärzten möglich ist, bei der Behandlung der Therapiefälle mit sehr viel Datenmaterial vergleichend tätig zu sein. Neben der Verbesserung der Dienstabläufe müssen wir alles unternehmen, um auch in der Diagnose noch effizienter zu werden. Wir müssen darauf achten, dass wir das nötige Personal ausbilden. Unser Experten arbeiten mit präzisen Bestrahlungsgeräten, die einer gewissenhaften Qualitätskontrolle bedürfen", betonte er. Eine internationale Studie habe ergeben, dass die Überlebensquote bei Krebsbehandlungen in Österreich besonders hoch sei, hielt der Landesrat fest.

Patientenanwalt Bachinger führte aus: „In Niederösterreich wird im Kampf gegen den Krebs ein neuer Schwerpunkt gesetzt. Wir haben in den nächsten Jahren große Herausforderungen im Gesundheitssystem zu bewältigen." Bei der Strahlentherapie gebe es hohe Geräteinvestitionen und es werde ein gut ausgebildetes Personal benötigt, so der Patientenanwalt. Ein Team von Spezialisten müsse wirklich gut zusammenarbeiten. Bei der Strahlentherapie existiere die Versorgungsregion Ost,estehend aus den Bundesländern Niederösterreich, Wien und dem Burgenland, so Bachinger. In Akutfällen werde die bisher zweiwöchige Wartezeit weiter gesenkt, das sei ein wesentlicher Gewinn für die Patientinnen und Patienten. Er sprach den Strahlentherapeutinnen und Strahlentherapeuten Respekt, Dank und Anerkennung für ihre Leistung und ihr Engagement aus.  

Nähere Informationen: Büro LHStv. Mikl-Leitner, Hermann Muhr, e-mail hermann.muhr@noel.gv.at, Telefon 0664/826 78 89, bzw. Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon  02742/9005-12324, e-mail florian-liehr@noel.gv.at.

  

 

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