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08.10.2015 | 14:57

Spatenstich für die Kerntangente Nord mit einer neuen Traisenbrücke in St. Pölten

LH Pröll: „Weitere wichtige Verbesserung"

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler nahmen den Spatenstich vor.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler nahmen den Spatenstich vor.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und St. Pöltens Bürgermeister Mag. Matthias Stadler nahmen heute, Donnerstag, den Spatenstich für die Kerntangente Nord mit einer neuen Traisenbrücke in St. Pölten vor. Mit der Kerntangente Nord wird der äußere Ring um die St. Pöltner Innenstadt geschlossen. Dieser äußere Ring soll das Zentrum über den Schulring, den Schießstattring, Praterstraße, Daniel-Gran-Straße, Eybnerstraße und Rennbahnstraße umschließen und mit einer neuen Traisenbrücke südlich der bestehenden Eisenbahnbrücke die Verbindung nach Wagram bringen. Dort wird die Kerntangente in die B 1 einmünden. Auf der neuen Kerntangente Nord wird mit einem Verkehrsaufkommen von rund 11.500 Fahrzeugen gerechnet.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll sieht in diesem Projekt „eine weitere wichtige Verbesserung der Verkehrssituation in der Landeshauptstadt. Seit 1988 wird damit allein im Zentrum von St.Pölten die dritte neue Traisenbrücke errichtet". Die bereits bestehenden Traisenbrücken werden durch die neue Kerntangente entlastet, so Pröll. So werde die Brücke auf der Wiener Straße um rund 20 Prozent, die B 1-Traisenbrücke um rund 10 Prozent entlastet.

„St. Pölten nimmt seine Funktion als Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeits-Hotspot im Land wahr und vergisst dabei nicht auf den Verkehr. Mit der Umsetzung dieses wichtigen Projektes aus dem Generalverkehrskonzept werden die Weichen für die Entwicklung einer effizienten Verkehrsführung für die nächsten Jahre und Jahrzehnte im Zentrum der Landeshauptstadt gesetzt. Umso erfreuter bin ich, dass wir hier gemeinsam dieses so wichtige Projekt für die weitere Stadtentwicklung realisieren können und damit einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrsverteilung - nicht nur rund um das Regierungsviertel - leisten können", so Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.

Die Kerntangente Nord ist eines der großen Projekte des Generalverkehrskonzeptes der Stadt St. Pölten. Mit dem Ausbau einer leistungsfähigen Ost-West Straßenverbindung, nördlich der Altstadt, zwischen der B 1 Wiener Straße im Osten und der Praterstraße L 100 im Westen soll eine Entlastung der Straßenzüge zum Regierungsviertel / Kulturbezirk und zur Altstadt St. Pöltens erreicht werden.

Das Bauprojekt beinhaltet den Neu- und Umbau der Willi Gruber Straße zwischen der B 1 Wiener Straße und Eybnerstraße, die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Rennbahnstraße und Willi Gruber Straße, die Sanierung der Rennbahnstraße bis zur Klostergasse, die Sanierung der Eybnerstraße und Klostergasse, den Umbau des Kreuzungsbereiches Willi Gruber Straße - Eybnerstraße sowie Eybnerstraße - Herzogenburger Straße. Das Herzstück ist jedoch der Neubau der Brücke über die Traisen.

Weiters ist auch der Umbau des Kreuzungsbereiches Daniel Gran Straße - Eybnerstraße für 2016 geplant.

Die Firma Habau, die aus dem Bieterverfahren als Bestbieter hervorgegangen ist, wird eine Sechsfeldbrücke mit einem Flusspfeiler und gestaffelten Feldweiten, mit Stützweiten zwischen 18 und 31 Meter, einer Gesamtlänge von 165 Metern und einer Breite von 14 Metern errichten. Im Süden ist ein Gehweg mit einer Breite von 2,5 Metern und einer Aussichtsplattform in Flussmitte vorgesehen. Im Norden kommt ein Geh- und Radweg mit einer Breite von 4,0 Metern zur Ausführung. Im Bereich des westlichen Widerlagers der Brücke ist eine Lärmschutzwand vorgesehen, beginnend ca. 50 Meter vor der Brücke und endet ca. in Brückenmitte (Gesamtlänge rund 125 Meter, Höhe 1,5 - 2,5 Meter). Die gesamte Projektlänge beträgt ca. 800 Meter. Die Bauaufsicht wird von der Stadt St. Pölten und vom Land Niederösterreich gemeinsam durchgeführt.

Die Gesamtbaukosten von 5,7 Millionen Euro werden zu je 50 Prozent von der Stadt St. Pölten und dem Land Niederösterreich getragen.

Nach Abschluss des Bieterverfahrens im September wird jetzt mit den Bauarbeiten begonnen. Die Verkehrsfreigabe ist Ende Jänner 2017 geplant.

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