
Das Traubenkraut, auch Ambrosia oder Ragweed-Unkraut genannt, kommt bereits in großen Teilen Ostösterreichs vor und breitet sich weiter aus. Seine Pollen gehören zu den stärksten Allergie-Auslösern.
Man findet es besonders auf gestörten Böden, so z.B. an Straßenrändern oder auf Schutthalden, aber auch in Gärten, besonders unter Vogelfutterplätzen.
Das Traubenkraut kann bis zu einer Höhe von 1 m wachsen. Im Unterschied zum gemeinen Beifuß sind die Stängel leicht behaart, die Blütenstände gedrungener und die Wuchsform kugelig. Die einjährige Pflanze blüht Mitte August bis Ende September mit fingerförmigen, grüngelblichen Blütenständen, die sehr kleine, unscheinbare gelbe Blütenköpfchen tragen und bis zu einer Milliarde Pollen pro Pflanze (!) produzieren. Grundbesitzer sollten danach trachten diese Pflanzenbestände zu reduzieren (ausreissen oder knapp vor der Blüte mähen).
Wenn Sie Pflanzen entdecken, ersuchen wir Sie um Meldung (möglichst mit Photo) an das Institut für Botanik der Universität für Bodenkultur: ragweed@boku.ac.at
Wenn Sie Pflanzen im Ausland entdecken, wenden Sie sich bitte an die nationalen Kontaktdaten unter www.ambrosia.de
Am 16. Jänner 2006 fand ein workshop mit 130 Teilnehmern aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland über Erkennung, Verbreitung und Bekämpfung des Traubenkrautes im NÖ Landhaus statt. Die Vorträge stehen zum Herunterladen im Downloadbereich zur Verfügung.
Die NÖ Baudirektion hat eine Studie über „Ausbreitungsbiologie und Management einer extrem allergenen, eingeschleppten Pflanze - Wege und Ursachen der Ausbreitung von Ragweed (Ambrosia artemisiifolia) sowie Möglichkeiten seiner Bekämpfung" bei der Universität für Bodenkultur in Wien in Auftrag gegeben. Anlässlich einer Fachtagung der NÖ Landesakademie wurden unter anderem die Zwischenergebnisse dieser Studie am 11.September 2007 im NÖ Landhaus präsentiert. Die Vorträge stehen zum Herunterladen im Downloadbereich zur Verfügung.