01.02.2018 | 10:22

„Natur des Jahres“: Ringelblume, Igel, Langblättriger Ehrenpreis, Wels

Pernkopf: Natur schätzen, schützen und für nächste Generationen erhalten

Naturschutzorganisationen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wählen jedes Jahr Pflanzen und Tiere zur „Natur des Jahres“. Viele der heuer ausgezeichneten Pflanzen und Tiere leben im Naturland Niederösterreich.

Die Auszeichnung „Natur des Jahres“ geht jedes Jahr an verschiedene Organismen im deutschsprachigen Raum, um Bewusstsein für eine bestimmte Art oder einen Lebensraum zu schaffen und auf Gefährdungen aufmerksam zu machen. Heuer zählen beispielsweise der Igel, der Langblättrige Ehrenpreis und der Wels zur „Natur des Jahres 2018“. Zur Heilpflanze des Jahres 2018 wurde die Ringelblume vom Verein der „Freunde der Heilkräuter“ ernannt. „Es freut mich ganz besonders, dass wieder einige im Naturland Niederösterreich heimische Arten zur ‚Natur des Jahres 2018‘ gehören. Diese Auszeichnung zeigt klar, dass wir in Niederösterreich unsere Natur schätzen, schützen und für die nächsten Generationen erhalten“, erklärt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Die „Natur des Jahres“ holt nicht nur Projekte und Arten vor den Vorhang, sondern macht auch auf die dramatischen Verluste an wertvollen Organismen und Lebensräumen aufmerksam. Hier ist jede und jeder aufgerufen, seinen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Denn die Natur zu schätzen, heißt auch sie mit Respekt zu behandeln. „Und genau dafür gibt es unsere praktische Naturland-Knigge-Tippsammlung. Darin finden alle Interessierten hilfreiche Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Im Naturland-Knigge findet man sowohl Regeln und Verhaltensweisen, als auch Wissenswertes zum Naturland Niederösterreich und zu den heimischen Tieren und Pflanzen“, weiß Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Über kaum ein Heilkraut ist so viel geschrieben worden wie über die Ringelblume (Calendula officinalis). Denn die Ringelblume besitzt hervorragende wundheilende, antiseptische und blutreinigende Heileffekte. Neben ihrer heilenden Wirkung wurde sie früher von Bauern für die Wettervorhersage beobachtet. Die Ringelblume gilt als Symbol für die Unvergänglichkeit, weil sie langlebig ist und den ganzen Sommer über immer wieder blüht.

Der Igel als nachtaktiver Insektenvertilger zählt zu den beliebtesten heimischen Tierarten. Die bis zu 1,5 Kilogramm schweren Einzelgänger sind mit ihren bis zu 8.000 Stacheln gegen Fressfeinde gut geschützt. Die natürlichen Lebensräume mit unterschiedlicher Vegetation gehen zunehmend verloren. Dabei weichen Igel immer häufiger in gut strukturierte Parkanlagen und Gärten aus. Von Oktober bis Mai verschläft der Igel die kalte Jahreszeit in seinem Nest in Laubhaufen oder unter Holzstößen. Der Igel ist in Österreich nicht als gefährdet eingestuft, wobei die Bestände rückläufig sind.

Der Langblättrige Ehrenpreis (Veronica maritima) ist eine Staude, wird bis zu 120 Zentimeter hoch und ist vor allem in Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland verbreitet. Sie gilt als stark gefährdet.

Der Wels (Silurus glanis) gehört mit einer durchschnittlichen Länge von bis zu 1,5 Metern zu den größten Fischen in Österreich. Von Pflanzen über Krebse, Insekten und Fische bis hin zu Vögeln und kleinen Säugern findet alles, was zu überwältigen ist, den Weg in den Magen des Fisches. In Niederösterreich findet sich der Wels u. a. in der March und im Bereich der Nationalparks Thayatal und Donau-Auen.

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12704, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at, bzw. Energie- und Umweltagentur NÖ, Teresa Prendl, Telefon 02742/219 19, E-Mail teresa.prendl@enu.at, www.enu.at.

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