Wasserversorgung – Situation in Niederösterreich

Niederösterreich verfügt landesweit gesehen über ausreichende Wasserreserven. Der gesamte Trinkwasserbedarf kann aus Grund- und Quellwasser abgedeckt werden und muss nicht wie in vielen Ländern Europas aus behandeltem Flusswasser erfolgen.

Der jährliche Gesamtverbrauch an Trink- und Nutzwasser beträgt derzeit ca. 260 Mio. m³ und wird zukünftig auf bis zu 390 Mio. m³ ansteigen. Einzelversorger über Hausbrunnen verbrauchen ca. 15 Mio. m³, in die Bundeshauptstadt Wien werden über die 1. Hochquellenleitung jährlich 55 Mio. m³ geliefert. Dem gegenüber steht eine nutzbare Grundwassermenge von ca. 880 Mio. m³, woraus ersichtlich ist, dass ausreichende Reserven vorhanden sind.

Die Brunnen mit den größten Entnahmemengen liegen im Bereich der Mitterndorfer Senke und im Bereich der Rax mit jeweils ca. 400 l/s.

Der Versorgungsgrad durch öffentliche bzw. genossenschaftliche Anlagen liegt derzeit bei ca. 90 %, schwankt jedoch in den einzelnen Bezirken zwischen 65 % und 100 %. In den nächsten Jahren wird die Gesamtversorgung auf bis zu 95 % steigen. Es werden bestehende Versorgungsstrukturen ausgebaut. Wo es erforderlich ist, werden Einzelversorger an regionale Wasserversorgungsanlagen angeschlossen, um allen einen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser zu ermöglichen.

Um in jenen Gebieten, in denen die öffentliche Versorgung noch nicht weitgehend ausgebaut wurde, rasch Hilfe bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen anbieten zu können, wurde eine Prioritätenreihung für alle Gemeinen erstellt.

Die Versorgung der Bevölkerung und Industrie wird in überwiegendem Maße von Gemeinden, Wasserverbänden und privaten bzw. genossenschaftlichen Versorgungsunternehmen durchgeführt. Als größte Wasserversorger in Niederösterreich sind die EVN Wasser und der Triestingtaler Wasserleitungsverband zu nennen. Zum Beispiel versorgen die EVN Wasser ca. 500.000 Menschen mit einwandfreiem Trinkwasser aus mehr als 90 Brunnenanlagen.

Um die Wasserreserven auf für zukünftige Generationen zu schützen, wird besonderes Augenmerk auf einen flächendeckenden Grundwasserschutz gelegt. Diesbezüglich hat sich eine Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, beispielsweise im Rahmen der ÖPUL-Regionalprogramme oder des Nitratinformationsdienstes sehr bewährt.

Zur Aufrechterhaltung eines hohen Qualitätsniveaus und zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität werden bei den Trinkwasserbrunnen und auch in den Leitungsnetzen laufend umfangreiche hygienische Kontrollen durchgeführt.

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Letzte Änderung dieser Seite: 17.5.2017
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