Einfluss von Nassbaggerungen auf die Oberflächen- und Grundwasserqualität

In der gemeinsamen Studie der Länder NÖ, OÖ und Steiermark, des Lebensministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich wurde der Einfluss von Nassbaggerungen (Kiesgewinnung im Einflussbereich des Grundwassers) untersucht.

Die Rohstoffgewinnung von Sanden und Kiesen durch Nassbaggerungen und das öffentliche Interesse am Schutz des Grundwassers für eine gesicherte Trinkwasserversorgung können zu Nutzungskonflikten führen. Gemeinsam mit dem BMLFUW, den Bundesländern NÖ, OÖ und Steiermark und dem Forum Mineralische Rohstoffe der Wirtschaftskammer Österreich wurde 2008 eine Studie zur Untersuchung der Auswirkungen von Nassbaggerungen auf die Grundwasserqualität beauftragt. Die Studie wurde 2011 abgeschlossen.

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie sind:

  • Durch die biologische Aktivität in Nassbaggerungsteichen kommt es zu einer Verringerung der Nitrat- und Phosphatgehalte im abströmenden Grundwasser.
  • Schwermetalle wie Cadmium, Zink, Chrom, Kupfer, Nickel, Blei und Aluminium wurden in den Teichen nicht freigesetzt.
  • Das Gefährdungspotential durch das Algengift Mikrocystin wird als gering eingeschätzt.
  • Im abströmenden Grundwasser kommt es zu geringeren Sauerstoffgehalten und zu einer Beeinflussung der Grundwassertemperatur.
  • Pestizide werden in den Nassbaggerungsteichen biologisch abgebaut.
  • Es besteht ein qualitatives Restrisiko bei der Teil- und Wiederverfüllung von Teichen.
  • Die Nachnutzung eines Nassbaggerungsteiches soll als Landschaftsteich erfolgen.

Der Endbericht liegt vor - siehe unter Downloads.

 

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Letzte Änderung dieser Seite: 17.2.2017
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