Behandlung und Verwertung von Baurestmassen

Durch die ordnungsgemäße Behandlung (Verwertung oder Beseitigung) von Baurestmassen (wie z.B. Aushub, Bauschutt, etc.) wird ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet: Die Verwendung von qualitativ hochwertigen Recyclingprodukten als Ersatz für natürliche Ressourcen hilft, die Vorräte nicht nachwachsender mineralischer Rohstoffe und wertvollen Deponieraum nachhaltig zu schonen.


Die Verwendung von qualitativ hochwertigen Recyclingprodukten als Ersatz für natürliche Ressourcen ist nur dann sinnvoll und konsequent möglich, wenn sich die Recyclingbaustoffe sowohl qualitativ (chemisch) als auch bautechnisch zumindest genauso gut eignen wie die natürlichen Materialien.

Die Umweltverträglichkeit der Recyclingbaustoffe ist grundsätzlich chemisch nachzuweisen, da nur so die boden- und gewässerrelevanten Schadstoffe erkannt werden können und damit die Verträglichkeit des Baustoffeinsatzes am Zielort nachvollziehbar belegt werden kann. Nur dann liegt keine Abgabenpflicht nach dem ALSAG vor!

Beim Bodenaushubmaterial kann unter bestimmten Randbedingungen insbesondere bei einer bautechnischen Verwertung im unbedingt notwendigen Umfang innerhalb eines konkreten Bauvorhabens auf eine Umweltanalytik verzichtet werden.

Bei einer Verwertung von Aushubmaterial auf landwirtschaftlichen Flächen gelten gemäß Bundesabfallwirtschaftsplan (BAWPL) erhöhte Anforderungen an die Schadstoffarmut und muss das Vorhaben gleichzeitig auch dem NÖ Bodenschutzgesetz entsprechen.

Dieser Verwertungsweg bedarf umfangreicher Planungen und Nachweise.

Bei Baurestmassen ist nach der Recycling-Baustoff-Verordnung durch ein Qualitätssicherungssystem zu gewährleisten, dass nur einwandfreies Material in gleich bleibender Qualität erzeugt wird; dies ist durch regelmäßige Eigen- und unabhängige Fremdkontrollen nachzuweisen. Hinsichtlich qualitativen Beurteilungen von Baurestmassen ist nach der Recycling-Baustoffverordnung vorzugehen.

Damit werden qualitativ hochwertige naturähnliche Recyclingprodukte sichergestellt und nicht zulässige Verwertungen vermieden.

Aufgrund der Untersuchungskosten und der erforderlichen Aufbereitung zum Ersatzbaustoff (Zerkleinerung, Sortierung, Klassierung, Feinteilabscheidung etc.) sind insbesondere Bauschuttkleinmengen aus wirtschaftlichen Gründen einem befugten Sammler oder Behandler zu übergeben; das aufbereitete und geprüfte Material kann dann von dem Behandler kostengünstig bezogen werden.


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Letzte Änderung dieser Seite: 17.2.2017
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