Förderung von stationärem Hospiz

Stationäre Hospize sind Einrichtungen mit einer eigenen Organisationsstruktur, die einer stationären Pflegeeinrichtung in NÖ zugeordnet sind und in enger Kooperation mit mobilen Hospiz- und Palliativdiensten stehen.



Auftrag und Ziel

Auftrag und Ziel des stationären Hospizes ist die Linderung von Symptomen und die Erreichung einer bestmöglichen Lebensqualität bis zum Tod sowie die Trauerbegleitung (ÖBIG-Kriterien 2004).




Zielgruppe des stationären Hospizes

unheilbar erkrankte, sterbende Personen jeder Altersgruppe mit hohem Betreuungsaufwand und komplexen Symptomen, die zu Hause oder in anderen Einrichtungen (ausgenommen Langzeitpflegeplätze in NÖ Pflegeheimen) nicht mehr adäquat betreut werden können und für die ein Aufenthalt im Krankenhaus derzeit nicht erforderlich ist.




Kriterien für die Aufnahme auf einen stationären Hospizplatz

  • Unaufhaltsam fortschreitende Erkrankung
  • mit geringer Lebensprognose von Wochen bis Monaten
  • Einverständnis (Wunsch, Billigung) des Betroffenen und der Angehörigen, dass im Hospiz reine Hospiz- und Palliative Care durchgeführt wird
  • Schwerwiegender akut oder längerfristiger palliativmedizinischer und palliativpflegerischer Bedarf
  • Näheres siehe Richtlinien




Wechsel in Langzeitpflege

Der Aufenthalt auf einem stationären Hospizplatz ist grundsätzlich - wie auch die Förderung des Aufenthaltes - mit 6 Monaten begrenzt.
Nach Ablauf der 6 Monate sowie bei vorzeitiger Besserung oder Stabilisierung des Gesundheitszustandes ist eine Verlegung auf einen Langzeitpflegeplatz vorgesehen.




Anspruchsvoraussetzungen

Es kann nur die Unterbringung auf gemäß § 50 NÖ SHG bewilligten Hospizplätzen gefördert werden. Siehe die Liste der genehmigten Hospizplätze.
Voraussetzung für eine Förderung:

  • Hauptwohnsitz in Niederösterreich und Berechtigung zum dauerhaften Aufenthalt im Inland (z.B. österreichische Staats-bürger/innen, unter bestimmten Voraussetzungen EWR-Bürger/innen, Fremde mit einem „Daueraufenthalt - EG" - vgl. § 4 Abs. 1 und 2 NÖ SHG);
  • ein Bedarf an stationärem Hospiz vorliegt;
  • die Unterbringung auf einem stationärem Hospizplatz in einem Landespflege-heim oder Vertragsheim des Landes gemäß § 48 Abs. 3 NÖ SHG erfolgt,
  • die Unterbringung auf einem sozialbehördlich bewilligten Hospizplatz gemäß § 50 NÖ SHG (siehe Standortliste idgF Beilage 1) erfolgt,
  • kein ausreichendes Einkommen des Hospizbewohners zur Deckung der Kosten des stationären Hospizplatzes vorhanden ist,
  • Nachweise über den Pflegegeldbezug der pflegebedürftigen Person oder über die erfolgte Antragstellung vorliegen und 
  • die in der NÖ Pflegeheim-Verordnung, LGBl. 9200/7, idgF, und in Beilage 2 vorgegebenen Qualitätskriterien eingehalten werden.

       


Antrag und Aufnahmeprocedere

Der Hospizantrag, kann bei folgenden Stellen, die zur Weiterleitung der Anträge an die zuständige Behörde verpflichtet sind (vgl. § 64 Abs. 2 NÖ SHG) eingebracht werden:




Eigenleistung des Hilfe Suchenden

Als Eigenleistung hat der Hilfe Suchende bis zu 80% seines Einkommens (Rente, Pension oder sonstiges Einkommen) sowie bis zu 80% des Pflegegeldes zu leisten.




Notwendige Unterlagen

Diese Unterlagen (in Kopie) benötigen Sie für die Antragstellung:

  • Nachweise über das Einkommen der pflegebedürftigen Person
  • Nachweise über den Pflegegeldbezug der pflegebedürftigen Person bzw. Nachweis der erfolgten Antragstellung
  • Stellungnahme des mobilen Palliativteams bzw. des Palliativteams des Krankenhauses
  • aktueller ärztlicher Befund (Arztbrief) oder Entlassungsbericht
weiterführende Links
Downloads

Zuständig ist Ihre örtliche Bezirkshauptmannschaft. 

Letzte Änderung dieser Seite: 30.3.2017
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